Eigentumswohnung - Beurteilung der Abrechnung nach WEG für Zwecke der Einkommensteuer (V+V)?

2 Antworten

Die Hausgeldvorauszahlungen, soweit sie Zahlungen in die Rücklage betreffen, sind keine steuerlichen Werbungskosten. Erst eine Inanspruchnahme der Rücklage (z.B. für eine Sanierung) führt im Zahljahr zu Werbungskosten.

Wie kommst Du darauf, dass Hausgeldvorauszahlungen "Einnahmen" sind? Sicherlich nicht für Dich!

Hausgeldvorauszahlungen "Einnahmen"

In einer Abrechnung des Verwalters (wie wohl wiedergegeben) sind sie das schon.

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Ich habe die Hausgeldvorauszahlungen nicht als Einnahmen behandelt. Der erste Teil stellt die Jahresabrechnung der Verwaltungs-GmbH für die WEG dar, welche die Hausgeldvorauszahlungen als Einnahmen darstellt, welche der Vermieter sich damit quasi selbst gezahlt hat.

Ich verstehe diese Abrechnungsart eher so wie zwischen Mieter und Vermieter. Das Hausgeld ist eine Art Umlage, die der Vermieter vorauszahlt. Da Umlagen auch als Einnahmen zu werten sind, verstehe ich insoweit die Abrechnung aus Sicht der WEG. Ich versuche mir das als eine Form der gesonderten und einheitlichen Feststellung vorzustellen, nur dass das selbst gezahlte Hausgeld sich neutralisiert und die Kapitalerträge als sonstige Feststellung bei KAP anzusetzen sind.

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Nur ein paar Anmerkungen zu der nicht-Frage:

Eine Verwaltungs-GmbH verwaltet keine WEG.

"Zinserträge Geldanlagen: 100 €" - lach

Die die V+V gehören die Ausgaben aus der Hausgeldabrechnung

Die Zinsen haben m.E. nichts darin zu suchen, die gehören in KAP. Angaben zur Instandhaltungsrücklage sind für V+V irrelevant.

Die Rechnung wäre dann

Miete + NK + sonstige Einnahmen ohne Zinsen ==> Einnahmen

Hausgeldkosten ohne KapESt/SolZ + Grundsteuer + AfA+ Finanzierungskosten ==> Ausgaben

Danke für die Antwort. Meines Erachtens gehören die Zinserträge aus Geldanlagen ja auch nicht in die V+V Einkünfte des Vermieters, da es sich um Geld der WEG handelt, kann diese für sich denk ich ja das als Einnahmen (an-)rechnen.

Laut Verwaltungs- und Rechtsprechungsmeinung muss eine WEG ihre Einkünfte grds. nicht gesondert und einheitlich feststellen lassen, sondern kann eine Abrechnung nach dem WEG erstellen. Nach den Mustern, die ich gefunden habe entspricht diese auch den dortigen Gliederungen.

Bei einer ges. u. einh. Feststellung würde man doch aber nicht die selbst gezahlten Hausgeldvorauszahlungen wiederum als eigene Einnahme ansetzen - sofern nicht der Mieter das Hausgeld direkt bezahlt.

Ich kenne es einfach nur so, dass man einfach die Hausgeldzahlungen zu-/abzüglich IHR als Werbungskosten ansetzt. Ich bin mir insbesondere nicht sicher, was die sonstigen Einnahmen der WEG angeht (Keller usw.), die dem Vermieter gar nicht zugeflossen sind, sondern im Rahmen der Jahresabrechnung verrechnet bzw. in die IHR fließen. Vielleicht ist auch einfach nur die Abrechnung verwirrend (bzw. falsch).

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Perfekte Wohnung gefunden, aber Indexmietvertrag - Nehmen oder nicht?

Hallo zusammen,

ich habe nach langer Suche in diesem anstrengenden Wohnungsmarkt die perfekte Wohnung für mich gefunden: Gross, hell, zentral, gut angebunden, schöne Parks in der Nähe, sehr günstige Miete für diese Toplage.

Nun wird es sich wohl aber um einen Indexmietvertrag handeln wird. D.h. dass die Wohnung gemäss Verbraucherpreisindex steigen kann (https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbraucherpreisindizes/Tabellen_/VerbraucherpreiseKategorien.html?cms_gtp=145114_list%253D2%2526145112_list%253D2%2526145110_slot%253D2).

Ich wohne momentan verhältnismässig zentral und sehr günstig, allerdings gefallen mir sehr viele Sachen an meiner aktuellen Wohnung überhaupt nicht, wie etwa die Gegend und die Tatsache, dass ich in meiner merkwürdigen "Küche" gar nicht kochen kann. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl, schon seit meinem Einzug.

In der Neuen stimmt einfach alles. Habe mich sofort in sie verliebt.

Aber ich bin eine Person, die Sachen planen muss und eine gewisse Sicherheit im Leben braucht. Daher ist mir eine günstige Wohnung sehr wichtig, damit ich dort auch langfristig bleiben kann, unabhängig von meinen Einkommensverhältnissen. Da macht mir solch ein Indexmietvertrag etwas Angst, da die Miete potentiell jedes Jahr steigen könnte und ich dann langfristig vielleicht die Wohnung nicht mehr halten kann und auf der Strasse lande.

Hat jemand schon einen Inexmietvertrag abgeschlossen oder Erfahrungen mit Indexmietverträgen gemacht? Sind die Mieterhöhungen durch den Index spürbar? Wie geht ihr damit um, dass die Mietsteigerung wegen der Inflationsrate unvorhersehrbar ist?

Ich bin ganz hin- und her gerissen. Die Wohnung ist so toll, aber dieser Indexmietvertrag macht mir gerade etwas zu schaffen. Habt ihr Ratschläge?

Danke euch.

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