Eigentumswohnung mit säumiger Mieterin verkaufen?

6 Antworten

Du willst also diesen Alptraum eines jeden Vermieters loswerden. Verstehe ich.

Da fragt sich nur, wer denn Lust hätte, das zu übernehmen und zu welchem Preis (-abschlag).

Dazu würde ich mal unverbindlich einen Makler befragen. Wir wissen natürlich auch nicht, wo Deine Schmerzgrenze liegt.

Der Hinweis von Privatier ist natürlich super, denn tatsächlich könnte hier über Eigenbedarf des Käufers alles etwas vereinfacht werden, da sind die Gerichte evtl. nicht so Mieterfreundlich wie bei herkömmlichen Räumungsklagen...keine Ahnung.

Bei der vagen Sachverhaltsbeschreibung kann man natürlich nicht beurteilen, ob die ETW so interessant ist, dass sie auf großes Kaufinteresse trifft.

Wie hoch der Abschlag sein müßte läßt sich aber schon ermitteln. Es gibt zum Beispiel Erfahrungswerte zur Höhe der Räumungskosten (1500 Euro pro Zimmer ist beim hiesigen AG die übliche Vorauszahlungshöhe beim Gerichtsvollzieher) und man könnte zudem einen Wahrscheinlichkeitswert für den Mietausfall bis zum Abschluss des Verfahrens inklusive Räumung ansetzen.

All das sind Berechnungen die mit der Nachfragelage harmonisieren müssen. Kurz gesagt: In begehrten Lagen wird man viel weniger Abschlag hinnehmen müssen als rechnerisch ermittelt. Schrottimmobilien aber bekäme man selbst geschenkt nicht losgeschlagen.

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@Privatier59

Zwei Jahre prophezeiter Mietausfall wäre vermutlich noch untertrieben, oder?

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@Andri123

Bei 2 Instanzen könnte das durchaus mehr werden.

Ob es tatsächlich zu einem Mietausfall kommt hängt im übrigen auch davon ab, wie sich die zuständigen Fachämter der Kommune (Sozialamt und Wohnungsamt) in diesem Fall verhalten und inwieweit der Mieter mit denen kooperiert. In meiner Stadt verhandeln diese Ämter bei Räumungsklagen mit dem Vermieter über eine Fortsetzung des Mietverhältnisses. Schmackhaft gemacht wird das durch das Angebot auf Übernahme bestehender Mietschulden. Allerdings muss natürlich ein gesetzlicher Anspruch des Mieters auf Gewährung solcher Leistungen bestehen, der Mieter muss bereit sein, die entsprechenden Anträge zu stellen und der Vermieter muss zur Fortsetzung des Mietverhältnisses bereit sein

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Verkaufen lässt sich alles, aber es ist immer eine Sache des Preises.

  • Falls ich ein Interessent wäre müsste ich Klage- und Gerichtskosten kalkulieren, um den Mieter zu entfernen bzw. die Miete einzutreiben.
  • Wenn er schon jetzt nicht zahlt, dann müsste ich mit einem Mietausfall unbekannter Dauer rechnen.
  • Dann hätte ich die Gefahr, dass er bei einem möglichen Auszug die Wohnung "nicht unbedingt pfleglich" hinterlassen wird und ich für eine Weitervermietung einen vorher nicht abschätzbaren Kostenaufwand hätte.

Da müsste der Preis schon "sehr unter" sein.

Kommt drauf an, wer sich für die Wohnung interessiert:

Einen Kapitalanleger wird das stören.

Bei geplanter Eugennutzung ist das doch eine gute Voraussetzung die Wohnung auf absehbare Zeit mieterfrei zu bekommen.

Wie gesagt, es läuft bereits ein Verfahren. Jetzt kann ich ja nicht einfach noch mal Eigenbedarf zusätzlich anmelden.

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