Einkommenssteuer als Freiberufler nach 7 Monaten?

3 Antworten

Der besorgte Freiberufler guckt sich seinen Gewinn, der er zwischen vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 erzielt hat, an und stellt dann fest, dass dieser Gewinn über oder unter dem Grundfreibetrag liegt.
Liegt er über den Grundfreibetrag mit seinen gesamten Einkommen und auch noch das zu versteuernde Einkomen liegt darüber, wird der besorgte Freiberufler schlaflose Nächte haben, denn dann muss er wie jeder andere, der Geld verdient hat, Einkommensteuer zahlen.
Dann hat das Leben ein Ende.
Vorteil: Er muss sich dann nie wieder Sorgen machen.
Liegt er mit seinem zu versteuernden Einkomen unter dem Grundfreibetrag, geht das sorgenvolle Leben weiter:
Es besteht lebenslang die Gefahr diesen Grundfreibetrag zu überschreiten......

Der Sarkasmus hat meine Laune sichtlich gebessert danke! Und natürlich auch Danke für die sehr hilfreiche Antwort auf meine Frage.

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Ich sähe die Gefahr eher darin, den Grundfreibetrag nicht zu überschreiten....

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@Meretor

Weil EnnoWarMal und ich liebend gern Einkommensteuer zahlen, je mehr, desto besser! Je mehr Einkommensteuer wir zahlen, umso mehr Netto bleibt uns nämlich auch. Aber das wird jetzt wieder nicht jeder verstehen...

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@Meretor

Weil Du dann vielleicht Einkünfte von € 1.000 (über den Grundfreibetrag hinaus) hättest, davon vielleicht 14 % Einkommensteuern zahlen müßtest, so dass Dir nach Steuern  € 960 übrig blieben.

Wäre doch einfach Mist, € 960 zusätzliches Einkommen zu haben (nur € 960 statt € 1.000 zusätzlich, weil  € 140 Einkommensteuer fällig würden) oder?

@EnnoWarMal und blackleather: Ich liebe Eure Direktheit:-)


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@LittleArrow

davon vielleicht 14 % Einkommensteuern zahlen müßtest, so dass Dir nach Steuern  € 960 übrig blieben.

Dein Mathelehrer ist stolz auf dich :-)))

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@EnnoWarMal

(nur € 960 statt € 1.000 zusätzlich, weil  € 140 Einkommensteuer fällig würden) oder?

960 + 140 = ?

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Hallo,

als Freiberufler wird der Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, sofern nicht freiwillig bilanziert wird.

Gewinnermittlungszeitraum ist hierbei das Kalenderjahr (§ 4a Abs. 1 S. 1 Nr. 3 EStG). Wird die Tätigkeit während des Jahres aufgenommen, handelt es sich hier bis zum 31.12.2016 um ein sog. Rumpfwirtschaftsjahr.

Die Einkommensteuer entsteht grds. mit Ablauf des Veranlagungszeitraums (= Kalenderjahr, §§ 36 Abs. 1, 25 Abs. 1 EStG).

Die Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen (§ 2 Abs. 5 EStG).

Anhand des Einkommensteuertarifs fällt Einkommensteuer erst an, wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt (8.652 €, § 32a Abs. 1 EStG).

Das zu versteuernde Einkommen ermittelt sich wie folgt:

https://www.haufe.de/unternehmensfuehrung/profirma-professional/innergemeinschaftliche-lieferung-voraussetzungen-7-wie-die-innergemeinschaftliche-lieferung-bei-einer-befoerderung-oder-versendung-nachgewiesen-wird_idesk_PI11444_HI1904838.html

MfG
-Valeskix

Gut um nochmal alle Missverständnisse beiseite zu räumen. Ich habe in einem vorherigen Nebenjob vom Januar bis zum April Insgesamt 1100€ verdient. Ab dem 1. Mai habe ich dann die freiberufliche Tätigkeit aufgenommen und seitdem ca. 5000€ Gewinn erzielt. Somit liege ich ich im gesamten ja unter den 8350€ oder muss man die freiberufliche Tätigkeit als einzelnes betrachten. Und das mit dem Rumpfjahr, sagt das nun aus, dass mein Freibetrag der Einkommenssteuer ebenfalls gekürzt wird oder bleibt der bei den 8350€? Also 696*7=4872€ maximaler Gewinn?

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@Meretor

Der Grundfreibetrag schützt iSd Grundgesetzes das Existenzminimum vor staatlichem Eingriff durch Besteuerung. Es handelt sich dabei stets um einen Jahresbetrag für die Berechnung der Einkommensteuer.

Der Grundfreibetrag bezieht sich - wie auch der Steuertarif - auf das zu versteuernde Einkommen. Das ist der Betrag, welcher sich aus den steuerlich relevanten Einnahmen und Ausgaben ergibt.

Eine Steuererklärung muss man aber als Selbständiger auch dann abgeben, wenn man bereits selbst weiß, dass man ein zu versteuerndes Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages erzielt hat.

Wie bereits EnnoWarMal angedeutet hat, sollte man aber als Unternehmer auf lohnenswerte Gewinne kommen. Die Steuer ist immer nur ein Teil des Gewinns. Je höher der reelle Gewinn, desto höher die Steuer, desto mehr hat man aber auch in der Tasche.

