Einsicht in Buchhaltung gemeinnütziger Vereine

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Gemeinnütziger Vereine werden geprüft. Die Prüfung ist Pflicht.

Ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, oder Rechtsanwalt bestätigt dann, dass die Vorschriften bezüglich Gemeinnützigkeit eingehalten wurde.

Wird der Prüfungsbericht nicht abgegeben, oder kann der Prüfer die Erfüllung der Vorschriften nicht bestätigen, wird die Gemeinnützigkeit entzogen und der Verein wird zur normalen juristischen Person die Körperschaftsteuer zahlt und keine steuerwirksamen Spendenbescheinigungen mehr ausstellen darf.

Den Mitgliedern wird in der Mitgliederversammlung Rechenschaft erteilt. Kassenwart/Schatzmeister und Kassen-/Rechnungsprüfer erteilen ihren Bericht.

Aussenstehende haben natürlich keinen Einblick.

Dankeschön für deine Antwort.

Was mich immer noch rumtreibt ist, ob es eine Art "staatliches Equivalent" gibt zum Sportverein (der von den Bürgern organisiert wird). Das einzige was mir einfällt sind Sportangebote im Rahmen der staatlichen Schule, da sich der Staat ansonsten aus diesem Bereich weitestgehend zurückzieht.

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@Hopkins

Was sollte der Staat machen?

Leute einstellen, die dann so etwas organisieren? Wozu?

Wenn der Staat so etwas machen würde, dann wäre es viel kostenintensiver.

Genau für diese Aufgaben sind ja Vereine da. Sie sind flexibler, organisieren sich selbst, finanzieren sich über Beiträge und Spenden, haben ihre eigenen Verbände und Spitzenverbände.

Nehmen wir mal nciht nur den Sportbereich.

Deutschland hatte 2013 ein Spendeaufkommen von 5 Mrd.

Nehmen wir an, die Steuerermäßigungen ca. 40 % im Schnitt, was vermutlich sehr hoch gegriffen ist, weil der Spitzensteuersatz 45 % ist. Dann hätte es 2,0 Mrd. Steuern gekostet.

Bist Du ehrlich der Annahme, das alles, was im gemeinnützigen Bereich durch Spenden finanziert, geleistet wird, vom Staat für 2,0 Mrd. geleistet werden könnte?

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@wfwbinder

Ich bin der Ansicht, dass Vereine diese Güter kostengünstiger als der Staat anbieten kann. Das lässt sich aber nur schwer beweisen. Genau aus dem Grund wollte ich es an einem Beispiel hochrechnen. Nur das das fast unmöglich, da der Staat diese Art von Gütern nicht anbietet und ich deswegen einen fiktiven Vergleich machen müsste. Weder habe ich einen Enblick, was es den Staat kostet, Vereine zu unterstützen... Das Problem ist, dass ich mit dieser Annahme nicht weit komme, sondern noch am rätzeln bin, wie ich das am Besten rechnerisch an einem Beispiel, beweisen kann.

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eBay Verkäufer Steuerprüfung falsche Verkaufsanhaben von eBay

Ich habe seit sage und schreibe 3 Jahren eine Steuerprüfung über meine gewerblichen eBay Verkäufe laufen und folgendes Problem: Ebay stellt dem Fi.Amt eine Liste mit den kompletten Auktionen zur Verfügung, die in den Jahren 2008 - 2009 - 2010 gelaufen sind. Diese Umsätze werden vom Prüfer als Einnahmen veranschlagt. Da schon alleine im Jahr 2008 über 35.000,- Euro mehr als Einnahmen ich versteuert hatte vom Prüfer als wirkliche Einnahmen gemeldet wurden bin ich fast verzweifelt. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, woher diese Umsätze kommen sollten. Nach vielen schlaflosen Nächten und Prüfung von meiner Seite habe ich festgestellt, dass in der Umsatzliste von eBay alle Rückgaben und Stornos als Einnahme aufgezählt waren, diese vom Fi.Amt aber nicht abgezogen wurden. Dies waren ca 15.000,- Euro, die der Prüfer dann auch akzeptierte. So, jetzt fehlten aber immer noch 20.000,-Euro. Ich habe dieses Geld nicht bekommen, weder auf mein bei eBay registriertes Bankkonto noch auf mein Paypalkonto. Nachdem das Fi.Amt meine Beteuerung nicht anerkennt und mir nicht glaubt, habe ich jeden einzelnen von eBay gemeldeten Verkauf geprüft. Dieser musste ja entweder auf meinem Bankkonto od.auf dem PayPal-Konto gelandet sein. Und da habe ich den Fehler entdeckt: eBay hat auch alle Auktionen gemeldet, die erst gar nicht bezahlt wurden bzw. direkt nach Auktionsende widerrufen wurden. Und das waren wesentlich mehr als bezahlte Artikel, die dann wieder zurückgebucht wurden. Also alle nicht abgewickelte Auktionen wurden von eBay als Auktionen mit Umsatz gemeldet und das Fi.Amt hat diese Umsätze als Einnahmen übernommen. Die widerruften Auktionen hatten einen Wert von 21.500,- Euro, also genau die Summe, die fehlte. Jetzt habe ich das Problem: Wie mache ich das dem Prüfer verständlich. Wie beweise ich, dass diese Auktionen, die ich mit Namen, Datum, Artikelnummer usw. auflisten kann, niemals stattgefunden haben, bzw. nicht bezahlt wurden. Nochmal: Es geht nur um die Auktionen, die NICHT bezahlt wurden, weder auf mein PayPal-Konto noch auf mein Bankkonto. Diese Auktionen wurden nicht abgewickelt bzw. nicht bezahlt also auch nicht verkauft. Von eBay aber als gelaufene Auktion gemeldet Die Stornos konnte ich ja nachweisen, da aufs Konto gebucht und wieder zurückgebucht. Nur Auktionen, die nicht bezahlt wurden sind natürlich auch nicht in der Buchhaltung. Leider habe ich von den eBay-Rechnungen immer nur die wichtigen ersten Seiten für die Buchhaltung ausgedruckt. NICHT die detailierten Angaben zu jeder Auktion (das wäre jeden Monat ein dicker Stapel gewesen) Ich weiß, das war ein Fehler. Wurde von meinem Steuerberater aber nie bemängelt. Das ist das große Problem, denn auch in den Jahren 2009 und 2010 sind es ähnlich große Summen, die fehlen. Vielleicht kann mir ja jemand sagen, wie ich beweisen kann, dass diese Auktionen nicht abgewickelt wurden. Ich bin dankbar für jede Hilfe.

