Einkommensteuererklärung Verlustverrechnung

2 Antworten

Man kann Verluste aus einer Kapitalanlage mit Gewinnen aus einer anderen verrechnen. Ausnahmen davon:

  • Die Verluste stammen aus einer Anlage, die vor 2009 beschafft wurde. Diese Verluste sind "verloren", d.h. genauso wie Gewinne aus einer solchen Anlage steuerlich nicht mehr relevant, da die Spekulationsfrist von 12 Monaten überschritten wurde.

  • Die Verluste stammen aus dem Verkauf von Aktien, die nach 2008 beschafft wurden. Diese Verluste können nur mit Gewinnen aus Aktien verrechnet werden, nicht jedoch mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen.

  • Wenn die Verluste aus Vorjahren stammen, für die Du bereits einen rechtskräftigen Einkommensteuerbescheid vorliegen hast, dürften diese Verluste auch verloren sein, denn dann hätte in diesen Jahren ein Bescheid über den Verlustvortrag hätte erstellt werden müssen.

  • Die Gewinne werden durch den Freistellungsauftrag abgedeckt und entstanden bei einer anderen Bank als die Verluste. Dann kannst Du die Verluste vortragen und mit späteren Gewinnen verrechnen, während die Gewinne per Freistellungsauftrag abgedeckt sind.

Fallen die Gewinne und Verluste bei der gleichen Bank an, so wird im Rahmen der Jahresendsteuerverprobung dies von der Bank bereits automatisch berücksichtigt.

Zur Geltendmachung von Verlusten im Rahmen der Einkommensteuererklärung für 2011 musst Du allerdings eine Verlustbescheinigung der Bank vorweisen, die bis 15.12.2011 hätte beantragt werden müssen. Hast Du diese nicht, so können die Verluste erst mit der Einkommensteuer 2012 verrechnet werden.

Mit anderen Worten: wenn Du also jetzt mal konkreter wärst und sagen würdest, bei welchen Banken mit welchen Wertpapieren in welchen Jahren welche Gewinne und Verluste angefallen sind, könnte man das präzise beantworten.

Wenn die Verluste nicht aus dem Verkauf von Aktien sind oder von vor 2009 kommen ist das gar kein Problem.

Hm.... wie könnten denn Verluste noch entstehen? Negative Zinsen?

Die könnte man verrechnungen, aber ich fürchte, die hat er nicht, um sie verrechnungen zu können.

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@EnnoBecker

Negative Zinsen wären ja so etwas wie gezahlte Zwischengewinne beim Kauf einer Anleihe oder eines Fonds ;-) Die gibt es also tatsächlich.

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@EnnoBecker

Hallo EnnoBecker,

es ist interessant, in welcher Produktwelt du lebst. Da gibt es ja auch noch offenen Fonds aller Art (die vor allem) und natürlich auch Anleihen, Optionsscheine, Zertifikate oder ganz einfach alles, womit ungefähr 95 % der Menschen ihr Geld anlegen.

Wie schon vor 2009 werden von vielen, die keine Verluste aus vor 2009 mehr haben, Verluste realisiert (was auch auf Zinseinkünfte anrechenbar ist).

Die Gewinne werden - am besten bis zum Sabatical, einem Verlustjahr oder die Jahre, die man früher als andere in Rente gehen will - laufen gelassen.

Wenn ich dich mal einfach unverbindlich in meine Welt (ist die der Fonds) einführen soll, gib mir bescheid. Wenn du bei Verlusten an negative Zinsen denkst, kann ich dir viel neues erzählen.

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@Rat2010

JA, ich habe 2010 einen - leider nur verrechenbaren - Verlust erlitten. Wenn du weißt, wie ich den umwandeln kann, dann raus damit.

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@EnnoBecker

Umwandeln? Mit abgeltungssteuerpflichtigen Einkünften verrechnen ist kein Problem aber umwandeln? Aktienverlust in anderen Verlust umwandeln geht nicht, aber bevor ich weiter im trüben rumfische schickst du mir das besser als PN.

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@Rat2010

Lass mal, mit den Steuern weiß ich schon umnzugehen. Das Ding ist rum.

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