Ehefrau hat bei Selbständigkeit nur Verluste, mindert das Steuerlast des angestellten Ehemannes?

2 Antworten

Mal abgesehen davon, dass wenn sie nachhaltig nur Verluste macht, das Finanzamt eine Liebhaberei annahmen kann und den Verlustausgleich versagen wird, bringt es natürlich entsprechende Vorteile.

Wenn Sie um Beispiel 5.000,- Euro Verlust macht, kann das schon mal 1.500 Vorteil bringen

Sie sollten mal in Ihrem Steuerbescheid unter dem "Kleingedruckten" gucken, ob die negativen Einkünfte nur vorläufig festgesetzt werden - dann könnte es sein, dass Ihre zukünftige Frau irgendwann aufgefordert wird, ihre Gewinnerzielungsabsicht nachzuweisen. Denn nur bei Gewinnerzielungsabsicht können Verluste geltend gemacht werden, ansonsten geht das Finanzamt von "Liebhaberei" aus, so wie @wfwbinder das schon beschrieben hat.

Angestellt + nebenbei Selbstständig. Ab wann Liebhaberei?

Guten Tag,

Ich war die letzten acht Jahre selbstständig als Tonmeister tätig und habe seit dem ersten Jahr der Unternehmensgründung Gewinne erzielt. Gleichzeitig habe ich in großem Umfang ein Betriebsvermögen (Tonequipment) aufgebaut und angefangen abzuschreiben. Der Großteil dieser Abschreibungen (und steuerlicher Entlastung) steht noch aus.

Allerdings habe ich im letzten Jahr zugleich eine Tätigkeit als Angestellter aufgenommen (Equipment wird hier nicht genutzt), das selbstständige Unternehmen läuft in Absprache mit dem Arbeitgeber seitdem nebenher. Im letzten Jahr habe ich beim selbstständigen Unternehmen noch hohe Gewinne gemacht. Dieses Jahr werde ich deutliche Verluste erzielen (kaum Einnahmen, weiterhin Abschreibungen als Ausgaben).

Ich möchte von den Ausgaben des Unternehmens weiterhin profitieren und damit die Steuerlast meiner Anstellung senken. Die Rechtfertigung sehe ich darin, dass ich mit dem Betriebsvermögen das ich beim selbstst. Unternehmen abschreibe, zuvor große Gewinne erzielt und versteuert habe (Die eigentlichen Ausgaben für das Betriebsvermögen kamen mir damals ja nur in kleinem Umfang zugute).

Meine Frage:

Ab wann wird mir dieses Unternehmen als Liebhaberei ausgelegt? Und wenn es nicht direkt in diesem ersten Verlustjahr passiert, könnte es später rückwirkend auf den jetzigen Zeitpunkt gelegt und Steuern rückverlangt werden? Welchen Effekt hätte die völlige Betriebsauflösung, würde ich nicht durch Übergabe des Betriebs- ins Privatvermögen Gewinne erzeugen, die die Steuerlast erhöhen?

Besten Dank und MfG,

Gregor

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