Eigene Immobilie in jungen Alter

6 Antworten

Hallo Wertze85,

ob der Kauf einer Immobilie für Dich und Deine Freundin der richtige Weg ist, lässt sich so pauschal leider nicht beantworten.

Grundsätzlich solltet Ihr Euch nur dann eine Immobilie kaufen, wenn Ihr beide den Wunsch nach einem Eigenheim habt. Ihr bindet Euch finanziell für eine lange Zeit, so dass Ihr auch voll und ganz hinter dieser Entscheidung stehen solltet.

Aufgrund des derzeit sehr günstigen Zinsniveaus ist eine Finanzierung für viele Menschen auch mit geringem Eigenkapitaleinsatz realisierbar. Ihr solltet allerdings beachten, dass die meisten Banken wünschen, dass zumindest die bei einem Immobilienkauf anfallenden Erwerbsnebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden sollten. Hierzu zählen die Grunderwerbsteuer (in NRW 5%), die Notar- und Grundbuchkosten (2%) sowie ggf. Gebühren für einen Makler.

Ich empfehle Euch ein Beratungsgespräch bei Eurer Hausbank oder einem unabhängigen Finanzierungsvermittler wahrzunehmen. So könnt Ihr zunächst einmal Euren Finanzierungsspielraum ermitteln und Euch berechnen lassen, ob sich der Immobilienkauf im Vergleich zur Mietzahlung für Euch lohnt.

Alles Gute und viele Grüße

Melissa, Interhy AG

Ich rechne etwas anders, als viele, die hier geantwortet haben.

Die wirklich entscheidende Frage ist, ob Ihr die Kosten (das sind die Zinsen ohne Tilgung und die Bewirtschaftungskosten, die sog. Nettobelastung) auf Dauer aus Euren Einkommen decken könnt. Der Maßstab sollte sein die Miete, die Ihr für ein vergleichbares Haus zur Miete zahlen müsstet und auch würdet, die "Vergleichsmiete". Dabei darf die Nettobelastung (siehe oben) schon 10 oder 20 Prozent höher sein als die Vergleichsmiete. Es ist nämlich ein völlig anderes Lebensgefühl, wenn man in seinen eigenen 4 Wänden und auf dem eigenen Grundstück wohnt, als wenn man in einem Mietobjekt wohnt.

Ich habe die Tilgung herausgelassen, weil das ja Geld ist, dass man "in die eigene Tasche spart". Die Tilgung greift nur die Liquidität an, nicht die Solvenz (d.h. den Zustand des "nicht pleite Seins"). Die muss allerdings stets gegeben sein, sonst gibt's Ärger mit den Banken! Viele Finanzierungen scheitern daran, dass die Eigentümer sich übernehmen. Die Frage, in welcher kurzen Zeit die Immobilie bezahlt ist, ist vollkommen unwichtig. Wichtig ist die langfristige (siehe oben: "auf Dauer") Tragbarkeit der Belastung. Bei den gegenwärtigen Zinsen sollte die längstmögliche Zinsfestschreibung und die geringstmögliche Tilgungssatz (Tilgungsfreiheit über 10 Jahre sind üblich) gewählt werden.

Zum Objekt: Ich kenne Hamburg besser als Düsseldorf und in Hamburg gibt es für 220.000 Euro nichts, was man auch nur "als Eigenheim" in Betracht ziehen sollte. Unter 300.000 oder besser 350.000 Euro wird es hier nichts. Und die märchenhaften "Schnäppchen" mag es geben (Tipp: runtergekommene Häuser auf guten Grundstücken von Erbengemeinschaften), aber nur für Leute, die viel Zeit in die Recherche stecken. Mir ist das vor 24 Jahren gelungen und damals waren die Zinsen viel viel höher als heute. Aber, wichtig, alle Familienmitglieder wollten es und waren bereit, durch eigene Arbeit mitzuhelfen, wenn's eng wird, was dann nicht notwendig war. Jetzt sind wir heilfroh, dass wir es gemacht haben. Das Haus ist doppelt so viel wert als wir investiert haben. Die immer noch hohe Restschuld ist langfristig finanziert und kostet nur noch 3 Prozent. Damit sit die Belastung nur noch rund die Hälfte von dem, was wir, vorsichtig gerechnet, an Miete für solch ein Haus zahlen müssten.

