Die Einliegerwohnung soll möbliert vermietet werden, wäre für Verwaltungs- und Reinigungsarbeiten eine Anstellung unter Eheleuten (Zusammenveranlagung) denkbar?

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2 Antworten

Denkbar ist alles. Sinnvoll ist es zu Ende gedacht nicht, weil man das, was nachdem das Konstrukt das Finanzamt absegnet übrig bleibt abzüglich der Kosten und Schereien, die ihr damit habt, kleiner null ist.

Wenn der Mann ein Mehrfamilienhaus hätte und die Frau als Hausverwalterin mit Hausmeister und Reinigungskraft anstellen würde, könnte das - entweder damit die Frau sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist (Krankenversicherung) oder als 450-€-Kraft (aber Vorsicht, keine Werbungskosten!) unter dem Strich Sinn machen. Wenn das aus praktisch so umgesetzt wird, dürfte das Finanzamt das auch anerkennen.

In dem von dir geschilderten Fall spricht schon einiges gegen die Anerkennung. So könnte das Haus beiden gehören, die Miete an beide gehen und einiges mehr. Es ist nur so, dass ihr neben dem Thema Anerkennung bei einer möbliert vermieteten Einliegerwohnung auch die gewerbliche Vermietung im Raum stehen habt. Dazu müssten Abgaben auf die Zahlungen abgeführt werden, was den möglichen Nutzen deutlich mindert. So sehr, dass fast nichts oder auch einnegativer Nutzen bleibt, fürt den ihr aber auch nicht weniger Aufwand habt wie beim aufgeführen Beispiel mit dem Mehrfamilienhaus.

Insgesamt kann dir deine konkrete Frage zwar nur ein kompetenter Mensch (im Zweifel Steuerberater) beantworten, der alle Fakten kennt. Wahrscheinlich ist es aber für euch uninteressant.

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Kannst Du den Sinn dieser Idee mal erläutern? Wenn man den Ehemann anstellt hätte dieser aus der Anstellung zu versteuerndes Einkommen. Das wäre genau so hoch wie der Werbungskostenabzug bei V+V. Außer Spesen nichts gewesen. Mit einer Ausnahme: Das FA schaut ganz genau hin, ob nicht noch an anderer Steile akrobatische Kunststücke unternommen wurden.

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EnnoWarMal 10.09.2015, 14:16

Der Mann könnte einen Minijob annehmen. Dann hat er kein steuerrelevantes Einkommen.

Rechnen dürfte sich das allerdings trotzdem nicht, da der Arbeitgeber rund 30 % SV+LSt abführen muss. Da muss also der Grenzsteuersatz bei Zusammenveranlagung deutlich höher als 30% sein, damit sich das lohnt.

Man könnte aber jemanden einstellen (Minijob, sozialversicherungspflichtiger Job oder Subunternehmer), der außerhalb der Zusammenveranlagung steht, beispielsweise das (erwachsene) Kind.

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LittleArrow 10.09.2015, 15:05
@EnnoWarMal

Grenzsteuersatz bei Zusammenveranlagung deutlich höher als 30% sein, damit sich das lohnt.

Also ab einem zu versteuernden Einkommen von € 54.000 aufwärts.

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Privatier59 10.09.2015, 15:19
@EnnoWarMal

Die Fallbeschreibung klingt danach, als ob der Ehemann auch Vermieter der Einliegerwohnung wäre, zusammen mit seiner Frau. Meinst Du, dass man auch dann zu der erwähnten Konstruktion greifen könnte?

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