Ehefrau hat bei Selbständigkeit nur Verluste, mindert das Steuerlast des angestellten Ehemannes?

2 Antworten

Mal abgesehen davon, dass wenn sie nachhaltig nur Verluste macht, das Finanzamt eine Liebhaberei annahmen kann und den Verlustausgleich versagen wird, bringt es natürlich entsprechende Vorteile.

Wenn Sie um Beispiel 5.000,- Euro Verlust macht, kann das schon mal 1.500 Vorteil bringen

Sie sollten mal in Ihrem Steuerbescheid unter dem "Kleingedruckten" gucken, ob die negativen Einkünfte nur vorläufig festgesetzt werden - dann könnte es sein, dass Ihre zukünftige Frau irgendwann aufgefordert wird, ihre Gewinnerzielungsabsicht nachzuweisen. Denn nur bei Gewinnerzielungsabsicht können Verluste geltend gemacht werden, ansonsten geht das Finanzamt von "Liebhaberei" aus, so wie @wfwbinder das schon beschrieben hat.

Hallo, muss ich Steuern auf einen Veräußerungsgewinn zahlen, den ich nie erhalten habe?

Mein 2012 verstorbener Vater hat meiner Mutter, meinem Bruder und mir eine Schiffsbeteiligung hinterlassen, die für uns einen Totalverlust der Einlage darstellt. Die Gesellschaft befindet sich in der Insolvenz und uns als Erbengemeinschaft wird ein Veräußerungsgewinn (Einkünfte aus Gewerbebetrieb) angelastet (50% entfallen auf meine Mutter und jeweils 25% auf meinen Bruder und mich).

Wir haben nie auch nur einen Cent Gewinn daraus erhalten und können den Veräußerungsgewinn und die daraus entstehende Steuerlast (Feststellungsbescheid von 2016, der den Einkommenssteuerbescheid von 2012 ändert) nicht nachvollziehen; vermutlich handelt es sich um eine nicht gezahlte zusätzliche Einlage, die wir damals aufgrund finanzieller Probleme nicht zahlen konnten. Meine Mutter und mein Bruder haben im Übrigen vom ihrem Wohnsitz-Finanzamt (Erfurt) keine Steuernachzahlung erhalten.

Daher meine Fragen:

  1. Ist es in einem Sozialstaat wie unserem tatsächlich möglich, dass ich auch einen Totalverlust auch noch Steuern zahlen muss (Hinweis: es geht um einen nicht erhaltenen Veräußerungsgewinn, keine Tonnagesteuer!)?
  2. Ist es bzw. wie ist es möglich, die Verluste zu verrechnen? Geht das gesamt oder prozentual?
  3. Kann man bzw. wie kann man einen Erlass der Steuerschuld beantragen?
  4. Gibt es sonstige Möglichkeiten, die Steuerschuld zu umgehen oder zumindest zu mindern?

Vielen Dank im Voraus!

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Steuerlicher Vorteil bei angestellter Ehefrau?

Da wir gerade ein ungutes Gefühl unseren STB betreffend haben, möchte ich hier meine Fragen mal loswerden.

Mein Mann ist seit vielen Jahren selbständig, ich habe in den letzten Jahren immer unentgeltlich mitgearbeitet neben meinem Job. Nun schlug der STB im letzten Jahr vor, dass ich nun "offiziell" gegen Bezahlung mitarbeite. Da ich in meinem alten Job unzufrieden war beendete ich diesen. 1 Monat nach meiner Anstellung haben wir geheiratet. Auf Empfehlung des STB wechselte ich in Lohnsteuerklasse 3, wobei mir das monatlich keinen Vorteil brachte.

Soweit die Vorgeschichte. Um das ganze mal mit Zahlen zu untermauern: Mein Brutto-Arbeitslohn lag bis Juli 2009 bei mtl. 575 Euro. Das von meinem Mann bezahlte Brutto-Gehalt beläuft sich seit August 2009 auf ca. 620 Euro monatlich. Ich hatte noch etwa 125 Euro Einnahmen in 2009 aus einem "400-€-Job" und etwa 150 Euro Gewinn aus meiner nebenberuflichen Selbständigkeit. Jahreseinnahmen meines Mannes in 2009 ca. 60 tsd. Euro, davon ca. 40 tsd. Euro zu versteuernder Gewinn. Lohnt es sich wirtschaftlich überhaupt für uns das mein Mann mir ein Gehalt zahlt oder schneiden wir uns ins eigene Fleisch? Was würde sich (gemeinsame Veranlagung vorausgesetzt) für uns ändern wenn ich ein vergleichbares Gehalt von einem externen Arbeitgeber erwirtschafte? Lohnt sich überhaupt die gemeinsame Veranlagung?

Ich bedanke mich schonmal

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Steuerlicher Umgang mit Gehalt/Einkommen aus Indonesien?

Meine künftige Ehefrau zieht im Rahmen der Familienzusammenführung von Indonesien nach Deutschland. Auch nach dem Umzug kann sie als Beraterin für ihren indonesischen Arbeitgeber tätig sein.

Bei verminderter Tätigkeit behält sie das Level ihres gegenwärtigen Einkommens von etwa 1.400,- € nach Steuern bei.

Ich selbst bin Angestellter. Wir haben zwei Kinder.

Ist eine Fortsetzung ihres Angestelltenverhältnisses einer Tätigkeit als selbstständige Beraterin in steuerlicher Hinsicht vorzuziehen?

Sehe ich das richtig: Bei Versteuerung Ihres Gehalts als Angestellt wird von der hiesigen Steuerlast die in Indonesien entrichtete Steuer abgezogen?

Info: Zwi­schen Deutsch­land und In­do­ne­si­en besteht eine Abkommen zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung.

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Angestellt + nebenbei Selbstständig. Ab wann Liebhaberei?

Guten Tag,

Ich war die letzten acht Jahre selbstständig als Tonmeister tätig und habe seit dem ersten Jahr der Unternehmensgründung Gewinne erzielt. Gleichzeitig habe ich in großem Umfang ein Betriebsvermögen (Tonequipment) aufgebaut und angefangen abzuschreiben. Der Großteil dieser Abschreibungen (und steuerlicher Entlastung) steht noch aus.

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Ich möchte von den Ausgaben des Unternehmens weiterhin profitieren und damit die Steuerlast meiner Anstellung senken. Die Rechtfertigung sehe ich darin, dass ich mit dem Betriebsvermögen das ich beim selbstst. Unternehmen abschreibe, zuvor große Gewinne erzielt und versteuert habe (Die eigentlichen Ausgaben für das Betriebsvermögen kamen mir damals ja nur in kleinem Umfang zugute).

Meine Frage:

Ab wann wird mir dieses Unternehmen als Liebhaberei ausgelegt? Und wenn es nicht direkt in diesem ersten Verlustjahr passiert, könnte es später rückwirkend auf den jetzigen Zeitpunkt gelegt und Steuern rückverlangt werden? Welchen Effekt hätte die völlige Betriebsauflösung, würde ich nicht durch Übergabe des Betriebs- ins Privatvermögen Gewinne erzeugen, die die Steuerlast erhöhen?

Besten Dank und MfG,

Gregor

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