Erbengemeinschaft - werden Kosten anteilsmäßig umgelegt?

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Genau, nach Anteilen am Erbe, bis ggf. die Erbengemeinschaft durch einigung aufgelöst wird.

Aber:

Eine Immobilie hat ja nicht nur Kosten, sondern entweder Mieteinnahmen, oder den Nutzen, dass man darin wohnt.

Natürlich müssen die Kosten zuerst aus den Einnahmen bestritten werden.

Bewohnt einer der Erben die Immobilie allein, dann muss er auch die Kosten bis zur Höhe einer angemessenen Miete tragen.

Wenn es sich um eine vermietete Immobilie handeln sollte, dann funktioniert das anders: Es ist für diese Immobilie eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung gemäß Anlage V zur Steuererklärung zu erstellen. Erst der Überschuss oder das Defizit wird anteilsmäßig umgelegt. Nur wenn es keine Einnahmen gibt, reduziert sich das Problem auf Deine Fragestellung. Aber ohne Einnahmen könnten sich die einkommensteuerlichen Aspekte ohnehin auf Null reduzieren. Die zivilrechtliche Kostenverteilung nach Anteilen bleibt grundsätzlich (es sei denn, es geht um die Betriebskostenverteilung nach mietrechtlichen Grundsätzen, wenn jemand aus der Erbengemeinschaft in der Immobilie wohnt).

Die Erbengemeinschaft erstellt für das Gemeinschaftseigentum eine besondere Steuererklärung, die sog. Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, wozu diverse Anlagen gehören, die erwähnte Anlage V ist nur eine davon für die vermietete Immobilie.

Die Kosten einer Immoilie werden klassicher Weise von den Einnahmen abgezogen und diese dann zu den jeweilig geerbten Anteilen in der Erbengemeinschaft verteilt.

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