Einzelunternehmer (Kleingewerbender) Gutschrift reicht?

2 Antworten

Was hat Dir denn der Steuerberater zu dieser Frage gesagt?

Wenn Du schon einen beauftragst, sollte er der erste sein, den Du fragst.

Davon abgesehen, wie @correct schon korrekt schreibt, keiner interessiert sich für Deine Rechnungen, ausser Deine Kunden, die sie ggf. en, um Vorsteuer abzuziehen.

Meinst Du mit "Kleingewerbetreibender," dass Du ein Gewerbe hast und Kleinunternehmer bist (weniger als 17.500,- Gesamtumsatz/Einnahmen pro Jahr, oder ein Gewerbe als Nebenerwerb.

Ich meine aus Deinem Sachverhalt lesen zu können, dass es sich um irgendeine Onlinesache handelt, also Vergütung für Internetlinks/Affiliatemarketing.

Dann solltest Du mit Deinem Berater sowieso ein Gespräch führen, denn in diesen Fällen ist "Kleinunternehmer" fast immer die falsche Entscheidung. Das Geld kommt fast immer aus dem Ausland und sowieso von Unternehmen. Also entweder ist gibt die Umsatzsteuer oben drauf, wenn man eine USt-ID meldet, oder es fällt gar keine an.

Aber man hat den Vorsteuerabzug. Da fast nur Kosten mit Vorsteuer anfallen (Internet, Computer usw.), ist Regelbesteuerung besser.

Wenn Du einen Haarschnitt haben willst - gehst Du dann zum Dachdecker?

Wenn man einen Rat in Steuersachen braucht, geht man zu Steuerberater.

Die Leute beim Finanzamt wissen sehr wohl, wie es geht. Sie haben aber weder die Berechtigung noch Lust, Dir Auskunft zu geben.

Wenn Du als Selbständiger nicht mal weisst, wie man "anständige" Aufzeichnungen macht, wird es Zeit, meinen Rat anzunehmen.

Übrigens - "das Finanzamt" will weder Deine Rechnungen noch sonstige Belege sehen. Es will lediglich eine Gewinnermittlung, die glaubhaft erscheint.

Du brauchst diese Dinge - wenn doch mal eine Prüfung ansteht.

Die Leute beim Finanzamt wissen sehr wohl, wie es geht.

Was zu beweisen wäre. Meiner Erfahrung nach haben die im Finanzamt keine Ahnung. Was auch nachvollziehbar ist.

Die Krankenkassenmitarbeiter haben ja auch keine Ahnung, wie man eine Herzkammeroperation durchführt.

Mein Rat an den Fragesteller geht einen Schritt weiter:

Wir ersaufen gerade in Steuerfällen, weil die Finanzverwaltung entdeckt hat, dass man auch was mit Computern machen kann. Kein Steuerberater, der länger am Markt ist, hat Bock auf solche Fälle wie diesen hier,

Der Fragestelle sollte deshalb bis April warten und sich dann einen der neu zugelassenen Berater suchen. Die nämlich

  • brauchen Mandate
  • haben die meiste Ahnung
  • sind nicht so teuer wie ich
  • haben sogar Zeit, sich zu kümmern.
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@EnnoWarMal

Du bist ja bekannt für einiges - aber Deine Arroganz musst Du nicht immer auch noch hervorheben.

Dass die Leute von Finanzamt was können muss nicht bewiesen werden.

Dein Vergleich hinkt nicht nur, er hat keine Beine.

Mit die besten Steuerberater sind übrigens ehemalige Finanzler - weil die im Gegensatz zu Dir beide Seiten kennen und selten eingebildet sind.

Da Du in Berlin tätig bist (das mit Abstand unfähigste Bundesland i.S. Steuern) muss man Dir vielleicht mitteilen, dass das mit den Computern in modernen Bundesländern schon seit Jahrzehnten geht (siehe Aufbauprogramme für veraltete und neue Bundesländer).

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@correct

komisch .....

ich habe genau die Erfahrungen von Enno gemacht ......

vor kurzem:

Umsatzsteuerbescheide für 2012-2014 für einen Mandanten bekommen, da 13b UStG von einem seiner Kunden rückwirkend abgelehnt wurde, dieser hat angeblich den Vorsteuerabzug beantragt.

