Einkommenssteuererklärung, Eltern/Muttergeld macht Rückerstattung niedrig?

5 Antworten

Der Unterschied erscheint mir sehr hoch, aber grundsätzlich ist es richtig, denn das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt.

Da Eure Steuerklassen 4 der Steuerklasse 1 entsprechen, kannst Du mit der Software alle Varianten durchspielen.

Auch die jeweilige Einzelveranlagung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986
Kann das seine Richtigkeit haben?

Ja. Das Elterngeld muss zwar nicht versteuert werden, man bekommt es steuerfrei. Aber der Betrag wirkt sich trotzdem für die Berechnung der Steuer auf die anderen Einkünfte aus, wird also für die Höhe der Steuer mit heran gezogen (vereinfacht ausgedrückt)

Steuerfrei mit Progressionsvorbehalt

siehe : steuertipps/elterngeld-und-progressionsvorbehalt

Das Elterngeld ist steuerfrei, aber muss dennoch in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Es unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Diese Lohnersatzleistungen erhöhen nicht das »zu versteuernde Einkommen«, aber wirken sich auf den Steuersatz aus, der auf das übrige Einkommen angewendet wird. Da der Steuersatz mit bezogenem Elterngeld höher liegt als ohne, kommt auf die meisten frischgebackenen Eltern eine höhere Steuer und damit auch eine Nachzahlung an das Finanzamt zu.

Bei solchen Konstellationen sollte man auch immer die Einzelveranlagung durchrechnen.

Bei Zusammenveranlagung gibt es nicht "meine" und "deine". Euer beiden Einkünfte werden zusammengerechnet. Es ist also auch eure gemeinsame Rückerstattung.

Natürlich mindern jegliche Einkünfte deiner Frau dann die Rückerstattung

Es wäre auch sinnvoll, mal durchzurechnen, was bei Einzelveranlagung rauskommt.

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