Einzelunternehmer (Kleingewerbender) Gutschrift reicht?

2 Antworten

Was hat Dir denn der Steuerberater zu dieser Frage gesagt?

Wenn Du schon einen beauftragst, sollte er der erste sein, den Du fragst.

Davon abgesehen, wie @correct schon korrekt schreibt, keiner interessiert sich für Deine Rechnungen, ausser Deine Kunden, die sie ggf. en, um Vorsteuer abzuziehen.

Meinst Du mit "Kleingewerbetreibender," dass Du ein Gewerbe hast und Kleinunternehmer bist (weniger als 17.500,- Gesamtumsatz/Einnahmen pro Jahr, oder ein Gewerbe als Nebenerwerb.

Ich meine aus Deinem Sachverhalt lesen zu können, dass es sich um irgendeine Onlinesache handelt, also Vergütung für Internetlinks/Affiliatemarketing.

Dann solltest Du mit Deinem Berater sowieso ein Gespräch führen, denn in diesen Fällen ist "Kleinunternehmer" fast immer die falsche Entscheidung. Das Geld kommt fast immer aus dem Ausland und sowieso von Unternehmen. Also entweder ist gibt die Umsatzsteuer oben drauf, wenn man eine USt-ID meldet, oder es fällt gar keine an.

Aber man hat den Vorsteuerabzug. Da fast nur Kosten mit Vorsteuer anfallen (Internet, Computer usw.), ist Regelbesteuerung besser.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Wenn Du einen Haarschnitt haben willst - gehst Du dann zum Dachdecker?

Wenn man einen Rat in Steuersachen braucht, geht man zu Steuerberater.

Die Leute beim Finanzamt wissen sehr wohl, wie es geht. Sie haben aber weder die Berechtigung noch Lust, Dir Auskunft zu geben.

Wenn Du als Selbständiger nicht mal weisst, wie man "anständige" Aufzeichnungen macht, wird es Zeit, meinen Rat anzunehmen.

Übrigens - "das Finanzamt" will weder Deine Rechnungen noch sonstige Belege sehen. Es will lediglich eine Gewinnermittlung, die glaubhaft erscheint.

Du brauchst diese Dinge - wenn doch mal eine Prüfung ansteht.

Die Leute beim Finanzamt wissen sehr wohl, wie es geht.

Was zu beweisen wäre. Meiner Erfahrung nach haben die im Finanzamt keine Ahnung. Was auch nachvollziehbar ist.

Die Krankenkassenmitarbeiter haben ja auch keine Ahnung, wie man eine Herzkammeroperation durchführt.

Mein Rat an den Fragesteller geht einen Schritt weiter:

Wir ersaufen gerade in Steuerfällen, weil die Finanzverwaltung entdeckt hat, dass man auch was mit Computern machen kann. Kein Steuerberater, der länger am Markt ist, hat Bock auf solche Fälle wie diesen hier,

Der Fragestelle sollte deshalb bis April warten und sich dann einen der neu zugelassenen Berater suchen. Die nämlich

  • brauchen Mandate
  • haben die meiste Ahnung
  • sind nicht so teuer wie ich
  • haben sogar Zeit, sich zu kümmern.
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@EnnoWarMal

Du bist ja bekannt für einiges - aber Deine Arroganz musst Du nicht immer auch noch hervorheben.

Dass die Leute von Finanzamt was können muss nicht bewiesen werden.

Dein Vergleich hinkt nicht nur, er hat keine Beine.

Mit die besten Steuerberater sind übrigens ehemalige Finanzler - weil die im Gegensatz zu Dir beide Seiten kennen und selten eingebildet sind.

Da Du in Berlin tätig bist (das mit Abstand unfähigste Bundesland i.S. Steuern) muss man Dir vielleicht mitteilen, dass das mit den Computern in modernen Bundesländern schon seit Jahrzehnten geht (siehe Aufbauprogramme für veraltete und neue Bundesländer).