Und das Zusammenhalten und der gemeinsame Wille ist wichtig. Wie stabil ist denn die Beziehung? Und warum heiratet Ihr nicht. Zu meiner Zeit war das noch ganz normal: Studium abschließen, erster gut bezahlter Job und Heirat, Kinder bringt der Weihnachtsmann. Heute geht es um Selbstfindung, Alles-offen-Halten und Klagen über die mangelhaften finanziellen Aussichten im Alter.

Als ich las, dass Du Dir als Alternative sozusagen überlegst, ein Auto zu kaufen, das mehr kostet als ein "fahrbarer Untersatz, habe ich einen richtigen Schrecken bekommen. Hallo? Das geht nun gar nicht. Wenn Du mit einem Hauskauf "ins Risiko" gehst und das solltest Du nur tun, wenn die Gesamtrechnung auch unter ungüstigen Annahmen einigermaßen aufgeht, sollte alles nicht Notwendige "nice to have" ganz aus dem Etat gestrichen werden. In Hamburg braucht man wegen der guten öffentlichen Verkehrsmittel kein Auto. Der Zugang zu diesen ist natürlich ein erstrangiges Auswahlkriterium!

Und übrigens, eine Eigentumswohnung zum selbst Bewohnen käme für mich nicht in Frage. Damit nimmt man die Nachteile eines Immobilienbesitzes in Kauf (finanzielle Verantwortung, Bindung) ohne die Vorteile (eigenes Schalten und Walten) dafür zu bekommen. Die Abhängigkeit von der Eigentümergemeinschaft und dem Verwalter kann einem die Freude schon verderben.

Ich liebe Immobilienanlagen! Wenn andere Sonntag haben, schreibe ich Nebenkostenabrechnungen und eben während des Fußballspiels rief eine Mieterin an um mir mitzuteilen, dass seit 3 Tagen der Küchenabfluß verstopft ist. Aber bei Dir soll es ja nicht um eine Mietsache gehen, sondern um eine eigengenutzte Immobilie.

Mit der Immobiliensituation im Rheinland kenne ich mich etwas aus. Ich wohne in Köln. Daher darf ich mir das Urteil erlauben, dass man auch für 220.000 Euro hier kein schönes Einfamilienhaus bekommt und schon gar keins in guter Lage. Alte Bruchbuden am A... der Welt mag man vielleicht gerade noch für diesen Betrag ergattern können, müßte aber dann den gleichen Betrag für die Sanierung reinstecken. Für ein "schönes" EFH solltest Du mal die Vorstellungen verdoppeln, verdreifachen oder vervierfachen. Dann hat sich die Sache vermutlich erledigt.

Mit 15.000 EUR Eigenkapital kannst Du vermutlich noch nicht mal die Kaufnebenkosten voll bezahlen. Du stehst also beim Kaufpreis ohne eigenes Geld da. Nun sind 4.400 Euro Nettoeinkommen ja schon ein schöner Betrag. Wenn der Job bombensicher ist, wird da die finanzierende Bank großzügig sein, ob so großzügig, dass man Dir den Kaufpreis voll finanziert, wage ich dennoch zu bezweifeln. Ich würde eher noch etwas sparen.

Mit 15.000 EUR Eigenkapital kannst Du vermutlich noch nicht mal die Kaufnebenkosten voll bezahlen.

Ich hab damals eine 110%-Prozent-Finanzierung durchgekriegt. Kein EK, aber zwei gute Gehälter. Manchmal klappt das.

Ich würde eher noch etwas sparen.

Ooooch, doch keine Protzkarre?

