Einkommensteueranzeil und, wieso so viel?

2 Antworten

Bei der Ermittlung der Lohnsteuer für Deine Frau werden aufgrund der gewählten Steuerklasse sowohl "ihr" als auch "dein Grundfreibetrag berücksichtigt, daher fällt die Lohnsteuer so niedrig aus. Das wäre dann richtig, wenn Du keine Einkünfte hättest.

Du kannst nicht die gesamten Einkommensteuervoraus- und Nachzahlungen dem Gewinn aus Deiner Tätigkeit zuordnen, das ist zu einfach gedacht.

2.300 bei 13.000 sind rund 17% Durchschnittssteuersatz - das dürfte so hinkommen.

1.150 bei 30.000 sind....

30.000 - 2x 9.000, bleiben 12.000, bissel noch was ab für SA und wir kommen zu 10.000.

Sind 11,5%, passt auch.

Zusammen 3.450 bei 25.000 sind 14%. Passt ebenfalls.

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Von Experte wfwbinder bestätigt

In deinen Gedankengängen sind steuerrechtlich einige Logikfehler.

Es fängt damit an, dass deine Frau mit Steuerklasse 3 vergleichsweise wenig Lohnsteuer zahlt. In der Steuerklasse 4 würde sie beispielsweise etwa 3.300 € an Lohnsteuer zahlen.

Die Einkommensteuer wird immer auf das gemeinsame zu versteuernde Einkommen beider Ehegatten berechnet. Also deine Einkünfte und ihre Einkünfte abzgl. Sonderausgaben etc. Dadurch, dass deine Frau mit Steuerklasse 3 dann nur wenig Lohnsteuer zum Anrechnen auf die Einkommensteuer hat, verbleibt so eine hohe Nachzahlung.

Würdet ihr bspw eine Einzelveranlagung machen, müsste deine Frau nicht wenig Einkommensteuer nachzahlen. Bei Dir wären es bei einer Einzelveranlagung vielleicht nur 300-500 €.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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