Ist ein Einstieg in die Welt der Börse mit internationalen Mischfonds und internationalen Aktienfonds möglich?

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3 Antworten

Du bist 27, also hast Du noch eine ganze Menge vor. Die Frage wäre hier vor allem natürlich, welches freie Kapital hier wirklich investiert werden sollte und welche Notfall-Liquidität auf Tagesgeld noch verfügbar wäre. Abhängig von Deinen Einkommensverhältnissen wäre ein Betrag von 3-6 kEUR schon sinnvoll.

Deine Allokation sieht also vor

- Aktienfonds global

- Mischfonds flexibel global

- Aktienfonds EM/FM

- Aktienfonds Europa

Das wäre aus meiner Sicht für Dein Alter durchaus angemessen, wenn Du damit leben kannst, daß im Fall einer Krise Dein Portfolio buchmäßig auch mal Verluste ausweist und es nicht sinnvoll wäre, dann schnell mal verkaufen zu wollen. Du solltest also Geduld haben.

Ein Rentenfonds fehlt da nicht, da ja ein flexibler Mischfonds (so er denn nun seine Flexibilität nutzt) der bessere Rentenfonds ist :-) Einen Rohstofffonds brauchst Du aus meiner Sicht auch nicht, da es bei Rohstoffen in letzter Zeit auch eher aktienartig (d.h. konjunkturzyklisch) zugeht, d.h. die Antikorrelation zur Reduktion der Portfoliovolatilität auch nicht mehr so recht gegeben ist. Einen Immobilienfonds brauchst Du auch nicht, da ertragsreiche REITs  ja in den wesentlichen Aktienfonds bereits enthalten sind.

Für Aktien Europa kannst Du Dir auch mal JPM European Equity Plus und Comgest Growth Europe (bzw. das Allianz-Gegenstück "Wachstum Europa") anschauen.

Für Aktien EM/FM wären auch Magellan C, Magna Frontier Markets, Templeton Frontier Markets und ggf. Smallcap-Fonds aus den EM/FM interessant. 80% aller Angestellten in Unternehmen arbeiten für Smallcaps - das gilt ziemlich gleichermaßen in Industrieländern wie in Emerging Markets. Je mehr EM/FM, desto höher ist dieser Anteil sogar, da es nur wenige große Unternehmen im Land gibt.

Für Aktien global gibt es auch einige... Meridian Global Equity oder Global Concentrated, DWS Top Dividende, Nordea Global Value, Nordea-1 Global Stable Equity, ...

Achte darauf, nicht allzu neu aufgelegte Fonds zu nehmen und prüfe, wie diese sich in den Turbulenzen verhalten haben. 2008/2009, August 2011, Juni 2015, ...

ETFs wären auch eine Option, aber diese erfordern mehr Pflege, mehr sauberes Rebalancing und eigentlich ein höheres Portfoliovolumen, um wirklich den Markt sauber schneiden zu können. Du wirst dann (meiner Meinung nach) nicht mit vier Positionen auskommen können, sondern eher mit um die 8-12 Positionen arbeiten müssen. Insbesondere müsste dann der Mischfonds konstruiert werden und das Thema "flexibel" klebt an Dir :-) Daher würde ich für ein Sorglos-Portfolio von der Nutzung von ETFs klar abraten, zumal es in allen Kategorien Deiner Allokation Fonds gibt, die dauerhaft (= auf die lange Sicht, nicht jedoch in jeder Marktsituation) die relevanten Marktindices outperformen. Beachte auch, daß ETFs aufgrund der passiven Konstruktion volatiler als aktiv verwaltete Fonds sind. Die ETFs, die das korrigieren sollen (Smart Beta) haben Branchen-Bias und sind damit für andere Effekt anfällig. Daher: laß es. Du kannst immer noch später in das Thema einsteigen, wenn Du mal dauerhaft zu viel Zeit übrig hast ;-)

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In einen Rentenfonds würde ich derzeit nicht investieren. Der bringt über die nächsten Jahre nur Verluste. 

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Frage, warum lässt du dich nicht von einem Profi beraten, wenn du keine Ahnung hast.  

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