Einkommensteuer: Vorauszahlungen & Co.

4 Antworten

Wie kann es bei normaler Splitting-Versteuerung zu 1. einer solchen hohen Nachzahlung kommen

Bei diesem fragmentarisch dargebrachten Sachverhalt erwartest Du doch wohl nicht ernsthaft, dass Dir irgendjemand diese Frage beantworten kann. Es gibt Einkommensteuerrechner im Internet noch und nöcher. Da gibst Du Euer Jahreseinkommen, die Werbungskosten und die bereits einbehaltenen Steuern ein -und zwar alles präzise auf den Cent genau- und schon hast Du das Ergebnis.

Zu 1:

Bei der anzunehmenden Steuerklassenaufteilung 3/5 werden bei einem Gutverdiener in StKl 3 regelmäßig zuwenig Lohnsteuern in der Steuerklasse 5 einbehalten. Dies führt naturgemäß zu Nachzahlungen. Die genannte Höhe ist nicht ungewöhnlich.

Zu 2:

Wenn ein Einkommensteuerbescheid mit einer nicht nur marginalen Nachzahlung ergeht, werden Vorauszahlungen festgesetzt, das ist bei allen Steuerzahlern so. Warum die wie in Deinem Fall in der Regel höher angesetzt werden, als es der Nachzahlung entspricht, ist mir allerdings schleierhaft. Es ist aber mit einem formlosen Antrag durchaus möglich, auf die Vorauszahlungen Einfluss zu nehmen.

Die Bearbeitungszeit und die Höhe der Nachzahlung sind nicht ungewöhnlich. Die Höhe der Vorauszahlungen, die der Steuerpflichtige leisten muss, ergibt sich in aller Regel aus dem letzten Veranlagungsergebnis oder wird im Fall der Neugründung eines Unternehmens anhand der erwarteten Einnahmen geschätzt. Der Steuerpflichtige erhält einen Vorauszahlungsbescheid vom Finanzamt, wobei dieser unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht. Das bedeutet, die festgesetzte Höhe der Vorauszahlungen kann durch einen entsprechenden Antrag jederzeit verändert werden, wenn sich das Einkommen des Steuerpflichten ändert und sich daraus eine höhere oder eine niedrigere Steuerschuld ergibt. Im Zuge der jährlichen Steuererklärung wird dann die Differenz zwischen den geleisteten Vorauszahlungen und der tatsächlichen Steuerschuld ermittelt. Hat der Steuerpflichtige mehr einbezahlt, erhält er den Differenzbetrag zurück, ist die Jahressteuer höher als die Vorauszahlungen, muss er die Differenz innerhalb von einem Monat nach Erhalt des Steuerbescheides ausgleichen. Vorauszahlungen der Einkommenssteuer sind immer jeweils zum 10. März, Juni, September und Dezember fällig. Sie werden allerdings nur dann festgesetzt, wenn sie pro Zahlung höher als 100 Euro und im gesamten Jahr höher als 400 Euro liegen. Wie hoch die Vorauszahlungen angesetzt werden, ergibt sich aus der Jahressteuer, die unter Berücksichtigung der Steuerabzugsbeträge aus der letzten Veranlagung resultiert. Einige Aufwendungen und Abzüge werden bei der Berechnung allerdings nicht berücksichtigt. Hierzu gehören beispielsweise bestimmte Sonderausgaben wie Unterhaltszahlungen, Ausbildungskosten oder Altersvorsorgebeträge sowie Negativeinkünfte aus Vermietungen oder Verpachtungen. Ändern sich die Einkommensverhältnisse, kann jederzeit eine Anpassung der Vorauszahlungshöhe beantragt werden. http://www.steuertipps-sonderausgaben.de/index.php/Steuer-Blog/Grundwissen-zu-Steuervorauszahlungen.html

Eine Lagerzeit (nicht Bearbeitungszeit) von mehr als neun Monaten ist durchaus ungewöhnlich. Wir reden hier von einem reinen Arbeitnehmerfall, der (zumindest in Bayern) für gewöhnlich spätestens nach +/- vier Wochen bearbeitet ist. D.h. dass der Bescheid etwa zwei Wochen später ergeht. Es gibt auch Bundesländer, die dank Mangelwirtschaft technisch weit hinterherhinken und deren Personaldecke evtl. sogar noch schlechter ist als die z.B. Bayerns. So kann es schon zu solchen Wartezeiten kommen, jedoch wohl eher bei schwierigeren Fällen.

Im vorliegenden Fall glaube ich einfach an die übliche maßlose Übertreibung.

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