Entgeldfortzahlung der Zuschläge bei Krankheit?

2 Antworten

......Arbeitsrecht .....Nachtzuschlag ..... Bestandteil der Entgeltfortzahlung bei Krankheit

Nachtzuschlag ist Teil der Entgeltfortzahlung

Die Höhe des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung bestimmt § 4 Abs. 1 EFZG. Nach dem geltenden Entgeltausfallprinzip ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Beschäftigten die individuelle regelmäßige Arbeitszeit, die durch die Krankheit tatsächlich ausgefallen ist, zu vergüten. D. h. ein arbeitsunfähiger Arbeitnehmer hat Anspruch auf diejenige Vergütung, die er bezogen hätte, wenn er nicht erkrankt wäre. Möchte der Arbeitgeber Nachtarbeitszuschläge von der Entgeltfortzahlung ausnehmen, so bedarf es hierfür einer tarifvertraglichen Regelung.

Erkläre Deinem AG , dass Du den juristischen Weg einschlagen wirst - und sende ihm ( soweit Du nicht gerade rechtsschutzversichert bist ) dann selbst / in Eigenregie ( gegen geringe Gebühren - welche zudem zu Lasten Deines AG gehen ) einen Mahnbescheid ....

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/gerichtliches-mahnverfahren-einleiten-so-kommen-sie-an-ihr-geld-31119

Selbst eine Klage vor einem Arbitsgericht kannst Du ohne Zuhilfenahme eines Anwaltes einleiten.

https://amt24.sachsen.de/leistung/-/sbw/Klage+beim+Arbeitsgericht+einreichen-6000746-leistung-0

https://www.arbg-herne.nrw.de/infos/Formulare/zt_arbg_formulare/Muster_Kl.pdf

Insgesamt - auf Nachtzuschläge besteht ein gesetzlicher Anspruch!

Es gibt einen IGZ Tarifvertrag. Habe unten mal diesen gepostet. Da ist ganz klar geregelt, wann und für was es Nachzuschläge gibt und wie LFZ berechnet wird.

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Danke für die schnelle Antwort, auf meine Frage warum die Zuschläge bei Krankheit nicht bezahlt werden kam nur die Antwort die werden selbstverständlich nicht ausgezahlt sonder nur der Grundlohn weil ich nicht anwesend war.

Stimmt denn, das was sie geschrieben haben auch mit dem IGZ Tarif überein? Ich hab mir das mal durchgelesen und bin mit der Fachsprache nicht so ganz vertraut.

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Auszug aus dem IGZ Tarifvertrag:

4.2.NachtarbeitZuschläge für Nachtarbeit werden für Arbeit in der Zeit von 23.00 bis 6.00 Uhr gewährt, sofern mehr als 2 Stunden innerhalb dieser Nachtzeit gearbeitet wurde. Der Zuschlag für Nachtarbeit beträgt 25 Prozent

Ansonsten ist die Berechnung während LFZ im Tarifvertrag IGZ geregelt.
Nachzulesen auf Seite 32 und 33

https://www.ig-zeitarbeit.de/sites/default/files/redaktion/2020/2020-04-21_iGZ-DGB-Tarifwerk_2020-2022_Einzelseiten.pdf

Hallo den habe ich mir jetzt auch schon mehrmals durchgelesen, nur ich wurd daraus nicht schlau.

Also heisst es jetzt, nur die Arbeitszeit in der ich tatsächlich gearbeitet habe, aber auch nur dann, erhalte ich den Nachtzuschlag?

Oder steht der mir bei Krankheit zu? Verstehe dieses Fachchinesisch nicht so wirklich, deswegen bitte ich um Rat.

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@Andri123

Ich habe mit schon so gut wie alles durchgelesen, was es auf Google zu finden gab u.a auch das.

Die einen sagen nein, die anderen ja.

Und ich weiß nicht wohin.

Die Dame von der Zeitarbeit meinte auch es werden nur die Zeiten berücksichtigt, wo sie in der Nachtschicht gearbeitet haben.

Aber ich vertraue ihr nicht.

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@EsCuba

Auf Seite 33 des Tarifvertrages sind doch Berechnungsbeispiele. Es wird der durchschnittliche Tageslohn aufgrund der letzten 3 abgerechneten Monate berechnet. Nachtschicht hattest Du ja nur 2 Monate, da hat die Dame Recht.

Dann hast Du einen Monat zum normalen Stundenlohn 1.000,-€ und zwei Monate zum Stundenlohn plus Zuschlag 1.250,-€, macht zusammen 3.500,-€ für 65 Tage, macht 53,84 pro Tag.

Ich weiss jetzt nicht, was an diesem Tarifvertrag zweideutig wäre. Es sind ja auch nur die zwei Seiten (32 und 33), die man in Ruhe lesen muss.

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