Eigentumswohnung finanzierbar?

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5 Antworten

Sie wollen sich eine Wohnung in einem Ort kauf und dort sesshaft werden, in dem Sie nicht arbeiten?! Das bedeutet, dass Sie sich ggf. einen neuen Job vor Ort suchen müssten?! Das würde ich mir gut überlegen, denn was ist, wenn Sie keinen Job finden? Wollen Sie die Wohnung dann vermieten? Wenn ja, müssten Sie das so "deichseln", dass die Wohnung später doch noch selbst nutzen können (einen Mieter wegen Eigenbedarf los zu werden, ist nicht sooo einfach).

Dass Sie 40 TEUR Eigenkapital haben und 2.000 Euro mtl. verdienen (netto oder brutto?), lässt kein Urteil zu, ob der Kauf und die Finanzierung sinnvoll sind. Wenn Sie 2.000 Euro netto verdienen, selbst 1.000 Euro Miete zahlen und sich die Wohnung nur für 500 Euro vermieten lässt, sollten Sie besser die Finger davon lassen!

Sie müssen sich über Ihre berufliche Zukunft klar werden!

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Kommentar von imwithstupid
13.06.2017, 19:08

Bin auf der short list für eine stelle im gewünschten ort, aber sie wird erst im herbst besetzt, wenn überhaupt. allerdings wäre diese stelle vorerst befristet... 2000 € ist der netto verdienst. nach abzug aller fixkosten bleiben mir ca. 700 € zur verfügung, habe weder ein auto noch teure versicherungen.

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Hallo imwithstupid,

gerne gebe ich Dir erste Hinweise und Informationen zu Deinen Fragen rund um die Finanzierung Deiner Eigentumswohnung:

Das Fundament einer soliden Baufinanzierung ist ein ehrlicher Kassensturz. So kannst Du Dir einen realistischen Überblick über Einkommen und Ausgaben verschaffen und kalkulieren, wie viel Geld Dir im Monat für einen Kredit zur Verfügung steht. Außerdem vermeidest Du so das Risiko einer zu optimistischen Planung des Immobiliendarlehens. Sollte es nämlich während der Rückzahlungsphase zu unerwarteten Ereignissen kommen, kann eine zu knappe Kalkulation schnell zu ernsthaften Problemen führen. Eine nüchterne Betrachtung der Kosten und Einkünfte ist also entscheidend. Dabei ist es wichtig, wirklich alle Ausgaben einzubeziehen.

Der Haushaltsrechner, den Du unter folgendem Link findest, hilft Dir, mit den Eckdaten Deines Haushaltsplans die möglichen Raten für Deine Immobilienfinanzierung zu berechnen.

http://www.interhyp.de/Haushaltsrechner   

Zudem beruht eine Immobilienfinanzierung auf einigen wichtigen Eckdaten: Wie lange willst Du den Sollzins für Deine Finanzierung festschreiben?  Welche Tilgungshöhe ist für Deine Immobilienfinanzierung optimal? Möchtest Du zusätzliche Optionen, wie z.B. eine Sondertilgungsoption im Darlehensvertrag inkludieren? - um nur Einige zu nennen.

Im nachfolgenden Link findest Du Tipps zu den Eckdaten, die Dir helfen, das für Dich passende Finanzierungskonzept zu finden.

https://www.interhyp.de/bauen-kaufen/tipps-zur-finanzierung/

Außerdem solltest Du bei der Planung beachten, dass auf den Kaufpreis noch die Erwerbsnebenkosten anfallen.

Hierzu zählen die Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % vom Kaufpreis), die Notar- und Grundbuchkosten (pauschal 2 % vom Kaufpreis) sowie gegebenenfalls Gebühren für einen Makler (etwa 3 % bis 6 % des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer).

Die anfallenden Erwerbsnebenkosten sollten aus Eigenkapital getragen werden können. Deine 40.000 Euro können diese in jedem Falle decken, was durchaus schon einmal sehr positiv ist.

Anhand Deiner Angaben stehen Deine Finanzierungsmöglichkeiten durchaus gut. Gerade, wenn Du Deine Traumimmobilie gefunden hast, solltest Du die Gelegenheit nutzen.

Daher meine Empfehlung an Dich - Vereinbare ein Beratungsgespräch bei Deiner Hausbank oder auch einem unabhängigen Finanzierungsunternehmen und lasse Dir Deine Finanzierungsmöglichkeiten anhand eines Angebots aufzeigen.

Ich hoffe, ich konnte Dir hiermit schon weiterhelfen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben und drücke Dir die Daumen, dass Du ein gutes Angebot erhältst.

Viele Grüße,

Carina von Interhyp

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ich finde, du hast mit etwa 30% einen guten Eigenkapitalanteil, die Zinsen sind zurzeit niedrig, dein Gehalt ist korrekt - so gesehen würde ja nichts dagegen sprechen.

Außerdem könntest du die Wohnung zunächst vermieten (per befristetem Mietvertrag), bis du dann tatsächlich in den Ort und die Wohnung deiner Träume umziehen kannst.

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Wieder Milchmädchenrechner unterwegs ? Du kaufts da wo du nicht wohnst. Also finanzierst du zwei Wohnungen gleichzeitig, die gemietete und die gekaufte. Ok die fehlenden 70tsd Euro (Nebenkosten) sind nicht viel. 2000- 800 eigene Miete - 100 Kredit. Da bleibt genug über. Die Wohnung kann man ja auch vermieten. 1. Mietnormade 2 Jhre rausklagen und defekte Wohnung kosten 20-30td Euro 2. Job weg - in Hartz4 gerutsch - Wohnung muss vorher verkauft werden 3. Du ziehst um - vermutlich wohnst du ja nicht dort - weil es dort keine Jobs gibt . Wie finanzierst du dann die Wohnung Kauf dir dort die Wohnung wo du lebst, zieht ein. Verkauf Sie dann wenn du wegziehst und kauf dann die nächste.

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Kommentar von imwithstupid
14.06.2017, 23:48

Vielen Dank für die Schilderung der Risiken die auf mich zukommen. Wie gesagt, ich bemühe mich um einen job vor ort. Kündigung eines mietvertrages wegen eigenbedarf soll doch funktionieren? gut, HarzIV und Berufsunfähigkeit sind und bleiben zwei grosse Risiken.

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imwi:

Vereinfachte Rechnung

Preis 110 000, Kosten 10 % 11.000, gesamt 121.000 ./. EK 40.000,--,Diff.  80 000 fremdfinanziert, langfristige Anuität mindestens 6 % = 4.800,-- + Wohngeld geschätzt 2.400 = Belastung 7.200 pa., 600 € mtl. Einkommen     2 000 mtl., keine unterhaltspflichtigen weiteren Personen und Verbindlichkeiten.

Durchaus machbar.

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