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Hallo, das (Einkommen)Steuerjahr entspricht dem Kalenderjahr. In 2016 sind also keine Steuern zu zahlen, wenn es keine anderen Einkünfte gibt. Nur: wovon lebt der Freiberufler dann ?

Viel Glück

Barmer

Um das mal für alle aufzuklären. Der Freiberufler ist in der Haupttätigkeit Student, lebt Zuhause und ist Familienversichert. Das ist für mich nur eine Art Minijob, den ich zeitlich besser an das Studium anpassen kann. Er lebt also aus den Einkünften der Eltern.

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@Meretor

Familienversichert ist der Student inzwischen eher nicht mehr. Denn bei einem Gewinn von 5080 EUR in 8 Monaten ist die Einkommensgrenze für die Familienversicherung von 450 EUR im Monat deutlich überschritten. Es sei denn, bei der Gewinnermittlung läßt sich noch was machen oder der Student ist privat versichert und der Begriff "familienversichert" wurde falsch benutzt.

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Honorar Zeitschriftenartikel

Moin zusammen,

ich habe mal eine kurze Frage zu diesem verdammt bürokratischen Steuerkram:

Ich bin angestellter Freiberufler und habe "nach Feierabend" ein Artikel für eine Fachzeitschrift geschrieben. Für den gibt es als Honorar nun auch ein kleines Taschengeld. Ansonsten mache ich das bisher nicht regelmäßig. Nach meinem Verständnis sollte es sich dabei ja um eine freiberufliche selbständige Tätigkeit handeln. Für die Einkommenssteuer würde ich die Einnahmen einfach in der nächsten Steuererklärung angeben.

Aber was ist mit Umsatzsteuer? Muss ich die abführen bzw. muss ich den ganzen Mist erst umständlich anmelden? Als Freiberufler brauche ich ja keinen Gewerbeschein.

Man...die Zeit, in der ich darüber nachgedacht habe, steht jetzt schon in keiner Releation zu dem Honorar...

Für einen Tip wäre ich dankbar!

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Wie viel darf man als Freiberufliche (als Hauptberuf und ohne Nebenbeschäftigung) verdienen ohne steuer-zahlen müssen?

Hallo,

Ich habe eine Frage bezüglich meiner steuerlichen Situation. Bin freiberufliche Designerin und mein Ehemann ist ganz normal angestellt als Techniker-Ingenieur. Wir leben zur Zeit nur mit dem Gehalt von meinem Mann und ich möchte auch als freiberufliche Designerin ein bisschen Geld verdienen.

Die Fragen sind;

1) Mini-job: Bei Mini-Jobs darf man wahrscheinlich bis 450 Euro monatlich verdienen. Gilt sich aber diese nur für Studenten? Ich bin ja kein Student und wie ist es wenn man verheiratet ist?

2) Midi-job: Hier darf man (laut Info auf Web) monatlich bis 850 Euro verdienen ohne Einkommensteuer zahlen müssen. Ich verstehe diese gilt sich wieder für Studenten. Dürfen die nicht studierenden auch eine Midi-job haben und monatlich bis 850 Euro ohne Umsatzsteuer verdienen?

3) Wenn ich richtig verstehe, als alternative zur dieser oben gegebenen Mini- und Midi-job Optionen, könnte ich mich als Gewerbe anmelden und bei Einnahmen bis 17 500 Euro im Jahr keinen Umsatzsteuer zahlen. Wäre diese vielleicht eine besser passende Option zu unseren Situation?

4) Wenn zwei Steuerpflichtige eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, spricht man von Zusammenveranlagung. Da ich in diesen drei oben genannten Szenarien nicht Steuerpflichtig wäre, kommt eine Zusammenveranlagung für uns nicht ins Frage, korrekt?

Danke im Voraus für antworten. Mit freundlichen Grüßen

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Ich studiere nun seit einigen Jahren und habe nebenbei immer ein wenig gearbeitet. Bislang war das auch nie ein Problem, da ich immer unter den 766x € Freibetrag lag und daher nie Probleme mit Steuern hatte. Im Jahr 2009 hat sich das geändert:

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Eigentlich dürfte doch nur mein Werksstudentenjob in den Bereich des Freibetrages fallen und nicht meine selbstständige/freiberufliche Tätigkeit, oder? Ich bin da etwas verwirrt, denn wenn man komplett selbstständig ist, führt man ja auch keine Lohnsteuer ab, sondern zahlt die Einkommenssteuer (wenn über ein gewissen betrag verdient irgendwas mit 24000 oder so?) und eben die eingenommene Mehrwertsteuer monatlich an das Finanzamt oder - aber da gibt es doch keinen Freibetrag von 7668 €, den man übersteigt und dann noch zusätzlich irgendwelche Lohnsteuer zahlen muss?

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Von Freiberufler zur Angestellte - wie werde ich vom Finanzamt behandelt?

Hi,

Ich habe da ne Frage, die mir irgendwie niemand richtig beantworten kann. Deswegen schreibe ich in diesem Forum und ich hoffe, dass ihr mir da vielleicht weiterhelfen kann, bevor ich vollkommen verzweifele.

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