Erbe - Pflege - Haus - was ist hier die beste Lösung?

4 Antworten

Das ist ein typischer Fall für einen Erbvertrag.

Daist aber die Beratung durch einen Notar notwendig, der diesen Vertrag auch abfassen udn beurkunden kann.

In einem slchen Vertrag kann alles festgelegt werden. Auch Dein Mann könnte für den Fall abgesichert werden, das Du in der zwischenzeit verstirbst.

Sicherlich gibt es hierfür Lösungen. Hierfür brauchst Du aber professionelle Hilfe von einem Notar oder einem Anwalt, denn so einfach ist es nicht. Auch wenn Deine Mutter Dich als Alleinerbe im Testament einträgt, steht Deinen Geschwistern ein Pflichtteil zu. Du müsstest Deine Geschwister im Erbfall auszahlen. Dein Mann hat gar kein Anspruch auf das Haus. Ihm steht im Erbfall nichts zu. Er kommt erst ins Spiel, nachdem Du geerbt hast und dann vor ihm verstirbst. Du könntest Dir ja das Haus jetzt schon überschreiben lassen, also Schenkung zu Lebenszeit. Sollte Deine Mutter aber in den nächsten 10 Jahren sterben, steht Deinen Geschwistern jeweils ein Pflichtteil zu, die müßtest Du dann auszahlen. Nach 10 Jahren hätten Deine Geschwister keinen Anspruch mehr.
Das Problem sehe ich aber eher darin, sich in einem ruhigen Gespräch mit den Geschwistern zu einigen und eine Lösung zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie gerne auf ihren Anteil am Haus und Vermögen verzichten, nur weil Du die Mutter pflegen und das Haus sanieren willst. Mit einem könnte man sich noch einigen, aber nicht mit 5. Da ist der Ärger schon vorprogrammiert.

Danke für die bisherigen Antworten- hab schon befürchtet, dass die Lage schwierig ist.Denke mal der Hinweis mit dem Erbvertrag ist sehr hilfreich.

@Niklas: Die zukünftige Hausrenovierung (Heizung, Umbau in 2 Wohneinheiten) wird sehr kosten- und arbeitsaufwändig, das kann ich nur mit Hilfe und Zustimmung meines Mannes stemmen. Wahrscheinlich würde ein Kredit aufgenommen werden müssen - wir haben auch nicht viel Geld übrig. Da darf es doch nicht sein, dass er viel Arbeit und Tausende von Euro mitinvestiert und das Risiko mitträgt und am Ende ohne etwas dasteht, sollte das Testament wieder geändert werden oder mir etwas zustoßen!

Das sind eine ganze Menge Probleme auf einmal. Eine vernünftige Antwort kann man aus der Ferne kaum geben. Natürlich kann das Haus auf Sie überschrieben werden bei gleichzeitigem Eintrag von Leibgedinge und/oder Wart und Pflege. Inwiefern das wirklich eine alles umfassende Lösung ist, bleibt dahingestellt, es gäbe aber Rechtssicherheit. Man kann ja auch die lebenslange Nutzung auf einen Gebäudeteil beschränken, damit wäre dann das Mitspracherecht der Mutter an einer aus finanziellen Gründen notwendigen Vermietung eines Teil des Hauses ausgehebelt, falls sie sich darauf einläßt. Da das lebenslange Wohnrecht des Gebäudes/eines Gebäudeteiles und auch Wart und Pflege wertmindernde Rechte am Ojekt sind, würde sich auch der ev. auszugleichende Wert an Miterben verringern. Hier würde ich mir grundsätzlichen Rat suchen bei einem Anwalt und den Familienrat zusammen trommeln für eine Lösung, lösbar scheint dieses Problem aber zu sein. Wenn das so geregelt wird, würde Ihr Mann logischerweise über die Erbfolge Sicherheit bekommen, dass er nicht umsonst mitwerkelt.

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