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@correct

komisch .....

ich habe genau die Erfahrungen von Enno gemacht ......

vor kurzem:

Umsatzsteuerbescheide für 2012-2014 für einen Mandanten bekommen, da 13b UStG von einem seiner Kunden rückwirkend abgelehnt wurde, dieser hat angeblich den Vorsteuerabzug beantragt.

Einspruch eingelegt.

nächster Tag:

sorry, die Finanzbeamtin hat einen Fehler gemacht, SIE (im Bescheid stand ganz was anderes ...) hat den Kunden als Bauträger angesehen, Bescheide werden rückgängig gemacht.

und das mit die besten Steuerberater ehemalige Finanzerer sind, wage ich zu beweifeln. oder hast du hierfür seriöse Quellen? und ich habe gerade mit einem ehemaligen Finanzler als Steuerberater zu tun. Konsequenz für den Mandanten: eigentlich sind alle Bilanzen falsch, er hat vermutlich erheblich zuviel Einkommensteuer und Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlt, da Kundenzahlungen doppelt verbucht wurden (wir haben dem Mandanten eine offene Rechnung genannt, diese wurde vor mehr als einem Jahr bezahlt, lt. Fibu ist sie aber noch offen ....)

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@wurzlsepp6682

Du kennst also einen ehemaligen Finanzbeamten, der jetzt Steuerberater ist.

Und daraus glaubst Du, Zweifel züchten zu können.

Ich hatte mit tausenden von Steuerberatern zu tun, wovon hunderte beim Finanzamt begonnen haben.

Ich kenne den Unterschied.

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Ehegatten GbR - wie ist die sinnvolle Aufteilung wenn der Ehemann ein (recht) hohes Brutto-Jahres-Gehalt hat und die Ehefrau ohne sonstiges Einkommen ist?

Seit etwa zwei Wochen schlage ich mich mit Fragen wie: - (Klein) Gewerbe - GbR ---> mit o. ohne Umsatzsteuer - anfallenden Steuern - Pflichten und Rechten - Steuerberatersuche- und Kosten usw. rum. Inzwischen bin ich, dank Mr. Google, Finanzfrage.net, diversen anderen Seiten und einem netten aber kurzem Steuerberatergespräch (etwas!) schlauer.

Zum Hintergrund und die Frage, ob ich das alles richtig verstanden habe...

Ich habe in diesem Monat ein (Klein) Gewerbe für einen Direktvertrieb bestimmter Produkte, angemeldet. Nun hat sich mein Ehemann zu einer GbR mit mir als Gesellschafter einverstanden erklärt.

  • erste, fast wichtigste Frage: Der Gewinn aus der GbR, bezieht der sich aus den Einnahmen (bezahlten Rechnungen meiner Kunden + meiner Provision) oder sind die Einnahmen inkl oder exkl. meiner Provision aus diesem Direktvertrieb gemeint? Fazitfrage: Was wird in der Einkommenssteuer (=Lohnsteuer?) des Manes unter der Anlage N (?) eingetragen? Bzw. wird der Betrag vor oder nach EÜR eingetragen? Grund: Mein Mann hat, verständlicherweise, Angst wegen zu hoher Nachzahlungen.

---> daraus ergibt sich die Frage nach der Aufteilung (anteiligem %-Satz) für beide Gesellschafter

  • Die GbR soll ohne Umsatzsteuer, also als Kleinunternehmerregelung bestehen, da der Gewinn (ergibt sich ja dann aus obiger Frage) (wahrscheinlich) nicht die 17.500€ jährlich übersteigen wird.

  • ist bei der Kleinunternehmerregelung eine EÜR überhaupt notwendig oder reicht tatsächlich eine formlose Einnahmen-Ausgaben Aufstellung? (Extra Blatt? Excel-Tabelle?)

