Eigenbedarfskündigung wegen Krankheit?

5 Antworten

Wenn die Brüder ohnehin im gleichen Haus wohnen, ist die Versorgung der Eltern ja vom Dachgeschoss aus genauso möglich. Und ein Einzug der Brüder wäre genauso in die Wohnung im 1.OG möglich, wenn die Wohnungen gleich groß sind.

Die zunehmende Erschwernis, Treppen zu steigen, dabei käme es m.E. darauf an, wie ausgeprägt dies schon ist.

Wesentlich zielführender erscheint mir zum jetzigen Zeitpunkt ein unschlagbares Angebot. Angefangen mit

"Ihr müsst die alte Wohnung nicht renovieren, bekommt aber die neue Wohnung frisch renoviert", über

"wir bezahlen die Umzugshelfer"

"einen Monat mietfrei wohnen"

"In der neuen Wohnung wird eine neue Einbauküche verbaut"

oder sonstige Schmankerl.

Mein Vater ist stark dement und es gab schon die Situation wo er total verwirrt auf dem Balkon stand. Da ist natürlich die Angst groß dass dort was passieren würde. Daher möchten wir dass beide in die EG Wohnung ziehen und die Kinder in die Wohnung mit einziehen, damit die Pflege Tag und Nacht gesichert ist

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@Berry89

Ja, die Frage ist trotzdem, ob man den harten und zunächst teuren Weg einer Eigenbedarfsklage geht, oder den Mietern den Tausch schmackhaft macht. Am besten noch so, dass man die Kosten dieser Bestechung steuerlich gut verwerten kann.

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Hallo!

Eine Eigenbedarfskündigung ist immer möglich.

Wiedersprechen die Mieter jedoch der Kündigung muss meines Wissens nach abgewogen werden, ob die Interessen des Vermieters gegenüber den Interessen der Mieter überwiegen.

Da in der aktuellen Situation eine Wohnungssuche sehr schwer sein dürfte und die Familie 2 Kinder hat, haben sie durchaus ein berechtigtes Interesse daran, in der Wohnung zu bleiben.

Der Vermieter wiederum muss dann darlegen warum es für ihn wichtig ist, dass die Kinder vom DG ins EG ziehen und weshalb das Interesse gegenüber dem der Familie überwiegt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Funktionieren könnte höchstens, dass deine Eltern kündigen, weil sie aufgrund gesundheitlicher Probleme keine Treppen mehr steigen können und daher selbst in das EG umziehen müssen.

Das Angebot an die Familie dafür ins 1. OG umzuziehen dürfte funktionieren. Da werden die dann nichts gegen sagen können.

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Danke für die Rückmeldung. Ich möchte es halt nicht in die Länge ziehen und einen Rechtsstreit vermeiden, da ich weiß wie kostspielig das ganze sein kann. Nur weiß ich nicht wie gut die Chancen sind, da meine Eltern ja schon im Haus wohnen und die Wohnung genauso groß ist wie die EG Wohnung. Einen Wohnungstausch werden wir anbieten, allerdings bin ich ziemlich sicher, dass der Tausch abgelehnt wird und die Kündigung nicht angenommen wird, da wir bereits im Gespräch waren mit den Mietern und sie es deutlich gemacht haben, dass sie nicht ausziehen wollen

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Hallo, ich schließe mich dem oben genannten an. Eigenbedarf liegt vor, wenn der Vermieter die Wohnung für sich, in seinem Hausstand lebende Personen oder enge Familienangehörige benötigt. Darunter fallen auch die Eltern! Eine Eigenbedarfskündigung ist daher möglich.

Warum denn nicht die Mieter im EG um einen Wohnungstausch "bitten" .

Ein Eigenbedarf ... sprich der Bruder möchte in die Wohnung vom DG ins EG umziehen wird eher schwerlich umzusetzen sein.

Hier geht es darum, dass die Eltern zusammen mit den zwei Söhnen ins EG ziehen wollen.

Ein Tausch wird angeboten. Nur weiß ich nicht, wie gut unsere Chancen sind, dadurch dass sie zwei Kinder haben

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@Berry89

Gegen eine Eigenbedarfskündigung und angebotener Ersatzwohnung gleicher Größe im gleichen Haus käme die Familie trotz 2 kleiner Kinder nicht an.

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kann man das nicht immer tun?

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