eBay-Streit mit Käufer: Könnte bitte eine objektive Prüfung der Artikelbeschreibung erfolgen?

2 Antworten

Dein Fehler ist, dass du den Artikel als "gebraucht" verkauft hast. Dann hättest du "als Ersatzteil/defekt" anklicken müssen.

Und diese Aussage:

Insgesamt sieht aber sonst alles nutzungsfähig aus.

weist schonmal gar nicht auf eine kaputte Eisenbahn hin. Das sieht sehr nach arglistiger Täuschung aus. Der Käufer ist im Recht. Zu einem Preis von 121 € kann er funktionierende Teile erwarten.

Das sieht sehr nach arglistiger Täuschung aus.

Unsinn. Woher willst du wissen, dass der Verkäufer von drei defekten Loks und einem kaputten Trafo Kenntnis hatte? Er hat eine Beschaffenheit "in gutem Zustand und vollkommen funktionsfähig" zugesichert und muss nun wegen dieses Sachmangels das Konvolut zurücknehmen, §§ 434, 323 BGB.

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@imager761

Weil er etwas zusichert, das nicht den Tatsachen entspricht. Wenn man Ware verkauft, muss man sich vergewissern, dass das, was man im Angebot schreibt, auch der Wahrheit entspricht.

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Wenn ich definitiv gewusst hätte, dass es nicht funktioniert, hätte ich es auch so angegeben.

Ich dachte eigentlich, dass die Formulierung

>>Eigentlich denke ich, dass es funktionstüchtig sein könnte (habe es selbst vor langer Zeit in Aktion gesehen), aber nach sehr langer Lagerung weiß ich nicht, ob alles tatsächlich noch fährt.<<

als Unsicherheitsfaktor ausreichen würde. Außerdem ging ja auch eine Lok, also war es ja nicht komplett falsch.

Mit nachträglichen Wissen um die Funktionsfähigkeit ist es natürlich einfacher bestimmte Formulierungen zu deuten.

Danke für die Antwort.

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Hallo,

die Aussage >>Insgesamt sieht aber sonst alles nutzungsfähig aus.<< bezog sich auf die Schienen, die zwar schon Patina angesetzt hatten, aber sonst noch nutzungsfähig aussahen. Dies war auch durch den Absatz sichtbar - dachte ich jedenfalls.

Dass die Bahn nicht (komplett) kaputt war zeigt, dass eine Lok doch funktionierte. Natürlich verstehe ich, dass der Käufer andere Hoffnungen hatte. Aber - ich gehe jetzt nur von mir aus - mir wären zu viele Unsicherheiten in der Beschreibung gewesen, wenn ich eine KOMPLETT UND SICHER FUNKTIONSTÜCHTIGE Bahn gewollt hätte. Ich hätte zumindest nachgefragt. Dies ist jedoch - leider - nicht passiert. Ich gebe dem Käufer keine wirkliche Schuld, aber ich dachte tatsächlich, dass ich alle Eventualitäten beschrieben hatte.

Danke.

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Du hast gem. Artikelzustand dem Konvolut insgesamt eine Eigenschaft "in gutem Zustand und vollkommen funktionsfähig" zugesichert.

Und genau diese vereinbarte Beschaffenheit hat sie eben nicht.

Das ist n. § 433 BGB ein Mangel, der zu Vertragsrücktritt berechtigt, §§ 434, 323 BGB :-O

Hallo,

>>in gutem Zustand und vollkommen funktionsfähig"<<?

Das habe ich doch genau NICHT geschrieben. Jetzt bin ich völlig irritiert.

In der Beschreibung steht:

>>

Eigentlich denke ich, dass es funktionstüchtig sein könnte (habe es selbst vor langer Zeit in Aktion gesehen), aber nach sehr langer Lagerung weiß ich nicht, ob alles tatsächlich noch fährt. 

Einige Schienen haben schon Patina angesetzt. Insgesamt sieht aber sonst alles nutzungsfähig aus.

Der creme/weinrotfarbene Bus hat nur 3 Räder. Ich wollte ihn aber nicht entfernen, da er sonst trotzdem noch als Deko nutzbar ist.

Trafo wurde nicht auf funktionsfähigkeit geprüft.

<<

Der Satz:

>>Insgesamt sieht aber sonst alles nutzungsfähig aus.<<

Bezog sich auf die Schienen, die zwar Patina angesetzt hatten, jedoch trotzdem nutzbar wären.

Wurde dies auf die ganze Anlage übertragen? Ich dachte eigentlich, dass dies aufgrund der Trennung mit Absatz deutlich wäre.

War das alles wirklich so uneindeutig?

Das verstehe ich wirklich gerade nicht?

Danke.

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