Duration bei Anleihen: was kann ich von der Zahl ablesen?

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Bei einer Änderung des Zinsniveaus sind zwei Effekte für die Halter von Anleihen bedeutsam: Zum einen ändert sich der Kurs der Anleihe (Marktwerteffekt) und zum andern verändert sich die vom Halter zu erzielende Verzinsung auf die zwischenzeitlich ausgeschütteten Zinszahlungen (Wiederanlageeffekt). Ein höheres Marktzinsniveau würde beispielsweise dafür sorgen, dass der Kurs der Anleihen fällt, der Marktwerteffekt wäre in diesem Fall negativ, während gleichzeitig die Kuponzinszahlungen zu einer höheren Verzinsung wieder angelegt werden könnten. Eine Zinserhöhung führt also zu einem positiven Wiederanlageeffekt. Es wird klar, dass die Auswirkungen einer Zinsänderung auf den Barwert (also auf den Kurs) und auf den Vermögensendwert des Anlegers gegenläufig sind. Der Kerngedanke des Durations-Konzeptes besteht nun darin, dass es während der Laufzeit einen Zeitpunkt geben muss, an dem sich diese beiden gegenläufigen Effekte gerade aufheben.

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