Einkommenssteuer als Freiberufler nach 7 Monaten?

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3 Antworten

Der besorgte Freiberufler guckt sich seinen Gewinn, der er zwischen vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 erzielt hat, an und stellt dann fest, dass dieser Gewinn über oder unter dem Grundfreibetrag liegt.
Liegt er über den Grundfreibetrag mit seinen gesamten Einkommen und auch noch das zu versteuernde Einkomen liegt darüber, wird der besorgte Freiberufler schlaflose Nächte haben, denn dann muss er wie jeder andere, der Geld verdient hat, Einkommensteuer zahlen.
Dann hat das Leben ein Ende.
Vorteil: Er muss sich dann nie wieder Sorgen machen.
Liegt er mit seinem zu versteuernden Einkomen unter dem Grundfreibetrag, geht das sorgenvolle Leben weiter:
Es besteht lebenslang die Gefahr diesen Grundfreibetrag zu überschreiten......

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Kommentar von Meretor
19.10.2016, 20:10

Der Sarkasmus hat meine Laune sichtlich gebessert danke! Und natürlich auch Danke für die sehr hilfreiche Antwort auf meine Frage.

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Kommentar von EnnoWarMal
19.10.2016, 20:51

Ich sähe die Gefahr eher darin, den Grundfreibetrag nicht zu überschreiten....

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Hallo,

als Freiberufler wird der Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, sofern nicht freiwillig bilanziert wird.

Gewinnermittlungszeitraum ist hierbei das Kalenderjahr (§ 4a Abs. 1 S. 1 Nr. 3 EStG). Wird die Tätigkeit während des Jahres aufgenommen, handelt es sich hier bis zum 31.12.2016 um ein sog. Rumpfwirtschaftsjahr.

Die Einkommensteuer entsteht grds. mit Ablauf des Veranlagungszeitraums (= Kalenderjahr, §§ 36 Abs. 1, 25 Abs. 1 EStG).

Die Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen (§ 2 Abs. 5 EStG).

Anhand des Einkommensteuertarifs fällt Einkommensteuer erst an, wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt (8.652 €, § 32a Abs. 1 EStG).

Das zu versteuernde Einkommen ermittelt sich wie folgt:

https://www.haufe.de/unternehmensfuehrung/profirma-professional/innergemeinschaftliche-lieferung-voraussetzungen-7-wie-die-innergemeinschaftliche-lieferung-bei-einer-befoerderung-oder-versendung-nachgewiesen-wird_idesk_PI11444_HI1904838.html

MfG
-Valeskix

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Kommentar von Petz1900
19.10.2016, 21:00

den link finde ich, gelinde gesagt, etwas merkwürdig......

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Kommentar von Meretor
19.10.2016, 22:54

Gut um nochmal alle Missverständnisse beiseite zu räumen. Ich habe in einem vorherigen Nebenjob vom Januar bis zum April Insgesamt 1100€ verdient. Ab dem 1. Mai habe ich dann die freiberufliche Tätigkeit aufgenommen und seitdem ca. 5000€ Gewinn erzielt. Somit liege ich ich im gesamten ja unter den 8350€ oder muss man die freiberufliche Tätigkeit als einzelnes betrachten. Und das mit dem Rumpfjahr, sagt das nun aus, dass mein Freibetrag der Einkommenssteuer ebenfalls gekürzt wird oder bleibt der bei den 8350€? Also 696*7=4872€ maximaler Gewinn?

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Hallo, das (Einkommen)Steuerjahr entspricht dem Kalenderjahr. In 2016 sind also keine Steuern zu zahlen, wenn es keine anderen Einkünfte gibt. Nur: wovon lebt der Freiberufler dann ?

Viel Glück

Barmer

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Kommentar von Meretor
20.10.2016, 07:08

Um das mal für alle aufzuklären. Der Freiberufler ist in der Haupttätigkeit Student, lebt Zuhause und ist Familienversichert. Das ist für mich nur eine Art Minijob, den ich zeitlich besser an das Studium anpassen kann. Er lebt also aus den Einkünften der Eltern.

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