Einkommensteuer: Vorauszahlungen & Co.

4 Antworten

Wie kann es bei normaler Splitting-Versteuerung zu 1. einer solchen hohen Nachzahlung kommen

Bei diesem fragmentarisch dargebrachten Sachverhalt erwartest Du doch wohl nicht ernsthaft, dass Dir irgendjemand diese Frage beantworten kann. Es gibt Einkommensteuerrechner im Internet noch und nöcher. Da gibst Du Euer Jahreseinkommen, die Werbungskosten und die bereits einbehaltenen Steuern ein -und zwar alles präzise auf den Cent genau- und schon hast Du das Ergebnis.

Zu 1:

Bei der anzunehmenden Steuerklassenaufteilung 3/5 werden bei einem Gutverdiener in StKl 3 regelmäßig zuwenig Lohnsteuern in der Steuerklasse 5 einbehalten. Dies führt naturgemäß zu Nachzahlungen. Die genannte Höhe ist nicht ungewöhnlich.

Zu 2:

Wenn ein Einkommensteuerbescheid mit einer nicht nur marginalen Nachzahlung ergeht, werden Vorauszahlungen festgesetzt, das ist bei allen Steuerzahlern so. Warum die wie in Deinem Fall in der Regel höher angesetzt werden, als es der Nachzahlung entspricht, ist mir allerdings schleierhaft. Es ist aber mit einem formlosen Antrag durchaus möglich, auf die Vorauszahlungen Einfluss zu nehmen.

Wie hoch waren jeweils die Werbungskosten in Anlage N?

Gibt es noch andere steuerpflichtige Einkünfte (außer denen in Anlagen N), z. B. Kapitaleinkünfte, die nicht mit Abgeltungsteuer belegt werden?

Welche Steuerklasse hat wer?

Was haben die Werbungskosten mit den Vorauszahlungen zu tun?

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@vulkanismus

Dreimal darfst Du raten, aber sag mir erst, warum es zu Vorauszahlungen kam;-)

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Nein, keine weiteren Einkünfte. Die einzige Ausnahme ist PKV für Mann und Kind, sowie GKV für Frau.

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Lohnt sich bei mir ein Mini-Job mehr als mein Teilzeit-Job mit 20 Stunden?

Hallo zusammen,

mein Mann arbeitet Vollzeit (Lohnsteuerklasse 3) und ich Teilzeit mit 20 Stunden (Lohnsteuerklasse 5) Er verdient Brutto das 3-4 fache von meinem Bruttogehalt. Dazu habe ich natürlich bei Lohnsteuerklasse 5 monatlich einige Abzüge und wir müssen nun trotzdem für 2014 eine hohe Summe nachzahlen, sowie gleichermaßen eine hohe Summe vorauszahlen für 2015, sowie in 2015 quartalsmäßig Vorauszahlungen für 2015 leisten.

Zum einen habe ich mir überlegt, die Lohnsteuerklassen auf 4/4 oder 4/4 mit Faktor zu wechseln. Somit hätten wir zwar die monatliche Einbußen, aber dafür nicht alles auf einen Schlag per Nachzahlung / Vorauszahlung!

Dann wiederum überlege ich mir, ob es sich für mich überhaut noch lohnt auf Steuerkarte zu arbeiten, oder doch lieber einen Mini-Job anzunehmen. Denn mein geringer Netto-Lohn, abzüglich Fahrtkosten, abzgl. unserer Nachzahlung auf den Monat verteilt, kommt das Ganze unterm Strich so etwa einem Minijob-Gehalt gleich, nur das ich somit weniger Stunden arbeiten müsste und mehr Zeit für unser Kind hätte.

Ich sehe das in etwa so, dass ich 10 Stunden pro Woche für den Staat arbeiten gehe.

Mir ist schon klar, dass ich somit auch in die RV, AV, KV und sonstige Dinge einbezahle. Allerdings bin ich doch eigentlich durch unsere Heirat auch familienversichert, eine zusätzliche Rentenversicherung habe ich sowieso. Jetzt meine Fragen:

Wenn wir nun doch zum Dezember unsere Steuerklassen wechseln würden, käme uns dies zu Gute?

