Eine Art CFD Fonds als Kleinunternehmer?

7 Antworten

Die Frage ist, ob das, was du beabsichtigst, mehr Richtung Vermögensverwaltung, Richtung Kapitalverwaltung oder Richtung Bankgeschäfte geht.

Alles ist in D stark reguliert und nein, man kann als Kleinunternehmmer oder nebenbei nichts davon machen. Regulierung kostet auch Geld. Über die Menschen, die man dafür beschäftigen muss sogar viel Geld. Vor allem aber erfüllst du nicht die Voraussetzungen, irgendwas in der Richtung machen zu dürfen und das ist ein KO-Argument.

Also vermehre dein eigenes Geld und wenn das klappt oder dir das Startkapital fehlt, frage Eltern, Großeltern, Verwandte oder Freunde, ob sie dir welches leihen. Das geliehene Geld auf deinen Namen anlegen wäre erlaubt.

Damit (also damit, wie das mit dem Geld leihen klappt) kannst du auch gleich testen, ob die Idee, dass dir wer Geld geben könnte, um es anzulegen, erfolgreich sein könnte. Warum sollte das wer machen? Natürlich kannst du dann auch testen, ob dein und das geliehene Geld mehr oder weniger wird.

So einfach, wie Du Dir das vorstellst ist es nicht und es wundert mich schon sehr, dass Du als Student der Wirtschaftswissenschaft, da so blauäugig dran gehst. Sorry!

So wie Du schreibst, ist es schon rechtlich sehr grenzwertig, nicht deine Gelder zu investieren, sondern Gelder Dritter, das heisst, Du bist eigentlich nicht wirtschaftlich Berechtigter und da machen dann schon die meisten Banken, Broker nicht mehr mit.

Wenn Du dann die Gelder in deinen Namen investierst, weil Du vorspielst wirtschaftlich Berechtigter zu sein, bist Du auch der Steuerpflichtige. Steuerliche Verrechnungen könnten dann wieder kompliziert werden, vor allem, müssten Deine "Investoren" die Gewinne auch noch versteuern.

Wenn Du als Vermögensverwalter auftreten möchtest, also die Gelder im Namen der Investoren in den gesteckten Rahmen investierst, dann brauchst Du eine BaFin-Zulassung und da kann ich Dir gleich sagen, dass die oben genannte 4-stellige Summe nicht ausreichen wird, sondern eher im hohen 5-stelligen Bereich sein wird, denn eine solche Zulassung läuft über Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte etc. Ausserdem wirst Du sie wahrscheinlich eh nicht bekommen, da man Führungserfahrung von mind. 3 Jahren nachweisen muss und ich denke als Kleinunternehmen wirst Du nicht auftreten dürfen, sonder eher als GmbH oder AG, mit allem was da dann wieder hinten dran hängt.

Eine weitere von Dir angedachten Variante war der Fonds. Das wäre natürlich durchaus machbar, aber Du müsstest eine Gesellschaft finden, die bereit ist einen Fonds aufzulegen, den Du verwaltest. Diese Variante wäre die sauberste, doch da benötigst Du ein paar Millionen Euro als Anfangsinvestition. Drunter werden die Fondsgesellschaften nicht mal zucken und keinen Finger rühren und ohne irgendwelche Erfahrungen - das bisschen hin- und hergezocke mit CFDs sind keine wirklichen Erfahrungen, die anerkannt werden - wirst Du auch keine Chancen haben. Ausserdem werden Fonds wohl eher keinen Publikums-Fonds auflegen, der nur mit CFDs handelt.

Das sind nur mal die Punkte, die mir spontan eingefallen sind. Es wird sicherlich noch viele weitere gebe, denn der Finanzmarkt und die Beratung und Verwaltung ist strengsten reguliert und man ist sehr schnell im unerlaubten Gebieten. unterwegs.

Woher ich das weiß:Beruf – Studium Betriebswirtschaft / Vermögensverwalter und -Berater

Ich kenne Libertex nicht, aber alle Anbieter, die ich kenne, bieten die Einrichtung von MAMs bzw. PMAMs an.

Du wirbst dabei nach außen nur Kunden für den Anbieter. Der Anbieter schafft einen Pool, auf den Deine Trades kopiert werden (Copytrading). Die Geldaufbewahrung, Absicherung und Auszahlung läuft über den Anbieter.
Du bekommst entweder einen Anteil vom Gewinn oder vom Umsatz (oder beides) als Tippgeber- bzw. Signalgeber-Provision.

In Europa zugelassene Anbieter haben alle entsprechenden Lizenzen, um das anzubieten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Abgesehen davon, dass das nicht den Vorstellungen des FS entspricht, egal, welchen (Um-)Weg man geht, solche Geschäfte für Dritte zu handeln ist illegal.

Da es zudem auch noch um hochriskante Spekulationsgeschäfte geht, die mit Sicherheit nicht so verlaufen, wie sich der FS das vorstellt, wären Riesenprobleme mit den potentiellen "Kunden" vorprogrammiert.

Bei dem Gedanken, dass solche Geschäfte einem unerfahrenen Studenten als "Nebeneinkommen neben meinem Wirtschaftsstudium" dienen sollen, sorry, da bekomme ich eine Gänsehaut und kann nur dringend abraten.

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@Zappzappzapp

Dass das eine Idee ist, die eher negative Auswirkungen auf das Geld aller Beteiligten hätte, das ist schon klar.
Aber es ist nicht illegal, da die Anbieter typischerweise eine europäische Lizenz besitzen und das Modell dementsprechend in D anbieten dürfen. Und die Frage war ja, wie man so etwas machen kann - nicht ob das erfolgversprechend oder eine gute Idee ist.

Der Tippgeber wirbt die Kunden für den Anbieter und handelt dort sein eigenes Geld.
Die Interessenten werden Kunden beim Anbieter und zahlen ihr Geld dort ein.
Dann müssen die Kunden von sich aus sagen, dass sie die Trades eines bestimmten Händlers auf ihr Konto kopiert haben wollen.

Das ist etwas ganz Anderes, als das bei uns übliche Depot- und Einlagengeschäft von z.B. Vermögensverwaltungen.

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@jsch1964

Naja, lassen wir es mal dabei. Mag vielleicht sein, dass dieser Umweg über eine "Vermittlungsprovision" möglich wäre, aber einem FS, der so skurrile Ideen und Gewinnvorstellungen hat, würde ich lieber gar nicht erst solche "Umwege" aufzeigen wollen. Solche Möchtegern-"Anlageberater" sollte man lieber, auch in deren eigenem Interesse, nicht auf die Menschheit loslassen.

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Ich verstehe hier drei Dinge nicht:

  1. Die Umsätze sind doch nach § 4 Nr. 8 UStG umsatzsteuerfrei. Der Blick auf die Kleinunternehmerschaft geht doch damit vollkommen ins Leere.
  2. Die Mathematik. Wenn du den Betrag von 1.000 auf 2.500 vermehrst, also 1.500 Gewinn erwirtschaftest, sind 250 Provision nicht 10%, sondern 16,67.
  3. Was ist denn hier nun die eigentliche Frage?

Eine ausgiebige, detaillierte Antwort gibt Dir gern ein entsprechend versierter Steuerberater oder Fachanwalt. Allerdings will der Geld dafür sehen - er haftet dann aber auch für die Richtigkeit seiner Antwort.

Du solltest genau schauen welche vorgaben der Bafin es gibt. Wenn du Wiwi studierst weißt du sicher dass du dir die Haftung etc sehr genau anschauen solltest. Ohne Experten wirst du das vermutlich nicht hinbekommen können.

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