Einkommensteuer-Vorauszahlung im Todesfall

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3 Antworten

Nein, muss man nicht fürs ganze Jahr bezahlen, da ja gewöhnlich keine Einkünfte ab dem Todestag mehr fließen. Und da der Todestag bereits im Januar war, werden die Einkünfte wahrscheinlich unter dem Grundfreibetrag von 8.130,-€ liegen und somit fällt keine Einkommensteuerzahlung an. Also beim Finanzamt Antrag auf Herabsetzung und zwar auf Null stellen und den Sachverhalt kurz erläutern. Der Antrag sollte aber noch im Februar gestellt werden, denn die erste VZ für 2013 ist am 10.03.2013 zur Zahlung fällig.

Da die Vorauszahlungsvoraussetzungen für das laufende Jahr schon entstanden sind, müssen sie auch weiterhin bezahlt werden.

Das entbehrt m. E. nicht einer gewissen Logik, da das Finanzamt ja nicht wissen kann, ob der zu versteuernde Gewinn nicht schon am 1.1. eingetreten ist.

Aber dazu wird unser Spezialist EnnoBecker sicherlich noch weiteres ausführen.

EnnoBecker 05.02.2013, 07:28

Naja, eigentlich sind die Regeln genauso wie immer: Wenn abzusehen ist, dass in dem Jahr kein so hoher Gewinn zu versteuern ist, kann man einen Antrag auf Herabsetzung stellen.

Und wenn jemand verstirbt, ist er ja ab diesem Moment mangels Wohnort/gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland nur noch beschränkt steuerpflichtig.

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Das kommt darauf an, womit der Verstorbene sein Geld verdient hat.

Waren es Einkünfte aus unselbständiger Arbeit oder freiberuflicher Tätigkeit, dann genügt eine kurze Nachricht ans Finanzamt und die Vorauszahlungen werden eingestellt.

hildefeuer 05.02.2013, 14:32

Richtig! Mikel Jachson, John Lennon sind auch tot und verdiehnt wird immer noch.

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Neuerdings 05.02.2013, 15:38
@hildefeuer

Gut, hätte ich wohl erwähnen sollen: Der Verstorbene war Rentner und erhielt ausschließlich Rente. Da diese künftig nicht mehr eingehen wird, wäre es sinnlos, die Vorauszahlungen trotzdem fortzusetzen. Ich kam überhaupt nur deshalb auf die Frage, weil der Verstorbene selbst anderer Meinung war.

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