Ende Erwerbsminderungsrente / Arbeitsvertrag?

2 Antworten

Meines Wissens nach ist es so, dass Teil­zeit­kräfte im All­ge­mei­nen kei­ne Auf­sto­ckung ih­rer Ar­beits­zeit vom Ar­beit­ge­ber „ver­lan­gen“können.

Das gilt vor al­lem für Ar­beit­neh­mer, die ih­re Ar­beits­zeit nach ei­ner befristeten Rente, oder Elternzeit ver­rin­gert ha­ben.

Es gibt nur dann ei­nen Weg zurück zur Arbeitszeiterhöhung, wenn der Ar­beit­ge­ber mit­spielt.

Al­ler­dings können Teil­zeit­kräfte ver­lan­gen, bei der Ver­ga­be frei­er Voll­zeit­stel­len im Be­trieb auf ih­ren Wunsch hin be­vor­zugt berück­sich­tigt zu wer­den.

Die Arbeitnehmerin ist ja noch bis 01/2018 erkrankt. Dann fängt sie wohl mit 5 Stunden täglich wieder an zu arbeiten. Einen Rechtsanspruch auf noch mehr Stunden hat Sie nicht. Darum hatte ich ihr geschrieben, dass Integrationsfachdienst, Arzt, Arbeitgeber alle einverstanden sein müssen.

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Danke, dass Dir meine Antworten gefallen. Wir ergänzen uns gut.

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Nach der Zeit in der vollständigen Erwerbsminderungsrente ist Dein Arbeitsvertrag dahin gehend geändert worden, dass die tägliche Arbeitsleistung, die Du dem Arbeitgeber "schuldest" reduziert wurde. Wenn alle Akteure (Integrationsfachdienst, Arzt, Reha-Berater und der Arbeitgeber dafür sind kann der Arbeitsvertrag natürlich auch wieder auf mehr Stunden geändert werden.

Kann, aber muss nicht. Darauf ging die Frage hinaus.

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@Primus

Ja, genau. Vielleicht sind alle einverstanden. Vielleicht machen auch alle nicht mit. Das weiß man nicht.

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Grundsicherung bei voller Erwerbsminderungsrente - Zuständigkeit im ersten Leistungsmonat?

Seit längerer Zeit beziehe ich ALG2. Nachdem im vergangenem Jahr ein vom Jobcenter beauftragtes Gutachten zu dem Ergebnis kam, dass ich für einen längeren Zeitraum als 6 Monate weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig sei, wurde ich vom Jobcenter aufgefordert, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dem bin ich gefolgt.

Im Januar diesen Jahres erhielt ich sodann vom Rententräger einen Rentenbescheid mit folgenden Eckdaten:

  • auf meinen Antrag erhalte ich Rente wegen voller Erwerbsminderung
  • die Rente beginnt am 01.02.2015 und endet am 31.12.2018
  • sie wird für die Zeit ab 01.02.2017 laufend monatlich gezahlt
  • die Rente für den jeweiligen Monat wird am Monatsende ausgezahlt

Es wurde eine Nachzahlung vom 01.02.2015 bis 31.01.2017 errechnet, die nicht ausgezahlt sondern offenbar an das Jobcenter überwiesen wird. Soweit alles nachvollziehbar.

Im Rahmen meiner Mitwirkungspflicht habe ich das Jobcenter vom o.g. Rentenbescheid informiert. Dieses teilte mir am Telefon mit, dass meine monatliche Rente weit unter dem ALG2-Satz liegt und ich mich an das zuständige Sozialamt wenden und einen Antrag auf Grundsicherung stellen müsse. Das tat ich - die Bearbeitung dieses Antrages läuft noch. Mir wurde weiterhin mitgeteilt, dass das Jobcenter die Leistungen im Januar für die Zeit ab Februar 2017 einstellen wird und somit das Sozialamt für mich zuständig sei, da ab 01.02.2017 Erwerbsminderungsrente gezahlt wird.

Auf Nachfrage beim Sozialamt teilte mir das Sozialamt mit, dass die erste Leistungen zur Grundsicherung erst ab 01.03.2017 erfolgen würde und das Jobcenter noch für den Monat Februar für mich zuständig sei.

Also habe ich mich wieder an das Jobcenter gewendet. Die meinen, dass für den Monat Februar bereits das Sozialamt für mich zuständig sei, da ja die Rente ab 01.Februar gezahlt werde. Ich könne daher lediglich ein Darlehen in Höhe der Leistung für Februar beim Jobcenter beantragen, welches ich jedoch an das Jobcenter zurück zahlen müsse.

Nun ist für mich nichts mehr klar.

Die Rente beginnt am 01.02.2017 und wird zum Monatsende gezahlt. Das scheint der Streitpunkt zwischen den Ämtern. Das Jobcenter meint, dass somit das Sozialamt auch ab 01.02.2017 für mich zuständig ist. Das Sozialamt meint, da die Rente erst Ende Februar zur Auszahlung kommt, sei bis dahin noch das Jobcenter zuständig.

Fazit: Für den Monat Februar will weder der eine noch der andere zahlen.

Und wenn ich mich zur Überbrückung auf ein Darlehen des Jobcenters einlasse, muss ich dieses dann von meinen Grundsicherungsleistungen der Folgemonate ans Jobcenter zurückzahlen - am Ende wäre dann also wiederum keine Leistung für Februar erfolgt.

Meine Frage ist daher: Wer ist unter den geschilderten Umständen leistungsmäßig für mich im Monat Februar zuständig und müsste für den Lebensunterhalt und die Miete für Monat Februar aufkommen: - das Jobcenter als Leistungsträger ALG2 bis zur

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