  • soweit ich verstanden habe, bräuchte ich keine extra Buchhaltung für das Finanzamt. Allerdings ergibt die sich ja auch aus der EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (?) Außerdem möchte "Frau" ja auch Überblick über ihre Finanzen haben ;-)

  • wie funktioniert das mit der Gewerbesteuererklärung wenn ich jährlich unter 24.000 € bleibe? Ich habe gelesen, dass trotzdem eine abgegeben werden muss. Und fällt dann tatsächlich keine Gewerbesteuer an, wenn ich unter dieser Grenze bleibe? Bzw. wo wird die Gewerbesteuer angegeben (extra Ausfüllbogen oder in der Einkommenssteuererklärung)?

  • was ist, mit diesem Hintergrund (oder fehlt noch etwas?) beim Steuerberater zwingend notwendig?

  • Zusätzliche Gewinnermittlung (1x jährlich)?
  • Jahresbelegserfassung?
  • Einkommenssteuererklärung (Lohnsteuererklärung für meinen Mann und mich, zusammen veranlagt)
  • Gewerbesteuer?
  • EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (kann ich die nicht aus selbst machen?)? und was bedeutet: "Bescheid für die spätere Bescheidprüfung und Archivierung?

Habe auch schon ein recht günstiges Steuerberatungs-Honorar, allerdings nur auf Post-Mail- und Telefon Weg, von einem Online-Steuerberater erhalten. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das ausreicht oder ein (wahrschenlich teurerer) ortsnaher Steuerberater nicht doch besser wäre.

Viele Fragen.... und schonmal vielen, vielen Dank für´s Antworten. LG

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Online Verdienst durch Webseiten-Tests - bin ich als Schüler steuerpflichtig?

Hallo liebe Community,

ich bin neu hier und habe eine wichtige Frage. Ich bin volljähriger Schüler eines Gymnasiums. Um mein Taschengeld etwas aufzubessern, habe ich mich vor einiger Zeit bei der Website UINSPECT angemeldet. Dort führe ich als Tester in unregelmäßigen Abständen sog. Usability-Tests von Websiten durch. D. h. ein Unternehmen, z. B. die Deutsche Bahn beauftragt UINSPECT mit der Testung der Benutzerfreundlichkeit ihrer Website. Dabei gibt die DB vor, dass ihre Seite von z.B. 200 Leuten getestet werden soll. UINSPECT schickt dann eine email an alle angemeldeten Tester (so wie mich) und diejenigen 200 Leute, die als erstes auf den Link in der MAil klicken und sich den Test reservieren, können diesen durchführen. Dabei kommentiert man, was einem an der Website ganz generell gefällt oder stört, bekommt aber auch gewisse Aufgaben gestellt, z.B. soll man eine bestimmte Zugverbindung auf der Bahn-Website probehalber raussuchen und den Such-und Buchungsvorgang im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit kommentieren. Diese Tests dauern meist ca. 15 Minuten und werden mit 10€ vergütet, welche im Folgemonat auf das eigene Paypal-Konto überwiesen werden.Eine Steuernummer musste bei der Anmeldung nicht angegeben werden. Für mich ist das leicht verdientes Geld und ich habe mir deshalb schon 50€ dadurch verdient. Allerdings kommen diese Tests eben nicht regelmäßig. So kommt es, dass man manchmal jede Woche zu einem Test "eingeladen" wird, dann aber auch mal einen Monat gar nicht. Theoretisch kann man 8 Tests im Monat machen und somit maximal 80 € pro Monat verdienen.

Nun habe ich mit die Frage gestellt, ob ich diese Aufbesserung meines Tascgengeldes, vor allem da ich kürzlich volljährig geworden bin, irgendwie beim Finanzamt melden oder gar versteuern muss. UINSPECT betont auf ihrer Website, dass man bei ihnen nicht fest angestellt ist.

