Entlohnung eines Pflichtverteidigers ?.

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2 Antworten

Du hast zuviel amerikanisches Court TV geguckt.

Wer sich auf Strafrecht spezialisiert hat, bekommt in Deutschland seinen Aufwand als Pflichtverteidiger nach bestimmten Spielregeln erstattet. Einen Pflichtverteidiger, der seiner Gebühren aus der Staatskasse erhält, wird nach nach den in §§ 140 StPO ff. geregelten Voraussetzungen bestellt. Damit steht auch das anwaltliche Honorar fest.

Die Vergütung eines Wahlverteidigers im Strafverfahren richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und dem Vergütungsverzeichnis.

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Hallo lieber Fragesteller!

Sollen wir Dir in einem Satz die Geschichte Chinas von 3000 BC bis heute erzählen?

Geht nicht meinst Du?

Aber nach dem Pflichtverteidiger fragst Du uns! Schau her, was man dazu alles schreiben kann:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtverteidiger

Wenn Du Dir das anschaust dann erkennst Du so manchen Irrtum: Der Staat schießt das Geld für den Pflichtverteidiger vor, aber letztendlich zahlen muß der Verurteilte (beachte die Formulierung: Verurteilter ist der Angeklagte erst nach dem Urteil!).

Und woher Pflichtverteidiger ihre Motivation nehmen? Du ahnst garnicht, wieviele Advokaten ohne diesen elendigen Job am Hungertuch nagen würden. Und wenn es dann einen spektakulären Prozeß gibt, ist das doch die tollste Möglichkeit sich zu profilieren die es gibt. Dann bekommt man bald bessere Angebote...... Wegen aller weiteren Details verweise ich Dich auf den Link.

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Fragfreund 07.05.2013, 18:26

Du ahnst garnicht, wieviele Advokaten ohne diesen elendigen Job am Hungertuch nagen würden.

So ist es. Daran ändert selbst das Abmahnunwesen nichts.

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klPrinz 08.05.2013, 11:06

Danke für Ihre Antwort. Ich möchte für mich nur klarstellen, dass ich einen Angeklagten nicht mit einem Verurteilten gleichstelle. Nicht einmal einen Verurteilten gleich einem Verurteilten, denn es gibt viel zu viel Fehlurteile, hier und da kommt auch noch das "Faustrecht", angewand und durchgeführt vom Verteidiger bzw Staatsanwaldschaft, zu Anwendung, dem sich das Gericht dann beugt. Ich gebe aber zu, dass ich im aktuellen Augsburger- und Münchner-Prozess ein bißchen vorverurteile.

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Privatier59 08.05.2013, 11:31
@klPrinz

denn es gibt viel zu viel Fehlurteile

Darüber könnte man lange diskutieren: Ein Urteil wird gefällt nach dem Tatsachenstand der letzten mündlichen Verhandlung. Was da nicht ermittelt wurde oder nicht ermittelt werden konnte, bleibt außen vor und dennoch ist es dann kein "Fehlurteil". Und, dass Richter Fehler machen können, ist dem Gesetzgeber sonnenklar. Ansnsten brauchte man keinen Instanzenweg. Wie gesagt: Ein weites Feld...

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