Ein Gewerbe rückwirkend für zwei Monate an- und abmelden?

1 Antwort

Das kommt dabei raus, wenn man beim Bäcker fragt, ob man besser breite, oder schmale Reifen an das Auto schraubt.

Das Finanzamt macht:

  1. keine Steuerberatung und hat
  2. vom Gewerberecht keine Ahnung.

Für einen Auftrag und ohne das Du mit deinen Leistungen nach außen gehst, ist keine Gewerbeanmeldung zu erstatten.

Du machst Deinen Auftrag fertig, gibst das Honorar in der Einkommensteuererklärung an und fertig.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Vielen Dank.

Nun hat das FA die Tätigkeit ja aber schon als gewerblich erfasst. Bin ich demnach nicht verpflichtet, dies auch entsprechend dann beim Ordnungsamt zu melden?

0
@EnnoWarMal

Ich meine das Gewerbeamt bzw. die Gewerbemeldestelle.

0
@ignoramus

Das Finanzamt hat es als gewerblich erfasst. OK.

Wenn Du zum Gewerbeamt gehst und dort die Geschichte erzählst wird man Dir die Anmeldung und die Abmeldung abnehmen, dazu die Gebühren und denken (nicht sagen), wenn der unbedingt Gels los werden will, OK, es ist ja nicht unseres.

Kein Mensch, weder auf dem Gewerbeamt, noch auf dem Finanzamt wird sich je dafür interessieren, ob DU eine Gewerbeanmeldung gemacht hast, oder nicht.

Es gibt einfach kein Interesse daran, weil Du Dich nicht am "allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr" beteiligst und keine "werbende Tätigkeit" aufnimmst.

2
@wfwbinder

So sieht's aus.

Nebenher bin ich mir gar nicht sicher, ob das überhaupt gewerblich ist. Aber das ist auch höchst nebensächlich.

1
@EnnoWarMal

Ja, das finde ich auch etwas merkwürdig, die Tätigkeit für die ich das Honorar erhalten habe, wird von vielen Quellen als freiberufliche bezeichnet. Das ist aber nun unerheblich; selbst das Gewerbeamt, mit dem ich heute ein Gespräch führen konnte, sieht keine Notwendigkeit einer Anmeldung. Vielen Dank für den kompetenten Rat.

0
@ignoramus

Es kann dir egal sein, ob das Finanzamt es als gewerblich einstuft oder nicht. Es ändert sich für sich nichts außer der Anlage G (statt S) bei der Einkommensteuererklärung.

1
@EnnoWarMal

Verzeihung, jetzt bin ich dann aber doch um die Frage verlegen, ob, wenn ich diese Tätigkeit in der Einkommenssteuererklärung als gewerblich ausweise, ich nicht, aufgrund der Gewerbepflicht, dieses rein formell auch hätte beantragen müssen?

0
@ignoramus

Nein, man beantragt eine Tätigkeit, egal ob gewerblich, oder freiberuflich ja nicht, sondern man übt sie einfach aus und erklärt den Gewinn in der Einkommensteuererklärung.

Wie @EnnoWarMal schon richtig schrieb, ob Anlage "G" oder "S" ist bei deiner Sache sowieso unerheblich.

2
@ignoramus

Nein. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Und es ist hier vor allem deshalb unerheblich, weil es keine Auswirkungen hat. Hätte es Auswirkungen, so würde unser Ratschlag anders lauten, nämlich dahingehend, dass die (vermeintliche) Gewerblichkeit vom Tisch des Finazamts kriegen musst.

Mit dem Gewerbeamt hat es aber weiterhin nichts zu tun.

Du kannst auch ein rotes Auto haben, welches in den Papieren fälschlich als grün bezeichnet wird - deshalb bist du noch lange nicht gezwungen, es grün zu nennen oder es grün anzustreichen.

2
@EnnoWarMal

Wenn ich alles richtig verstanden habe, lege ich bei der Einkommenssteuererklärung trotzdem Anlage G bei?

0
@ignoramus

Nö.

Wenn du der Ansicht bist, es ist nicht gewerblich, dann nimmst du Anlage S.

1
@wfwbinder

Ich denke nicht, dass es meine Sorge sein muss, ob mir geglaubt wird oder nicht.

2
@EnnoWarMal

Vielen Dank für die Antworten. Was ich leider immer noch nicht verstehe, wieso ich meine Tätigkeit als freiberufliche deklarieren kann, wenn das Finanzamt diese als gewerblich einstuft?

0
@ignoramus

Weil Dun es kannst. Es ist doch Deine Sache, in welche Anlage Du Deinen Gewinn einträgst.

2
@ignoramus

Weil das Finanzamt sowieso keine Ahnung hat. Deshalb darf es auch keine Beratungen in Steuerangelegenheiten durchführen und gottgleich ist es schon lange nicht.

0

Was möchtest Du wissen?