Dürfen wir die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen?

2 Antworten

Die GbR ist ein anderer Unternehmer als der Bruder. Ebenso wie auch ich ein anderer Unternehmer bin als dein Bruder. Was dein Bruder für Umsätze macht, wirkt sich weder auf die GbR noch auf mich aus.

Aber im Einzelnen:

Darf unsere GbR nächstes Jahr die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen

Das dürfte daran scheitern, dass ihr in diesem Jahr die GbR gegründet habt. Wenn die GbR in diesem Jahr regelbesteuert wird, bedeutet dies wahrscheinlich, dass optiert wurde. An die Option ist man fünf Jahre lang gebunden. Eine Rückkehr zur KUR wäre demnach 2021 möglich.

Mit einem Trick schafft man es aber trotzdem. Allerdings macht man den nur einmal.

Okay, es sind zwei Tricks:

  1. Die Option kann noch bis zur Bestandskraft aufgehoben werden. In dem Fall beträgt der wirtschaftliche Schaden soviel, wie Vorsteuern abgezogen wurden. Denn die Umsatzsteuer muss wegen § 14c trotzdem abgeführt werden. Falls Rechnungen berichtigt werden, muss der Kund eben die Umsatzsteuer zurückbekommen.
  2. Es muss dargelegt werden, dass es keine Option war, sondern dass davon ausgegangen wurde, dass die Umsatzgrenze von 17.500,00712 * x Monate voraussichtlich überschritten wird und man daher zwingend Regelunternehmer war. Das würde dann immerhin die Vorsteuer retten.

OB die KUR überhaupt sinnvoll ist, ist darüber hinaus noch die Frage.

Wir werden dieses Jahr nicht über die 17.500/Jahr kommen und nächstes Jahr voraussichtlich nicht über 50 000.

Da ihr in diesem Jahr gegründet habt, sind es auch nicht 17.500, sondern soviele Zwölftel davon, wie es Monate sind von Gründung bis Silvester. Abgesehen davon ist das eine Frage für das nächste Jahr, nicht für dieses.

Falls wir dann nächstes Jahr einen Umsatz von 45 000 Euro machen müssen wir dann rückwirkend fürs Jahr Umsatzsteuer zahlen?

Nein. An der Prognose "dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000,00 Euro Umsatz" ändert sich doch nichts, selbst wenn es plötzlich aus Versehen 2 Millionen Euro sind.

Man ist dann halt nur im Folgejahr kein KU mehr, da man im letzten Jahr mehr als 17.500 hatte.

Aber wie verhält es sich bei einer GbR?

Der Umsatzsteuer ist die Rechtsform eines Unternehmers weitgehend egal. Da werden nur Umsätze besteuert, deshalb heißt die Steuerart so.

"Wenn die GbR in diesem Jahr regelbesteuert wird, bedeutet dies wahrscheinlich, dass optiert wurde."

 Nein wir stehen noch vor der Entscheidung ob Kleinunternehmerregelung oder nicht.

 "Da ihr in diesem Jahr gegründet habt, sind es auch nicht 17.500, sondern soviele Zwölftel davon, wie es Monate sind von Gründung bis Silvester"

 Das ist mir klar. Unterschreiten wir auch.

 "Nein. An der Prognose "dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000,00 Euro Umsatz" ändert sich doch nichts, selbst wenn es plötzlich aus Versehen 2 Millionen Euro sind."

 Heißt das also wenn wir dieses Jahr unter 17.500 €/jahr (also abhängig vom gründungsmonat) sind, können wir auch nächstes Jahr die Kleinunternehmerregelung anwenden obwohl wir 17,500 euro überschreiten werden?

0

@EnnoWarMal "Wenn die GbR in diesem Jahr regelbesteuert wird, bedeutet dies wahrscheinlich, dass optiert wurde." Nein wir stehen noch vor der Entscheidung ob Kleinunternehmerregelung oder nicht. "Da ihr in diesem Jahr gegründet habt, sind es auch nicht 17.500, sondern soviele Zwölftel davon, wie es Monate sind von Gründung bis Silvester" Das ist mir klar. Unterschreiten wir auch. "Nein. An der Prognose "dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000,00 Euro Umsatz" ändert sich doch nichts, selbst wenn es plötzlich aus Versehen 2 Millionen Euro sind." Heißt das also wenn wir dieses Jahr Kleinunternehmer sind, können wir auch nächstes Jahr die Kleinunternehmerregelung anwenden obwohl wir 17,500 euro überschreiten werden?

Muss ich Umsatzsteuer abführen oder bin ich noch Kleinunternehmer?

