ein Familienmitglied pflegen- wie gehts finanziell weiter?

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Die Pflege von Angehörigen, die pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung sind, und der Bezug von Arbeitslosengeld (I) schließen sich nicht gegenseitig aus. Hier muss immer der Einzelfall geprüft werden.

Das gilt selbst dann, wenn der Pflegebedürftige in Pflegestufe III eingeordnet ist und der Pflegeaufwand sehr groß ist. Wenn der Pflegende in diesem Fall versichert, dass bei einer Arbeitsaufnahme die Pflege sofort von einem Pflegedienst oder von anderen Angehörigen übernommen wird, gehen die Arbeitsagenturen davon aus, dass der Betroffene dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Eine zeitliche Obergrenze für die wöchentliche Pflegearbeitszeit gibt es also nicht - wenn es sichum die Pflege von Angehörigen handelt. Der Arbeitslose kann auch erklären, dass er nur Teilzeittätigkeiten annehmen möchte. Dann wird aber das Arbeitslosengeld (I) entsprechend gekürzt.

Wichtig: Pflegende haben die gleichen Pflichten wie alle anderen Arbeitslosen. Sie müssen aktiv Arbeit suchen und ihre Suchaktivitäten belegen, wenn sie hierzu aufgefordert werden. Sie müssen auch an zumutbaren Trainingsmaßnahmen teilnehmen.

Lässt sich die Pflege nicht mit einem Job von mindestens 15 Std. in der Woche vereinbaren, besteht auch kein Anspruch auf Arbeitslosengeld (I). Pflegende können zwar Wünsche hinsichtlich der Arbeitszeit und der Verteilung der Arbeitszeit äußern und so ihre Verfügbarkeit einschränken. Wenn sie aber Stellen ablehnen, für die sie sich zuvor als verfügbar erklärt haben, können sie mit einer Sperrzeit belegt werden. Wenn sie prinzipiell ablehnen, solche Stellen anzunehmen, gelten sie als nicht verfügbar - mit derFolge, dass das Arbeitslosengeld (I) gestrichen wird.

Welche Pflegestufe hat die Tante denn? Ist eine vollzeitpflege notwendig?

Hier sind die Vorschriften dazu:

http://www.hausmed.de/gesund-leben/haeusliche-pflege/pflege-durch-angehoerige

Er hätte sich z. B. von der Arbeit freistellen lassen können.

Er kann Pflegegeld beantragen, bekommt Rentenbeiträge gutgeschrieben usw.

Nichts tun führt zum Desaster.

Unbedingt die Behörden und Kassen ansprechen.

Das es sehr wichtig ist Termine ser Arbeitsagentur wahrzunehmen wurde ja hier schon mehrfach geschrieben.

Für diese Fälle gibt es immer die Möglichkeit den Pflegedienst um Hilfe zu bitten, bzw. Verhinderungspflege zu beantragen.

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