Eigenheimzulage entfällt-gibt es alternative Förderungen?

3 Antworten

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Die Eigenheimzulage war eine Steuersubvention - das gibt es schon seit Jahren nicht mehr, und auch keinen "Ersatz", zumindest nicht von Vater Staat.

Aber altersgerechtes Umbauen oder energetische Sanierung werden durch günstige öffentliche Kredite gefördert durch die KfW Bank - nur besonders attraktiv ist das zurzeit nicht, da ja auch die Hypothekenzinsen im Zinstal verharren....

Natürlich gibt es Gegenden, wo kaum jemand bauen will, zu weit abgelegen. Dort kann man natürlich vielleicht noch preiswert Bauland erwerben, so sichert sich manche Gemeinde nämlich Neubürger. Besonders gern Familien mit Kindern (damit die Schulen vor Ort weiter betrieben werden können.) Solche Bauherren sind in einigen Gebieten in Rheinland-Pfalz beispielsweise herzlich willkommen...

Wie meinst du das? Der Staat hat schon vor acht Jahren - zurecht - das gestrichen. Dass er Wohnungsbau nicht fördern muss, damit die Preise in abwegige Höhen steigen, lässt sich im München gut verfolgen.

Es gibt weiterhin die Wohnungsbauprämie, die VL-Zulage und es gibt neuerdings Wohnriester. Die ersten beiden fördern aber nur Menschen mit geringem Einkommen und das dritte ist kein Geschenk, das man nur bekommt, wenn man baut.

hat schon vor acht Jahren

Naja, imerhin ist die Frage in einwandfreiem Deutsch gestellt. Manche brauchen da eben ein bisschen :-)

Das mit München kannst du mir schlicht gestricktem Geist mal ganz kurz erklären?

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@EnnoBecker

Gerne!

Erst § 7 b, dann § 10 e, dann Eigenheimzulagengesetz. Jeder dachte, damit die Bauträger gut leben können, braucht es ordentliche Zulagen vom Staat. Dass die Förderung - wie anderes, also die degressive Abschreibung auf Neubauten oder die Denkmalabschreibung - von Bauunternehmen/Bauträgern, alternativ auch mal vom Grunstücksverkäufer, auf den Preis draufgeschalgen wurde, setze ich mal als bekannt voraus. Schuld sind die Käufer, die diese Förderung gedanklich vom Kaufpreis abziehen.

Nun gibt es seit acht jahren nichts mehr und was passiert? Immobilien in Mnchen und anderswo haben neue Rekordpreisstände erreicht. Was lernen wir daraus: Diese Förderungen waren nun wirklich überflüssig.

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@Rat2010

Verstanden.

Aber wieso wurde und wird nur in München, Mnchen und anderswo gebaut?

Noch etwas Erschreckendes lässt sich ableiten:

Schuld sind die Käufer, die diese Förderung gedanklich vom Kaufpreis abziehen.

....und als es die EHZ nicht mehr gab, dachten die Käufer "tja, Pech, dann krieg ich keine EHZ mehr muss den Kaufpreis ganz allein bezahlen" - und der Kaufpreis blieb derselbe.

Die EHZ hat also die Preise nach oben getrieben.

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@EnnoBecker

Die Förderungen davor und die EHZ trieben gewaltig.

Die Länder Europas, mit den teuersten Immobilien und den geringsten Eigentumsquoten, sind Deutschland und die Schweiz. Nicht zufällig die Länder, die den Erwerb von Wohneigentum hoch förderten und im Falle der Schweiz immer noch fördern.

Es wird nebenbei (auch in München) immer noch gefördert. Nur halt nicht mehr mit der Gießkanne sondern sehr gezielt.

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@Rat2010

Was du nur immer mit München hast..... Wer will denn jemals so weit weg?

Aber danke, dass du meine Überlegung bestätigst.

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