Ich denke an Einmal-Anlage in Fonds oder Fonds-Sparplan (=Durchschnittskosteneffekt nutzen), was würdet Ihr mir in der aktuellen Marktlage empfehlen?

4 Antworten

Ganz einfach:

1. Warum denn alles auf einmal investieren? Du kannst doch einen guten Teil über ein paar Wochen/Monate hinweg investieren und dann Sparpläne starten. Mit einem Einmalinvestment an genau einem Tag ist die Wahrscheinlichkeit doch deutlich, gerade einen "teuren" Tag zu erwischen, höher, als wenn Du das auf mehrere Päckchen verteilst.

2. Abwarten kannst Du immer, aber wer ständig wartet, findet auch später Gründe, warum man nicht investieren sollte. Sorry, das führt zu nichts.

3. Ein Sparplan hilft, die Volatilität herauszumitteln. Das solltest Du auf jeden Fall weiterführen (auch nach , vielleicht mit einem kleineren Betrag.

Ich würde empfehlen, zunächst ein paar Einmalanlagen zu tätigen, die z.B. 40.000 EUR in vier bis acht Paketen anlegen. Dann hast Du 10.000 EUR als liquide Reserve übrig, die entweder an schlechten Phasen gezielt investiert werden oder aber für einen Sparplan, der fortgeführt wird, als Grundstock dienen.

Letztendlich kommt es aber auch auf die Fonds an. Hast Du volatilitätsarme Mischfonds, kannst Du die 50.000 EUR in  zwei bis vier Tranchen einfach so anlegen, da das Volatilitätsrisiko gering ist. Hast Du etwas volatilere Aktienfonds, so lohnt sich die Aufteilung auf mehrere Transaktionen mehr.

Ich würde nie alles auf einmal investieren und blind etwas machen was man nachher bereut. Geh auf Nummer Sicher und lass dich beraten. Am Anfang würde ich auch nicht in einen reinen Aktienfond investieren. Investiere es lieber bei etwas sichererm Anlagen wie Anleihen oder gestreute Fonds die nicht so unterschiedliche Kursschwankungen haben. Und das mit China und den USA würde ich mir auch überlegen (vor allem mit der USA).

Weil der Aktienkurs ziemlich weit oben ist kann sie nur mehr fallen.

Der Gedanke an einen möglichen Verlust und der Wunsch, den idealen Einstiegszeitpunkt zu erwischen, ist verständlich, letztendlich aber kontraproduktiv. Fast niemand erwischt den richtigen Einstiegszeitpunkt und Verluste lassen sich kurzfristig gesehen ohnehin fast nie vermeiden.

Ich glaube, Du solltest in Deinen Denkwelt und bei Deiner Anlageplanung genau unterscheiden zwischen denjenigen Mitteln die jederzeit verfügbar sein müssen und denjenigen, die Du langfristig, also auf 10 Jahre und mehr, anlegen willst.

Gelder auf die man jederzeit angewiesen ist, sollte man keinesfalls in volatile Anlagen packen, schon gar nicht als Anlageneuling. Solche Gelder parkt man auf dem Tagesgeldkonto. Das tut bei den heutigen Zinsen zwar wirklich schrecklich weh, dafür aber hat man jederzeit verlustfrei Zugriff auf das Geld.

Den langfristig anzulegenden Teil würde ich bei dem genannten Betrag auf 5 Pakete aufteilen und etwa alle 2 Monate investieren.

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