Durchschnittliche Gewinnbeteiligung der Geschäftsführer beim StartUp

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4 Antworten

So pauschal kann man das nicht einfach sagen. Die Frage ist, ob ihr in den ersten Jahren überhaupt eine Gewinnausschüttung durchführen wollt oder lieber das Geld reinvestieren wollt. Schließlich ist in der Anfangsphase die Finanzierung des Unternehmens fast das größte Problem. Die Frage ist zudem, was im Vertrag mit dem Investor geregelt ist.

Alles in Allem bin ich nicht der große Fan von fixen Ausschüttungvereinbarungen, vor allem dann nicht, wenn man auf das Geld nicht dringend angewiesen ist (als nebenberufliche Tätigkeit sollte das der Fall sein).

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Kommentar von EnnoBecker
27.01.2012, 12:31

Kann es sein, dass du hier GF und Gesellschafter verschwurbelst?

Nur so ne Frage....

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Ihr wollt das tatsächlich ohne Steuerberater durchziehen? Dann gute Nacht! Bei der ersten Betriebsprüfung fliegt euch das Ding um die Ohren.

Gerade die GmbH bietet derart viele Fallstricke, ein steuerlicher Laie kann das nicht leisten. Ob neben- oder hauptberuflich spielt überhaupt keine Rolle - sofern der unabdingbare Geschäftsführervertrag das hergibt. Und sehr viele andere Sachen mehr.

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nachdem bei so einer Frage und der Entscheidung die Gesellschafter mitreden (ihr seid ja Geschäftsführer), werdet ihr den Vertrag auch mit dem Investor besprechen müssen.

200 Euro halte ich für absurd, vor allem auch das nebenberufliche. Wer macht denn bitte die Arbeit? Wer leitet die Firma?

Wenn die Firma keinen Gewinn (vor Steuern) erwirtschaftet, dann werdet ihr 0% bekommen. Und ohne den Businessplan zu kennen, kenne ich auch die Grössen nicht, die Bezahlung der anderen Mitarbeiter etc.

Damit ist eine Aussage schwer möglich. Ich könnte aus dem Bauch sagen: nehmt max 50% des Gewinns (vor Steuern) als Tantieme für euch - nur welche Aussagekraft hat das?


Bei dem Thema würde ich einen Steuerfachmann hinzuziehen, denn es gibt verdeckte Gewinnausschüttungen. In dem Bereich seid ihr schnell angekommen und das mag das Finanzamt gar nicht gerne.

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Kommentar von nikki1024
28.01.2012, 01:32

Wir werden zwei Geschäftsführer haben, die in den ersten Monaten der Gründung Vollzeit arbeiten werden bis alles steht, danach nur noch Teilzeit. Da es sich um ein Online-Startup handelt, bei dem nach der Erstellung etc. das meiste automatisch laufen wird, ist Vollzeit nicht notwendig. Es handelt sich dabei nämlich hauptsächlich um eine Online-Plattform. Telefonisch erreichbar sind wir trotzdem tagsüber und der Rest kann abends erledigt werden - das Ganze ist schon gut durchdacht. 200€ war nur als Spesenerstattung gedacht.

Mehr Informationen möchte ich hier öffentlich nicht preisgeben - es geht schließlich nicht jeden etwa an.

Deine Einschätzung mit max. 50% reicht mir eigentlich schon denn ich brauchte nur eine Grobe Einschätzung was ich denen vorschlagen kann. Ich habe persönlich gedacht 10% für jeden von uns macht 30% insgesamt. Jetzt werde ich allerdings mit 15% für jeden in die Verhandlung gehen - runterhandeln können sie mich immer noch! ;)

Vielen Dank also für deine Antwort!

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Kommentar von EnnoBecker
28.01.2012, 07:27

200 Euro halte ich für absurd

Da fehlt sicher nur das k.

Mister Nostradamus dachte sicher, das sei klar....

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Ich hab lange über der Frage gesessen und drauf rumgedacht. Was ist wohl gemeint? Ich weiß es bis jetzt noch nicht genau.

Eine Gewinnausschüttung kann der GF nicht bekommen, sondern nur die Gesellschafter. Nun steht da aber Gewinnbeteiligung und nicht -ausschüttung, aber ist das auch gemeint? Es liest sich irgendwie so, dass die GF auch gleichzeitig Gesellschafter sind. Also GGF.

Eine Gewinnbeteiligung ist natürlich Arbeitslohn. Der gängige Begriff hierfür lautet Tantieme. Bei GGF ist hier eine steuerliche Begrenzung zu beachten, die ich aber hier nicht erläutern mag, sonst sitze ich noch am Abend daran und beantworte Rückfragen. Besprecht das lieber mit dem Steuerberater.

Bei Missachtung der steuerlichen Regeln wird bei falschen Tantiemen eine vgA fingiert mit der Folge, dass die Gesellschaft sie nicht als Aufwand absetzen kann und die GGF sie als Kapitalvermögen versteuert, aber nicht mit dem Abgeltungssteuersatz, sondern mit dem persönlichen.

Heißes Eisen, das man nicht ohne Schutzhandschuhe, auf denen groß "Steuerberater" steht, anfassen sollte.

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Kommentar von nikki1024
28.01.2012, 01:19

Ich dachte mit Gewinnausschüttung wäre klar, dass es eine Tantieme sein soll. Ich habe bereits Kontakt zu zwei Unternehmensberatern und einem Steuerberater, die das Rechtliche ganz gut regeln sollten. Ich habe mich letztendlich doch umentschieden und werden aus verschiedenen Gründen für die beiden Geschäftsführer doch ein festes Gehalt von 1.500 Euro + Tantieme einplanen. Alleine dadurch hätten wir nach 5 Monaten - egal ob die Firma nach einem Jahr pleite geht - unser Eigenkapital + Gewinn wieder raus. Des Weiteren ist der Investor nicht an kleinen Investitionen interessiert und deshalb hilft das Gehalt dabei die Investitionssumme nach oben zu treiben. Ein bisschen Gehalt als Aufwandsentschädigung kann ja generell auch nie schaden.

Allerdings habe ich unter folgendem Link gelesen, dass die Tantieme maximal 25% des Gehalts ausmachen darf: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39850/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/T/003__Tantieme.html

Damit wäre ja eine reine Gewinnbeteiligung als Tantieme gar nicht möglich, oder?

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