Entnahme vor Verkauf des Firmen-PKW

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Moin! Schon mal an §3 Abs. 1b S. 1 Nr. 1 i.V.m. SATZ 2 (!!!) UStG gedacht, liebe Freunde der Kunst? Er hat den Pkw ohne USt gekauft, also ist eine Entnahme auch steuerfrei, während ein Verkauf aus dem Betriebsvermögen heraus steuerpflcihtig ist. Also, steuerfrei entnehmen und dann privat verkaufen ohne USt-Ausweis. Die bisher übliche "Schamfrist" von einigen Monaten ist m.E. lt. einem neueren Urteil nicht mehr notwendig. Die Entnahmehandlung zeitnah dem FA schriftlich und formlos mitteilen und auch so buchen!

Das klingt doch schon besser.

Da das Auto sowieso wegen defekt seit 1 Monat rumsteht und ich das per Fahrtenbuch ja auch belegen kann. Könnte ich die Entnahme vor einen Monat datieren. Wäre das dann soweit korrekt?

Mal was anderes: Hätte ich bei der Einlage das Finazamt informieren müssen?

Damals als ich mein FA des Vertrauens angerufen habe, sagte mir der Mitarbeiter, dass würde soweit passen. Ich erkläre es ja noch mit meiner Steuererklärung. War das falsch?

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@Thynfisch

Moin! Eine Entnahme kennzeichnet sich durch eine sog. Entnahmehandlung. Wie kann man das deutlich machen, da der PKW ja doch immer ncoh der gelichen Person gehört und gleich angemeldet ist? Das Finanzamt ist deshalb zeitnah/unverzüglich über die Entnahme zu informieren, damit auch nach aussen hin Fakten geschaffen werden. Mit ERstellung des JA 2009 heute kann ich z.b. wohl kaum noch glaubhaft machen, dass ich einen PKW im Juni 2009 entnommen hätte. Eine Frist von einem Monat ist da noch akzeptabel mein ich, wenn auch laufende Kosten ab diesem Moment nicht mehr betrieblich gebucht werden. Meine Ausführungen sind allerdings nur steuerrechtlich! Das Urteil, dass zwischen Entnahme und Verkauf keine "Schamfrist" liegen muss lautet: EuGH v. 08.03.01 Az. C-415/98 und BFH 31.01.02 Az. V R 61/69. Die Entnahme und der Verkauf müssen allerdings preisgleich sein! Ob Du mit einer vorherigen kurzfristigen Entnahme die Gebrauchtwagengarantie los bist, kann ich Dir nicht sagen, da gibt es andere Experten hier! Bei der Einlage musstest Du nicht unbedingt das FA informieren, da hier die "Mißbrauchsgefahr" nicht so hoch ist. Da sehe ich keine Probleme ausser der k... Pferde vor der Apotheke! ;-) Viel ERfolg!

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Ja, aber was soll das bringen?

Ob Du ihn nun für 5.000,- + 950,- = 5,950,- entnimmst, oder für 5.000,- + 950,- an den Gebrauchtwagenhändler verkaufst, ist für Dich egal.

Aber als Verkäufer mit USt-Ausweis bekommst Du beim Händler eventuell etwas mehr, wil der den dann zu besseren Konditionen an einen anderen gewerblichen Käufer verkaufen kann.

Verkauft der den Wagen nämlich für 7.000,- an einen anderen Unternehmer, hätte der nur Vorsteuerabzug aus 1.050,- Euro (Differenzbesteuerung). Wenn er von Dir mit Stuer kauft, kann er die 950,- abziehen und kann daher ohne Verlust dem Käufer 7.000,- inkl. Steuer berechnen. den Wagen also für den Käufer billiger machen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Vorrausgetzt er verkauft ihn an einen Gewerbetreibenden.

Das Auto ist 350 Euro wert, mir geht es eigentlich nur noch darum die Gebrauchtwagengarantie irgendwie zu umgehen.

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@Thynfisch

OK, aber das kann man beim Sachverhalt nun wirlich nicht ahnen. bei 350,- Euro ist es in der Tat völlig egal.

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@wfwbinder

Ach schade - ich hab auf eine spannende Diskussion um den § 4 Nr. 28 gehofft - und nun so eine Lappalie....

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@EnnoBecker

Es tut mir Leid, Dich enttäuschen zu müssen. Aber das Spielchen wäre mit einem Luxuskombi wirklich interessanter gewesen.

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