Muss ich also mein geringes Einkommen melden oder versteuern? Und wie wäre es, wenn ich mich auch zusätzlich  bei Konkurrenz-Websiten anmelde, die ähnliche Dienste anbieten und somit insgesamt mehr als 80€ pro Monat verdienen würde? Gibt es da vielleicht irgendwo eine Grenze?

Ich bedanke mich schonmal für euren Rat.

MfG

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Wie bei Freelance-Arbeit auf Upwork Einnahmen festhalten und Umsatzsteuer dokumentieren?

Hallo!

Ich arbeite seit 2015 als Freelancer (Bereich Übersetzer) über die Online-Plattform Upwork. Ich habe es aus Unwissenheit versäumt, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen. (Das habe ich vor ein paar Tagen nachgeholt.) Ich habe jedoch bei meiner Steuererklärung für 2015 meinen erzielten Gewinn von ca. 8500€ in Anlage S aufgeführt und eine formlose Einnahmen-Überschuss-Rechnung eingereicht.

Die Sache ist nun so: Bei Upwork stellen Kunden Arbeitsangebote ein, auf die ich mich als Freelancer bewerben kann. Werde ich für einen Job angenommen und erledige ich die Arbeit, stellt Upwork dem Kunden eine Rechnung (auf welche ich allerdings keinen Zugriff habe) und zieht den entsprechenden Betrag ein. Dann zieht Upwork von diesem Betrag eine gewisse Servicegebühr ab, stellt mir eine Abrechnung über die einbehaltene Servicegebühr aus und überweist mir das Geld. Das heißt, ich selbst habe bislang keine Rechnungen ausgestellt. Zudem arbeite ich auch für mehrere Kunden gleichzeitig. Das heißt, wenn ich in einer Woche je ein paar Stunden für Kunde X, Y und Z arbeite, zieht Upwork das Geld von diesen Kunden ein und zahlt es mir dann gebündelt als einen Betrag einmal pro Woche auf mein Konto aus. Bislang habe ich es so gehalten, dass ich aufgrund der fehlenden Rechnungen einfach jedes Mal, wenn ich eine Zahlung auf meinem Konto erhalten habe, ich diesen Betrag in eine Excel-Tabelle eingetragen habe. Am Ende des Jahres habe ich alles zusammengerechnet, meine Ausgaben abgezogen und den Gewinn in Anlage S deklariert. Ist das ausreichend?

Das andere Problem: 2016 habe ich über Upwork etwas über 30000€ eingenommen. Damit bin ich, wie ich jetzt gelesen habe, kein Kleinunternehmer mehr und muss seit dem 1.1.2017 Umsatzsteuer abführen. Zum einen habe ich bislang keine Umsatzsteuervoranmeldung eingereicht und zum anderen habe auch keine Ahnung wie ich die Umsatzsteuer berechnen/dokumentieren sollte. Die meisten meiner Kunden auf Upwork sind aus den USA und Hongkong, also außerhalb der EU und damit nicht steuerbar(?). Einer allerdings ist aus Deutschland. Upwork zeigt mir auf der Website einen Transaktionsverlauf für jeden Kunden an, auf dem man (in US$) sieht, welche Gelder vom Kunden an Upwork überwiesen wurde, was Upwork einbehalten hat und was ich bekommen habe. Sollte ich das als Grundlage nehmen? Aber wie halte ich das dann buchhaltungstechnisch fest?

Die wichtigste Frage: Habe ich durch meine Unwissenheit eine Straftat begangen oder drohen mir nun finanzielle Strafen? Ich habe meinen Gewinn ja dem Finanzamt gemeldet, nur habe ich Angst, dass ich Sachen nicht auf die richtige Art dokumentiert habe.

2017 soll zudem mein letztes Jahr für selbstständige Arbeit in Deutschland sein, da ich plane nach Kanada auszuwandern. Ich habe 2016 meinen Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung eingereicht, der noch dieses Jahr bewilligt werden soll. Melde ich mich und mein Unternehmen dann einfach ab und zahle 2018 die Steuern für 2017 und das war's dann?

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