Ehrenamt - Fahrtkosten als Werbungskosten?

2 Antworten

Nein.

Es fehlt die Einkunftsart, bei der es abgezogen werden sollte.

Der Träger der Landesgartenschau wäre aber berechtigt Dir eine Spendenquittung für den Aufwand auszustellen.

4.000 Kilometer wären nach steuerlichen Grundsätzen ein Aufwand von 1.200,- Euro. Ich bezweifele, dass dieser Betrag ohne Rückfrage bei Einkommensteuererklärung akzeptiert wird.

Hast Du irgendeinen Beleg über Deine Tätigkeit für diese Landesgartenschau?

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Guten Tag "wfwbinder" ... zunächst einmal DANKE für die Information.

Belege = Urkunde der Geschäftsführung der Landesgarten mit Vermerk der geleisteten Stunden und Nachweis der Landesregierung über ehrenamtliche Tätigkeit.

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@padelsta

Also, was nun kommt ist ein Versuch und ggf. vom Wohlwollen der finanzbeamten abhängig. Es wird auch interessant sein, was die werten Kollegen kommentieren, die meine Antwort positiv bewertet haben.

Ich würde die Kilometer multipliziert mit 30 Cent als Spende einsetzen, als hättest Du die Kosten als Spendenbescheinigung vorliegen.

Auf die Rückfrage würde ich dann die vorhandenen Unterlagen einreichen und hoffen, dass es akzeptiert wird. Bei ausgaben reicht es nämlich auch, dass sie glaubhaft gemacht werden. Also könnte es klappen, wenn der Bearbeiter es für glaubhaft hält.

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@wfwbinder

danke ... versuchen kann ich es ja, obwohl es sich nicht wirklich gut anfühlt :-) Aber Du scheinst aus Erfahrung zu sprechen.

Allerdings wäre da eine Regelung seitens des Staates doch einmal angebracht, denn was wären viele Vereine und Institutionen ohne Ehrenamt. Und ganz ehrlich - da wäre es doch nur gerecht, wenigsten die Unkosten erstattet zu bekommen.

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@padelsta
Aber Du scheinst aus Erfahrung zu sprechen.

Na ja, im Januar hatte ich 40. Berufsjubiläum als Steuerbevollmächtigter/Steuerberater.

Und ganz ehrlich - da wäre es doch nur gerecht, wenigsten die Unkosten erstattet zu bekommen.

Aber das kann der Staat nicht bestimmen, das muss die jeweilige Institution über die Satzung machen.

Es ist aber eigentlich immer üblich zumindest die "Aufwendungsspende" zu bescheinigen.

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@wfwbinder

Vielen Dank wfwbinder - dann weiterhin viel Freude bei der Beantwortung der vielen Fragen hier. Ich werde Deinen Tipp verwenden. Gute Nacht

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@wfwbinder

Na, wenn das durchgehen würde, sähe ich kein Wohlwollen, sondern ein Dienstvergehen.

Spenden sind per Spendenbeleg nachzuweisen.

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Die Inanspruchnahme des Lohnsteuerhilfevereins könnte sich in deinem Fall lohnen.

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Nein, es wäre rausgeschmissenes Geld.

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Ehrenamtsfreibetrag und Übungsleiterfreibetrag

Hallo,

es gibt ja den Ehrenamtsfreibetrag und den Übungsleiterfreibetrag, die bis zu einer Grenze von 500 bzw. 2100 pro Jahr gelten.

Angenommen, man geht nun einer Übungsleitertätigkeit nach, die im Jahr die vollen 2100 Euro einnimmt, kann man dann noch weitere 500 Euro steuerfrei einstreichen, indem man eine oder mehrere weitere ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. Rettungsdienst fahren und/oder Blutspenden) macht? Oder sind die 2100 Euro die maximale Obergrenze für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten?

Stimmt es, dass, wenn man keinem 400 Eurojob nachgeht, sogar die 4800 Euro pro Jahr (400 Euro im Monat) noch zusätzlich für die ehrenamtliche Tätigkeit verwenden kann, womit man somit monatlich 616,66 Euro (400 Eurojob + 175 Euro Übungsleiter + 41,66 Euro weiteres Ehrenamt) bzw. 575 Euro (400 Eurojob + 175 Euro Übungsleiter+ehrenamtliche Tätigkeit), je nachdem, was jetzt für den oberen Abschnitt zutrifft, steuerfrei einstreichen kann?

Gruß yxcvbnm1989

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