Einkommenssteuer auf Halbwaisenrente

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2 Antworten

Wenn Du in Deutschland steuerpflichtig bist, musst du grundsätzlich (d. h. Ausnahmen sind möglich) österreichische Einnahmen in Deutschland versteuern. Vielleicht war da ja was.

Hatte zwar einen kleinen Ferialjob im Sommer, allerdings wurde diesbezüglich überhaupt nichts in dem Bescheid erwähnt.

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Ich vermute mal, dass du in diesen Jahren keinen Wohnsitz in Deutschland gehabt hast.

In diesem Fall bist/warst du beschränkt einkommensteuerpflichtig mit dem Ergebnis, dass du (unter anderem) keinen Grundfreibetrag hast - es wird also ab dem ersten Euro besteuert.

Die Frage ist aber, was genau besteuert wird. Die Halbwaisenrente ist ja nicht komplett steuerpflichtig, sondern nur mit ihrem Besteuerungsanteil. Und wie hoch dieser ist, hängt von der Laufzeit der Rente ab.

Da wir das alles hier nicht wissen können, solltest du gegen den Bescheid Einspruch einlegen und dich bei jemandem, der es wissen muss, unter Vorlage deiner Bescheide entsprechend erkundigen.

Auch, was für die Folgejahre noch drohen kann.

Enno, Sie kennen sich doch aus:

Verjährt das nicht auch mal? Wie lang können solche Steuern eigentlich vom FA gefordert werden?

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@Juergen010

Hat mich btw auch sehr gewundert, dass sich die deutsche Finanz erst nach 7 (!) Jahren bei mir meldet.

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@Juergen010

@Jürgen

Völlig richtig. Zunächst ist zu prüfen, ob das FA überhaupt eine Steuer festsetzen konnte. Stichwort ist hier die Festsetzungsverjährung.

Nehmen wir 2005:
Geht man von einer Erklärungspflicht aus, so beginnt die vierjährige Festsetzungsfrist mit Ablauf des Jahres 2008. Vier Jahre - da sind wir beim 31. Dezember 2012.

Ergebnis: Das FA konnte für 2005 noch eine Steuer festsetzen. Und für 2006 ff. erst recht.

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Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Und ja, es ist korrekt, dass ich in diesen Jahren, wie auch in all den anderen, keinen Wohnsitz in Deutschland hatte. Wenn es jedoch keinen Grundfreibetrag mehr gibt, wird die Berechnung des FA für mich schon um einiges logischer. In der Berechnung werden auch die von dir angegebenen Punkte berücksichtigt. Wörtlich steht da: - abzüglich Nachzahlung für mehrere Jahre - abzüglich steuerfreier Teil der Rente

Der verbleibende Betrag wird folglich "versteuert nach dem Grundtarif". Das Ergebnis entspricht dann in etwa 15% des Betrages. Eventuell weiß ja jemand ob dies der normalen Versteuerung in solch einem Fall entspricht.

Eines noch, mit "jemanden, der es wissen muss" meinst du wohl einen (deutschen) Steuerberater, korrekt? Es stellt sich halt jetzt für mich die Frage, ob es sich bei den relativ kleinen Beträgen tatsächlich auszahlt, so jemanden zu konsultieren. Da ich ja, wie du oben beschrieben hast, keinen Anspruch auf einen Freibetrag habe, werde ich wohl einer gewissen Steuerpflicht nachkommen müssen.

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@Manolo11

Also - ohne es nachzurechnen - es spricht einiges dafür, dass die Bescheide zumindest ein bisschen richtig sind.

Ob du da einen Berater einschalten willst, ist eine Mathematikfrage. Das musst du selbst entscheiden.

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