Einspruch eingelegt.

nächster Tag:

sorry, die Finanzbeamtin hat einen Fehler gemacht, SIE (im Bescheid stand ganz was anderes ...) hat den Kunden als Bauträger angesehen, Bescheide werden rückgängig gemacht.

und das mit die besten Steuerberater ehemalige Finanzerer sind, wage ich zu beweifeln. oder hast du hierfür seriöse Quellen? und ich habe gerade mit einem ehemaligen Finanzler als Steuerberater zu tun. Konsequenz für den Mandanten: eigentlich sind alle Bilanzen falsch, er hat vermutlich erheblich zuviel Einkommensteuer und Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlt, da Kundenzahlungen doppelt verbucht wurden (wir haben dem Mandanten eine offene Rechnung genannt, diese wurde vor mehr als einem Jahr bezahlt, lt. Fibu ist sie aber noch offen ....)

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@wurzlsepp6682

Du kennst also einen ehemaligen Finanzbeamten, der jetzt Steuerberater ist.

Und daraus glaubst Du, Zweifel züchten zu können.

Ich hatte mit tausenden von Steuerberatern zu tun, wovon hunderte beim Finanzamt begonnen haben.

Ich kenne den Unterschied.

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Ehegatten GbR - wie ist die sinnvolle Aufteilung wenn der Ehemann ein (recht) hohes Brutto-Jahres-Gehalt hat und die Ehefrau ohne sonstiges Einkommen ist?

Seit etwa zwei Wochen schlage ich mich mit Fragen wie: - (Klein) Gewerbe - GbR ---> mit o. ohne Umsatzsteuer - anfallenden Steuern - Pflichten und Rechten - Steuerberatersuche- und Kosten usw. rum. Inzwischen bin ich, dank Mr. Google, Finanzfrage.net, diversen anderen Seiten und einem netten aber kurzem Steuerberatergespräch (etwas!) schlauer.

Zum Hintergrund und die Frage, ob ich das alles richtig verstanden habe...

Ich habe in diesem Monat ein (Klein) Gewerbe für einen Direktvertrieb bestimmter Produkte, angemeldet. Nun hat sich mein Ehemann zu einer GbR mit mir als Gesellschafter einverstanden erklärt.

  • erste, fast wichtigste Frage: Der Gewinn aus der GbR, bezieht der sich aus den Einnahmen (bezahlten Rechnungen meiner Kunden + meiner Provision) oder sind die Einnahmen inkl oder exkl. meiner Provision aus diesem Direktvertrieb gemeint? Fazitfrage: Was wird in der Einkommenssteuer (=Lohnsteuer?) des Manes unter der Anlage N (?) eingetragen? Bzw. wird der Betrag vor oder nach EÜR eingetragen? Grund: Mein Mann hat, verständlicherweise, Angst wegen zu hoher Nachzahlungen.

---> daraus ergibt sich die Frage nach der Aufteilung (anteiligem %-Satz) für beide Gesellschafter

  • Die GbR soll ohne Umsatzsteuer, also als Kleinunternehmerregelung bestehen, da der Gewinn (ergibt sich ja dann aus obiger Frage) (wahrscheinlich) nicht die 17.500€ jährlich übersteigen wird.

  • ist bei der Kleinunternehmerregelung eine EÜR überhaupt notwendig oder reicht tatsächlich eine formlose Einnahmen-Ausgaben Aufstellung? (Extra Blatt? Excel-Tabelle?)

  • soweit ich verstanden habe, bräuchte ich keine extra Buchhaltung für das Finanzamt. Allerdings ergibt die sich ja auch aus der EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (?) Außerdem möchte "Frau" ja auch Überblick über ihre Finanzen haben ;-)

  • wie funktioniert das mit der Gewerbesteuererklärung wenn ich jährlich unter 24.000 € bleibe? Ich habe gelesen, dass trotzdem eine abgegeben werden muss. Und fällt dann tatsächlich keine Gewerbesteuer an, wenn ich unter dieser Grenze bleibe? Bzw. wo wird die Gewerbesteuer angegeben (extra Ausfüllbogen oder in der Einkommenssteuererklärung)?

  • was ist, mit diesem Hintergrund (oder fehlt noch etwas?) beim Steuerberater zwingend notwendig?

  • Zusätzliche Gewinnermittlung (1x jährlich)?
  • Jahresbelegserfassung?
  • Einkommenssteuererklärung (Lohnsteuererklärung für meinen Mann und mich, zusammen veranlagt)
  • Gewerbesteuer?
  • EÜR und/oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (kann ich die nicht aus selbst machen?)? und was bedeutet: "Bescheid für die spätere Bescheidprüfung und Archivierung?

Habe auch schon ein recht günstiges Steuerberatungs-Honorar, allerdings nur auf Post-Mail- und Telefon Weg, von einem Online-Steuerberater erhalten. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das ausreicht oder ein (wahrschenlich teurerer) ortsnaher Steuerberater nicht doch besser wäre.

Viele Fragen.... und schonmal vielen, vielen Dank für´s Antworten. LG

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