Und sollten wir uns nun doch beispielsweise im 1. Quartal 2016 für die Lösung Mini-Job entscheiden, bleiben dann auch weiterhin die Vorauszahlungsansprüche des Finanzamtes bestehen?

Würden wir nochmals zur Steuer veranlagt werden, wenn mein Mann Lohnsteuer 3 behält und ich Mini-Jobe und meine Abgaben an die Knappschaft leiste?

Ich glaube ich habe das Ganze etwas verkompliziert, hoffe aber dennoch das mir jemand zeitnah helfen kann.

Zaubermaus29Trier

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Vorauszahlungsbescheid - Anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge viel zu niedrig

Guten Tag,

ich bekam gestern den Steuerbescheid und das Ergebnis entsprach auch dann dem, was mein Steuerprogramm ausgespuckt hatte: Nachzahlung von 40 Euro. Zusätzlich jedoch war auch noch ein Vorauszahlungsbescheid dabei - mit nicht gerade geringen Vorauszahlungen. Ich bin das jetzt mal durchgegangen und ich kann da einfach einen Punkt nicht nachvollziehen. Und bevor ich da jetzt Einspruch einlege, frage ich hier erst mal nach. Ich versuche, mal zusammenzufassen (Zahlen leicht gerundet/abgeändert):

Grundlage/Info zu meiner Steuererklärung 2013:

  • bis Juni 2013 war ich selbstständig. Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb betrugen ca. 6.000 Euro

  • seit Juni 2013 bin ich nun angestellt, verdiene knapp 2.300 brutto (insgesamt = 16.000 für 2013), wovon ca. 280 Euro mtl. als Lohnsteuer abgeführt werden

  • Die Einkünfte aus dem Gewerbe in der 2. Jahreshälfte betrugen - zeitlich bedingt - nur ca. 500 Euro, so dass ich insgesamt für das Jahr auf 6.500 komme und auch jetzt ist es deutlich nicht mehr in dem Maße wie vor dem Angestelltsein.

Die Summe der Einkünfte abzgl. der Ausgaben ergab dann eine Einkommensteuer von 2.000 Euro. Aber da ich ja 7x die 280 vom Lohn schon abgegeben habe, musste ich jetzt nur noch den Differenzbetrag (40 Euro) ans FA überweisen.

Vorauszahlungsbescheid

So weit kann ich alles nachvollziehen. Aber den mitgeschickten Vorauszahlungsbescheid verstehe ich überhaupt nicht:

Ergebnis: Dieses Jahr soll ich noch 2x über 700 Euro vorauszahlen und nächstes Jahr dann vierteljährlich knapp 400 Euro.

Folgende Rechnung ist da zu sehen:

  • Die haben wieder 6.800 (aus Gewerbebetrieb) und 16.000 (aus nichtselbständiger Arbeit) genommen, haben die Kosten kalkuliert, und sind dann am Ende wieder auf diese knapp 2.000 Einkommensteuer gekommen. Aber unter "anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge" steht dort nun ein Betrag von ca. 700 Euro, der von den 2.000 Euro abgezogen wird.

Jetzt habe ich aber bis Juni schon knapp 1.400 Euro an Lohnsteuer gezahlt und werde in 2014 wohl insgesamt auf über 3.000 Euro Lohnsteuer kommen. Und trotzdem soll ich jetzt Vorauszahlungen leisten? Kann das richtig sein? Macht für mich zumindest jetzt keinen Sinn.

Frage: Macht es Sinn, wenn ich das FA über die Entwicklung in 2014 informiere, also dass die selbstständigen Einkünfte auf ein Minimum runtergefahren wurden und letztendlich die ganze Steuer über die Lohnsteuer schon eingezogen wird? Ist ja letztlich ein Sonderfall gewesen, da sich ja in der Mitte des Jahres alles geändert hat. Die gehen ja von ganz anderen Werten aus. Oder ist so was hoffnungslos? Ich meine, ich würde das Geld doch dann nächstes Jahr eh wieder zurückbekommen.

Vielen Dank schon mal für eure/Ihre Hilfe

Andreas

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