Erbausschlagung wirksam?

2 Antworten

Leider wird uns nur ein Teil des Sachverhalts präsentiert. Daher ist eine Antwort so gut wie unmöglich.

An sich können beide Erziehungsberechtigten gemeinsam eine wirksame Ausschlagung für das Kind erklären. Wenn nur einer davon die Erklärung abgibt, muss das Familiengericht zustimmen.

Wäre schon interessant zu erfahren, wieso der Notar die Erklärung nicht aufnehmen wollte.

Desweiteren ist eine Frist von 6 Wochen seit Kenntnis vom Erbfall einzuhalten.

Wenn das Familiengericht angerufen werden muss, verlängert sich die Frist bis zu dessen Entscheidung.

Was aber ist, wenn Du später als 6 Wochen nach Kenntnis vom Erfall aber überhaupt erst zum Notar gegangen bist? Dann wäre alles zu spät.

Danke schon mal. Ja das stimmt. Ist eine ziemliche verzwickte Angelegenheit. Undzwar wurde die 6 Wochen Frist "versäumt". Anscheinend wurde mir mitgeteilt, dass ich innerhalb der Frist für meine Tochter ausschlagen müsste, habe aber diesen besagten Brief nie bekommen. Daraufhin wurde sie natürlich Erbin. Bin dann direkt zum Notar, der eine "Anfechtung" gemacht hat. Das Nachlassgericht beharrt darauf, mir den o.g. Brief geschickt zu haben. Und das Familiengericht hat diese Anfechtung eben genehmigt.

Das könnte dann eine komplizierte Sachlage werden und zwar auch insofern, dass Kenntnisnahme vom Erbfall ja etwas anderes ist als die Belehrung durch das Nachlassgericht über die Ausschlagungsmöglichkeit.

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"Beharren" ist wertlos - es muss nachweisen - und das kann es wohl nicht.

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@correct

Es liegt eine Zustellungsurkunde bei. Dort steht, dass der Zusteller den Brief in den Postkasten geworfen hat. Kann durchaus sein, hab ihn aber leider nie bekommen.

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@lillehe

Damit steht fest, dass Du ihn bekommen hast.

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@correct

Ja, das dachte ich mir schon fast. Leider läuft das hier mit der Post oft so ab.

Aber kann das Nachlassgericht jetzt gegen die Familiengerichtliche Genehmigung angehen oder ist es nun "durch"?

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