Einkommenssteuer als Kleinunternehmer und welche Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt?

3 Antworten

 5.000 - 7.000 EUR (Brutto = Netto) jährlich.

Zur möglichen Höhe der Einkommensteuer haben sich ja schon @Valeskix und @LittleArroww geäußert.

Ich halte die Aussage von "Brutto=Netto" für ein Gerücht. Das wäre nicht einmal der Fall, wenn man Webinare abhält udn damit keine Kosten für die Fahrt zum Kunden hat. Denn das wären abzugsfähige Internet udn Computerkosten. Telefon usw.

Was ist es überhaupt für eine Tätigkeit? Ist "Kleinunternehmer" die beste Lösung? Sind die Kunden Privatleute?

Wären es Unternehmer dann wäre "Regelbesteuerung" eindeutig besser.

Wie gesagt bin ich als Softwareentwickler angestellt. Die Nebentätigkeit ist hauptsächlich im Bereich Webentwicklung, Medien- und Werbedesign (digital und Print).

Zu den Kunden gehören sowohl Privatleute, als auch andere Gewerbetreibende. Also beispielsweise Fachschulen, Restaurants, usw.

Da ich nicht viel Zeit dafür habe, werde ich hier aber sicherlich nicht über die 17.500 € kommen. Als Jahresgewinn rechne ich mit nicht mehr als bzw. maximal 10.000 €.

Ich habe mir auch sagen lassen, dass es einen Freibetrag gibt (8004 €), bis zudem die Einkommens- und Gewerbe ebenfalls wegfällt. Ist das richtig?

Da das Ganze mit der Selbständigkeit aber Neuland für mich ist und ich mich noch nie richtig mit Steuern ausgekannt habe, wollte ich mich mal hier informieren, anstatt gleich zum Steuerberater zu rennen.

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@BK522K

 Ich habe mir auch sagen lassen, dass es einen Freibetrag gibt (8004 €), bis zudem die Einkommens- und Gewerbe ebenfalls wegfällt. Ist das richtig?

Der fällt nicht weg und beträgt inzwischen auch 8.820,- Euro, sondern ist schon beim Lohnsteuerabzug für das Gehalt berücksichtigt.

 Zu den Kunden gehören sowohl Privatleute, als auch andere Gewerbetreibende. Also beispielsweise Fachschulen, Restaurants, usw.

Das sind ja alles Unternehmer. Im Normalfall auch mit Vorsteuerabzug. Also denen ist es egal, ob Du 1.000,- Euro als Kleinunternehmer, oder 1.000,- Euro + 19 % Steuer = 1.190,- berechnest. Die 10,- ziehen die in der Umsatzsteuervoranmeldung als Vorsteuer ab. Thema erledigt.

Aber für Dich biete es den Vorteil selbst Vorsteuerabzug zu haben. Telefonrechnung 29,75 Euro? Nein, nur noch 25,- netto die 4,75 Vorsteuer ziehst Du von der Umsatzsteuer ab, die Du bekommen hast. Neues Notebook 1.190,- ? Nein, 1.000,-, weil die 190,- ziehst Du von der Umsatzsteuer als Vorsteuer ab. usw. usw.

 Da das Ganze mit der Selbständigkeit aber Neuland für mich ist und ich mich noch nie richtig mit Steuern ausgekannt habe, wollte ich mich mal hier informieren, anstatt gleich zum Steuerberater zu rennen.

Einfach mal einen Kollegen aufsuchen und ein Infogespräch führen.

Vermutlich bringt das neu eErkenntnisse, ohne Geld zu kosten.

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Ergänzend zur Antwort von Valeskix:

Deine Einkünfte aus dem Nebengewerbe erhöhen in voller Höhe Dein zu versteuerndes Einkommen (siehe den (Näherungs)wert im letzten Einkommensteuerbescheid). Um die einkommensteuerlichen Auswirkungen abzuschätzen nutze den nachstehenden Link und gebe einmal das Einkommen ohne und einmal mit Nebengewerbseinkünften ein:

https://www.abgabenrechner.de/ekst/?

Interessant dürfte für Dich auch der Verlauf der Grenzsteuersatzkurve und die Angabe des jeweiligen Grenzsteuersatzes sein. Allerdings kommt da jeweils noch Soli und KiSt hinzu!

Natürlich musst Du noch wählen, ob alleinstehend oder zusammenveranlagt.

Was beim Beginn einer selbständigen Tätigkeit insbesondere steuerlich zu beachten ist, wurde allein in diesem Forum schon ausgiebig erläutert. Außerdem wird hier auch der Steuerberater Ihres Vertrauens im Rahmen eines Erstgesprächs einige Hinweis geben können.

Wenn Sie bereits 45.000 € steuerpflichtigen Arbeitslohn erhalten (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit), dann werden Sie höchstwahrscheinlich auf Ihre weiteren Einkünfte aus dem Gewerbe zusätzlich Steuern zahlen.

Das hängt natürlich in erster Linie davon ab, ob Sie Gewinne erwirtschaften und wie hoch Ihre Sonderausgaben, Werbungskosten usw. ausfallen.

Ihr Grenzsteuersatz wird sich wohl bei rund 35% aufwärts bewegen, d.h. bei Mehreinkünften von z.B. 5.000 € (= Gewinn) würden Sie insgesamt 1.750€ mehr an Steuern zahlen.

Wie fülle ich die "Erklärung für die Zerlegeung des Gewerbesteuermessbetrages" richtig aus als Kleinunternehmer?

Hallo Community, ich bin per 01.09.15 mit samt meinem Kleingewerbe, welches ich bei mir daheim im Büro ausübe, von Gemeine a nach Gemeinde b umgezogen. Nun wird von mir diese Erklärung verlangt. Mein Gewerbe habe ich zum 31.08. in Gemeinde a abgemeldet und per 01.09. in Gemeine angemeldet. Meine Umsätze sind nur insgesamt rund 3TEUR gewesen im kompletten Jahr. Steuerlicher Gewinn liegt bei mehreren Hundert EUR, da ich das nur neben dem Studium in der Freizeit mache. Wir reden also von Peanuts.

Ich hänge bei den Angaben zu den Gemeinden unter Nr.1 und Nr.2 je bei den Zeilen 70-74 und 79. Hier das Formular falls benötigt: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=51A14D56E8A2C78BDF55

Es wird hier von Arbeitslöhnen gesprochen, dabei zahle ich gar keine?! :-/ Was ist hier alternativ einzutragen? Oder lasse ich einfach alles frei? Falls ich was eintragen muss, ist das irgendwie aufzuteilen nach den Monaten - 8 Monate für Gemeine a unter Nr. 1 und 4 Monate zu Gemeine b unter Nr. 2?

Und Grundsätzlich sollte die Zerlegung Nah §29 Abs. 1 Nr. 1 GewStG (Regelfall) - siehe S. 1 unter Zeile 11 - passen oder? Zumindest laut Gesetzestext passt es am ehesten zu mir - Kleingewerbe in Richtung Mediengestaltung?

Ich bin echt Ratlos. Gefunden habe ich dazu bisher nichts. Ich hoffe mein Post ist nicht doppelt :-/

Um rat wäre ich dankbar. LG

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