Einkommensteuer Steuernachzahlung

1 Antwort

Erstens muss das Finanzamt einem Arbeitgeber überhaupt keine Steuern abziehen, sondern der leistet i.d.R. nur quartalsweise Vorauszahlungen.

Zweitens ist der Arbeitgeber - nicht das Finanzamt! - verpflichtet, die Lohnsteuer vom Verdienst der Arbeitnehmer einzubehalten und kann sich dabei nicht aussuchen, wie viel er dabei nimmt, sondern hat sich an die Lohnsteuertabellen zu halten.

Drittens weiß ja niemand, ob nicht außer den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit bei dem Arbeitnehmer auch noch andere - unversteuerte - Einkünfte vorhanden sind. Für die muss ja auf jeden Fall auch noch Steuer gezahlt werden, nur kann das nicht die Lohnsteuer sein, weil die ja lt. Gesetz - deswegen heißt sie auch so! - nur auf den Arbeitslohn erhoben wird, aber nicht z.B. auf Mieteinkünfte.

Völlig richtig und deshalb DH.

Nur eines noch: Warum sollte ein Arbeitgeber nicht andererseits selbst Arbeitnehmer sein können? Denken wir an einen Manager, der zu Hause Gärtner, Putzfrau und Animierdame beschäftigt...

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@EnnoBecker

...die ihrerseits wiederum Arbeitgeber sein können oder Mieteinkünfte haben, was jedoch auf die Lohnsteuer des Arbeitnehmers, der zugleich Arbeitgeber ist, keinen Einfluss hätte.

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Die Frage musst du dem Finanzamt stellen. Und es könnte so reagieren, dass du vierteljährlich eine ESt-Vorauszahlung machen musst. (Eigentlich müsste das FA seit der letzten Veranlagung so reagieren.)

Vorschlag: monatlich 50 Euro Bargeld in einen Umschlag "Steuernachzahlung" stecken.Dann kanst du ein Mal im Jahr den Batrag auf dein Konto einzahlen und hast es kaum gemerkt.

Das ist ganz einfach. Es liegt an eurer Wahl der Lohnsteuerklassen. Es ist so, dass du (vermutlich als Besserverdienender) beide Freibeträge erhälst und beim Steuersatz ganz unten anfängst. Deine Frau hingegen hat keine Freibeträge und fängt bei einer höheren Lohnsteuerstufe an. Wenn diese genau dem Ende deiner entsprechen würde, entstünde keine Nachzahlung. Da du jedoch scheinbar ganz gut verdienst und sie somit in einer zu niedrigen Steuerstufe anfängt (also niedriger als dein Spitzensteuersatz), behält der Arbeitgeber monatlich zu wenig Steuern ein. Wie sollte der Arbeitgeber deiner Frau auch wissen, wie viel du verdienst.

Willst du auf keinen Fall mehr nachzahlen, bleibt euch nur die Möglichkeit in die Steuerklassenkombination IV / IV zu wechseln. Habt ihr beide einen Freibetrag beginnt beide bei der Niedrigsten Steuerstufe und würden ggf. am Ende des Jahres eine Rückzahlung erhalten.

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