Einlage PKW als Firmenwagen

1 Antwort

Beide Wagen könnten als "gewillkürtes Betriebsvermögen" einglegt werden.

Ich rate jedoch davon ab.

Gründe:

  1. mindestens für einen der Wagen müsste nach der 1 % Regel die Privatenutzung erfaßt werden, oder ein Fahrtenbuch geführt werden udn danach die Kosten zwischen privat und betrieb aufgeteilt werden. oder eben mit 1% des Listenneupreises pro Monat. Relativ teuer im Verhältnis zum aktuellen Wert der Wagen.

  2. BEi einem späteren Verkauf würde der Verkauf der Umsatzsteuer von 19 % unterliegen, aber man hatte für den kauf keinen Vorsteuerabzug.

  3. Vermutlich ist es günstiger sich 30 Ct. pro betrieblich gefahrenem als Kosten aus der betrieblichen Kasse zu entnehmen.

  4. Sollte die Einlage trotzdem erfolgen, wird dass ohne Geldverkehr gemacht, sondern nur in der buchaltung vorgenommen.

  5. Wird der Betriieb als GmbH/UG geführt, wäre es aber ein Verkauf an die Gesellschaft.

  6. die Kosten wären dann natürlich alle aus der Betriebskasse, bzw. vom Betriebskonto zu zahlen.

Freiberufler - Kfz im Privatvermögen - tatsächliche Kosten je km als Betriebsausgabe ansetzen

Hallo community,

ich bin Freiberufler (Rechtsform Einzelunternehmen (EÜR)) und möchte mir einen Gebrauchtwagen (Annahme: 4 Jahre alt, 90000 km für brutto 21420 €, Mwst. (3420 €) ausweisbar) kaufen, welcher dann dem Privatvermögen zugeordnet werden soll.

Annahme: 25000 km pro Jahr, private Nutzung 55%, betriebliche Nutzung 45%

Die Betriebsausgaben für die betriebliche Nutzung sollen nicht mit der 0,30 € Kilometerpauschale, sondern anhand der tatsächlich entstandenen Kosten je Kilometer geltend gemacht werden. Hierfür würde ich ein Fahrtenbuch führen und die laufenden Betriebskosten (Treibstoff, Reparaturen, Kfz-Steuer, Versicherung etc.) + Abschreibungen festhalten.

Gesamtkosten / Jahresgesamtkilometerlaufleistung = tatsächliche Kosten je km Betriebsausgaben = tatsächliche Kosten je km x Kilometer der betrieblichen Nutzung

Fragen:

1) ist die oben beschriebene Vorgehensweise so korrekt?

2) Kann das Fahrzeug, da es bereits 4 Jahre alt ist, über 2 Jahre abgeschrieben werden, demzufolge also 10710 € pro Jahr?

3) geplant ist das Fahrzeug nach 12 -24 Monaten zu veräußern und wieder einen ähnlichen Gebrauchtwagen anzuschaffen. Kann durch dieses Vorgehen immer wieder erneut eine Abschreibung von plusminus 10000 € (je nach Anschaffungswert ) pro Jahr angesetzt werden? Da sich das Kfz im Privatvermögen befindet stellt der Verkaufserlös ja keine Betriebseinnahme dar.

4) kann bei dieser Vorgehensweise ggf. die Vorsteuer für den Fahrzeugkauf bzw. für die laufenden Betriebskosten geltend gemacht werden?

4.1) müsste dies dann anteilig analog zur betrieblichen Nutzung erfolgen?

4.2) wäre dies überhaupt sinnvoll?

Vielen Dank vorab.

Grüße amonitas

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