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Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung bei Darlehen ohne Tilgung

Hallo, bei mir läuft am 30.Nov.2015 die Zinsbindung (4,95%) eines Darlehens (über 27.098,00€, im Nov. 1995 abgeschlossen) aus, welches ich gerne bereits heute kündigen würde. Dieses Darlehen hat noch keinerlei Tilgung erfahren (monatl. 111,78€ Zinsen), da es mit einer Lebensversicherung abgegolten werden sollte. Zu meiner Frage: Wie werden hier die Vorfälligkeitszinsen berechnet? Bedeutet das, dass ich nun 32x 111,78€ (=Zinsausfall), also ca. 3600,00 Bezahlen muss?

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Baufinanzierung Hilfe

Hallo Zusammen,

wir planen folgendes Projekt.

Daten Haus:

Neubau einer massiven DHH, E70 EG+OG+DG+KG 122m2 Wohnfläche 5 Zimmer WU Beton-Keller (gedämmt und mit Heizkörpern) Heizungsanlage Wärmepumpe und Fussbodenheizung

Kosten:

Herstellungskosten Haus Festpreis 240.000 EUR (Schlüsselfertig)

Grundstückskosten inkl. Erschl., Grunderwerb, Notar: 170.000 EUR

Baunebenkosten: ca. 30.000 EUR

Garage: 8.500 EUR

Bemusterungspuffer: 5000 EUR

Material für Bodenbeläge, Farbe: 6000 EUR

Außenanlagen (ca. 16.500 EUR)

Gesamtkosten: 475.000 EUR

Eigenkapital: 60.000 EUR

Eigenleistung: 20.000 EUR

Fremdkapital:

396.000 EUR

Ich habe an Hand der Daten mir von zwei verschiedenen Finanzmaklern Finanzierungsangebote errechnen lassen, dass wir auf eine monatl. finanzielle Belastung von ca. 1400 EUR kommen.

Fragen:

Könntet ihr mir diese Angebote mit euren Erfahrungen und Wissen beurteilen?

Was ist gut, was ist schlecht an den einzelnen Komponenten?

Was könnte man anders machen oder besser machen?

Wo sollte man etwas verändern?

Würdet ihr eher einen reines Anutätendarlehen empfehlen? Ohne Kombi o. Riester? Wie lange sollte die Zinsbindungsdauer mind. sein? und anf. Tilgung?

Vielen Dank euch!!!!

LG


  1. Angebot

a) Riester-Darlehen (Ehemann): 136.000 EUR Hier fließen jährl. Grundzulage Mann (154 EUR) und 1 Kind (300 EUR) in die Tilgung ein.

Auszahlung: 100% Sollzins 3,44 % Effektiv 3,49 % Anf. Tilgung 1% Sondertilgung 5% Sollzinsbindung 20J. Rate 503,20 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 3M nach Zusage) Kosten Gutachten keine Bearbeitungsgebühren keine Restschuld ca. 84.919,71 EUR nach Sollzinsbindung Kalk. Vertragslaufzeit 34 J. 7 M (o. Sondertilgungen)

b) KFW 124 (Wohneigentum): 50.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 2,60 % Effektiv 2,63 % Tilgungssatz 2,01% (p.a. zzgl. ersparter Zinsen) Tilgungsbeginn nach 3J. Sollzinsbindung 10J. Rate 192,08 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 4M und 2Banktage nach Zusage) Gebühren keine Restschuld ca. 42.293,58 EUR nach Sollzinsbindung (Tilg.freie Zeit berücksichtigt) Kalk. Vertragslaufzeit 35 J. (o. Sondertilgungen)

c) KFW 153 (Energieeff. Bauen): 50.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 1,45 % Effektiv 1,46 % Tilgungssatz 2,90% (p.a. zzgl. ersparter Zinsen) Tilgungsbeginn nach 2J. Sollzinsbindung 10J. Rate 181,25 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 12M nach Zusage) Gebühren keine Restschuld ca. 37-708.25 EUR nach Sollzinsbindung (Tilg.freie Zeit berücksichtigt) Kalk. Vertragslaufzeit 30 J. (o. Sondertilgungen)

d) Anuitäten-Darlehen: 160.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 2,78 % Effektiv 2,82 % Anf. Tilgung 1% Sondertilgung 5% Sollzinsbindung 10J. Rate 504,00 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 6M nach Zusage) Kosten Gutachten keine Bearbeitungsgebühren keine Auszahlungen 1 Restschuld ca. 141.579,21 EUR nach Sollzinsbindung Kalk. Vertragslaufzeit 47 J. 11M (o. Sondertilgungen)


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Einkommenssteuererklärung - Mit wieviel Rückzahlung kann ich rechnen?