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Muss ein Verein, der Eintrittsgelder für Veranstaltungen einnimmt, in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben?

Guten Tag, ich habe ein großes Problem: Ich bin Mitglied in einem Theaterverein (e.V.), der sich gemeinnützig nennt und sich aus öffentlichen Auftritten mit Eintrittsgeldern finanziert. Die Vorstellungen in unserem neuen städtischen Theater sind fast immer ausverkauft und die Presse berichtet teilweise mit 1/1 seitigen Berichten über unsere erfolgreichen Vorstellungen.

Die jährlichen Einnahmen (aus dem Nebenbetrieb Theater, der in der Satzung nicht erwähnt ist)) liegen unter 6.000,- € und bei Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung und unter Berücksichtigung der Freibeträge als gemeinnütziger Verein, müssten wir normalerweise keinerlei Steuern zahlen. Leider hat der Vereinsvorstand (Eingetragen ins Vereinsregister 2013) bis zum heutigen Tage weder eine Steuererklärung abgegeben, noch wurde ein Antrag auf vorläufige Erteilung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt gestellt. Unsere Satzung enthält keinen Hinweis darauf, dass wir unsere Tätigkeit mit öffentlichen Auftritten finanzieren, oder was wir mit den Einnahmen machen. Einmal jährlich wird wegen der Gemeinnützigkeit ein Betrag von 50,- € an eine Gemeinnützige Organisation gespendet und der Rest der vereinnahmten Gelder verbleibt in der Kasse, ohne das es ein Verwendungszweck hierfür angegeben wird. Von den Einnahmen werden auch keine gemeinnützigen Tätigkeiten finanziert die zum wohle der Fortbildung dienen, oder anderem.

Leider entspricht auch unsere Satzung nicht den aktuellen Gesetzen und ist von 2013. Dort steht nicht einmal drin, dass wir unseren Verein aus Auftritten finanzieren, und was mit den Überschüssen gestehen soll. Die Gewinne werden ins nächste Jahr übernommen, um daraus laufende Ausgaben zu finanzieren.

Ich versuche bereits seit 2 Jahren den Vorstand zu warnen, dass wir große Probleme bekommen können, weil wir uns nicht an geltendes Recht halten und erhalte immer nur die Antwort: "Das brauchen wir nicht, wegen dem Freibetrag." Liege ich da so falsch und wir brauchen das alles tatsächlich nicht? Meines Erachtens müssten wir spätestens alle drei Jahre eine Steuererklärung abgeben, gerade auch weil wir uns "gemeinnützig" nennen und durch den Eintrag ins Vereinsregister praktisch auf dem Radar des Finanzamtes stehen. Wir nehmen aber ansonsten Vergünstigungen von anderen Vereinen in Anspruch, die uns unseren Gemeinnützigen Hintergrund glauben. So müssen wir statt der üblichen Saalmiete von 350,- € (zzgl. MwSt.) nur 150,- € ohne MwSt. zahlen.

Ich bin ratlos und weis nicht, was ich auf unserer nächsten Versammlung dazu noch sagen soll. Keiner glaubt mir! Ausserdem wurde jetzt noch bekannt, dass der jetzige Vorstand nach der Hälfte der Amtszeit wohl zurücktreten will... Was kann dem Verein passieren... ist das bereits Steuerhinterziehung?

Wie verhalte ich mich als normales Mitglied in einer solchen Situation richtig???? Ich bin an einem Fortbestand sehr interessiert und möchte keine Fehler machen und den Verein vor Rechtsfolgen bewahren.

Für Hilfe wäre ich daher sehr dankbar!

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