Ich habe einen kleinen Gebrauchtwagenhandel (Kaufe und verkaufe ca. 10-15 Autos im Jahr) und wende zurzeit noch die Kleinunternehmerregelung an. Im Jahr 2008 hat mein Umsatz mehr als 17.500 € betragen. Ist bei der Differenzbesteuerung auch die 17.500 €-Grenze maßgebend oder gibt es da eine andere Grundlage?

...zur Frage

Privatverkauf, Käufer bittet um Rechnung (was beachten?)?

Hallo Allerseits,

Ich habe eim Gewerbe angemeldet (mit Kleinunternehmer-Regelung), welches ich nutze um hin und wieder als DJ aufzulegen.

Nun möchte ich einen Teil meines DJ Equipments privat bei Ebay verkaufen. (das DJ Equipment hatte ich vor Gründung des Gewerbes gekauft).

Nun bittet der Käufer (ist auch DJ) darum, ob ich ihm für den Kauf eine Rechnung schreiben kann.Da es eine Netto-Rechnung ohne Umsatzsteuer ist, sehe ich darin wenig Sinn.

Meine Frage: Bin ich überhaupt dazu berechtig (ist es möglich) eine Rechnung über das Gewerbe zu schreiben, da ich ja eigentlich nur Rechnungen für Dienstleistungen schreibe?

Und wenn ja, muss ich es dann in der Steuer-Erklärung angeben? Ist ja ein Privatverkauf.

Gleichzeitig kommt mir in den Sinn einfach eine Privatrechnung zu schreiben (unabhängig von dem Gewerbe). Dann sollte es doch eigentlich keine Folgen/Pflichten für mich haben, solange ich darauf keine Umsatzsteuer erhebe und Privatverkauf/Privatdienstleistung angebe, richtig?

Liebe Grüße,

Marlon

...zur Frage

17.500€ Marke aufs Jahr hochgerechnet

Hallo,

Ich habe dieses Jahr im Oktober ein Kleinunternehmen angemeldet. Jetzt darf ich seit Oktober 4.375€ Umsatz machen, damit ich aufs Jahr gerechnet nicht über die 17,500€ Marke komme. Meine Frage ist jetzt aber, ob das Finanzamt ab Oktober rechnet oder das genaue Datum im Oktober hernimmt und hochrechnet?

Ich bin jetzt bei knapp 4.300€ Umsatz und habe am 10. Oktober das Unternehmen angemeldet, würde man das jetzt aufs Datum genau hochrechen, würde ich ja über die Grenze kommen, und das wäre wegen den paar Euro ärgerlich.

Ich muss es natürlich aber auch für mich selber wissen, ob ich nächstes Jahr tatsächlich schon aus der Kleinunternehmerregelung rausfallen würde?

Gruß

...zur Frage

Bekomme ich Umsatzsteuer bis zu 17.500€ zurück?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zur Kleinunternehmerregelung. Zur Zeit stelle ich Rechnungen inkl. 19% Mehrwertsteuer und habe somit keine Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen. Bekomme ich die 19% Mehrwertsteuer am Ende des Jahres bis zu einem Betrag von 17.500€ wieder zurück? Da ein Kleinunternehmer bis zu 17.500€ Rechnungen steuerfrei stellen kann würde ich gerne wissen, ob ein Gewerbetreibender, der die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch genommen hat ebenfalls keine Steuern bis zu 17.500€ zahlen muss?

...zur Frage

Wie viel lohnt es sich auf selbständiger Basis neben meinem Mann dazu zuverdienen.?

Mein Mann ist berufstätig und ich bin Hausfrau und Mutter. Ich möchte jetzt selbständig als Tagesmutter arbeiten. Wir werden noch gemeinsam veranlagt.Meine Frage ist also wo finde ich die staffelungen wo ich sehen kann,

Wie viel es sich auch lohnt dazu zuverdienen?

...zur Frage

Waren in ein anderes Unternehmen übertragen?

Mein Bruder und ich haben eine GbR gegründet und haben uns für die Kleinunternehmerregelung entschieden. Mein Bruder hat schon ein Einzelunternehmen im (fast) gleichen Geschäftsfeld. Er möchte nun Ende des Jahres dieses Unternehmen auflösen und die Waren dann in unsere GbR einbringen. Er würde nächstes Jahr mit seinem Unternehmen steuerpflichtig werden. Wie verhält es sich mit unserer GbR, werden wir dann umsatzsteuerpflichtig? (Weil es sieht ja dann so aus als wollen wir die Umsatzsteuer umgehen dadurch dass wir ein neues Unternehmen gegründet haben)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?