Fakten:

  • bis April 2008 Student (jetzt Dipl.-Kfm.)
  • bis einschließlich Juni 2008 Arbeitslosengeld bekommen
  • seit 01. Juli im festen Arbeitsverhältnis
  • seitdem ca. 21.000 EUR brutto verdient

Also, in dem halben Jahr habe ich etwas mehr als 21.000 EUR brutto gemacht. Bei der Gehaltsabrechnung wurde der Freibetrag von 7.664 EUR immer irgendwie vernachlässigt. Habe im Internet verschiedene Brutto- Nettorechner benutzt und wenn ich bei Freibetrag die 7664 EUR eingetragen habe, stimmte nie das Nettoeinkommen...erst als ich den Freibetrag weggelassen habe passte das Nettoeinkommen welches ich bekomme. Mir wurde gesagt, dass das die Firma in der Abrechnung von vorne herein nicht berücksichtigt, um böse Überraschungen beim Einkommenssteruerbescheid zu vermeiden. Mmmmhhh...wird wohl richtig sein. Jetzt frag ich mich halt mit was ich an Rückzahlung rechnen kann???

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Kann man hier eine individuelle Klagen machen, ohne das der Rest der Eigentümer betroffen ist? Wir haben alle kein Problem mit der Abrechnung, müssen aber alle auf diesen einen nun Warten. Hat jemand mit soetwas schon mal Erfahrungen gemacht? Danke

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Habe gehört, dass wenn man eine ETW kauft dann zahlt man (Tilgung,Hausgeld und Nebenkosten)

Tilgung: Soweit ich weis je höher die Tilgung ist, desto schnell wird der Darlehen zurückgezahlt stimmt das?Also muss dann die Tilgung bei 8% liegen, wenn man innerhalt 10 Jahre die Wohnung abbezahlen will.

Hausgeld und Nebenkosten: Vom Hausgeld werden ja Müllabfuhr, Winterdienst, Treppenreinigung, Schornsteinfeger, kleine Reparaturn am Gemeinschafteingenum bezhalt (da gehört Strom, Telefon und Grundsteuer nicht dazu) muss man beim Nebenkosten dann Warmwasserzahlen oder was genau zahlen?

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Vielen Dank für eure Antworten.

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Finanzielle Hilfe vom Staat

Hallo Forum, vielleicht kann mir jemand helfen? Meine Mutter lebt getrennt von meinem Vater. Sie möchte in eine eigene Wohnung einziehen und arbeitet aus gesundheitlichen Gründen in Teilzeit. Sie hat einen Behinderungsgrad von 30 wenn ich mich nicht irre. Ihr Nettoeinkommen liegt bei ca. 900 EUR.Sie lebt lebt bescheiden und bei Berechnung ihrer monatl. Kosten komme ich auf ca.660 EUR. Sie ist nicht in der Lage in Vollzeit zu arbeiten.

Sie zieht bald in eine eigene Wohnung ein. -300 EUR miete Kalt -80 EUR Nebenkosten -50 EUR Strom -17 GEZ -20 Handy -16 KFZ Steuer -100 Lebensmittel - 50 Kleidung - 50 Tanken

Wie Ihr denkt, könnte man hier noch einiges an Kosten aufzählen, um die eigene Grundversorgung zu sichern.

Ich helfe ihr beim Umzug etwas finanziell aber gibt es nicht vielleicht irgendwie finanzielle Hilfe vom Staat? Es kann doch nicht sein, dass eine Frau die hart im Einzelhandel arbeitet sich nichtmals in einem Land wie unseren Grundbedürfnisse sichern kann. Die oben aufgeführten Punkte sind doch nicht zu viel verlangt?

Ich würde mich freuen, wenn uns jemand ein paar Tipps geben kann an wenn wir uns wenden könnten.

p.s. Vater ist leider überschuldet.

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