Dritte Kleinunternehmen Jahr?

2 Antworten

Laut § 19 UStG kann man die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, wenn

"der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 22 000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird."

Das UND bedeutet: Wenn EINE der Bedingungen nicht erfüllt ist, ist die Kleinunternehmerregelung futsch.

Du hast in 2021 mehr als 22.000 € Umsatz gemacht => Du bist in 2022 KEINE Kleinunternehmerin mehr.

Auf die 50.000 €-Grenze kommt es dann nicht mehr an. Die würde nur dann von Bedeutung sein, wenn Du in 2021 weniger als 22.000 € Umsatz gemacht hättest, aber zu Anfang des Jahres 2022 schon davon ausgehen kannst, dass Du in 2022 mehr als 50.000 € Umsatz machen wirst - z. B. weil Du bereits entsprechende Aufträge hast.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dass ich ab 2022 nicht mehr Kleinunternehmerin bin, ist mir schon klar :)Es hat mich nur diese 50.000 ein bißchen erritiert. Also es macht mir jetzt kein Unterschied, ob ich unter oder über 50.000 Grenze dieses Jahr komme? Umsatzsteuer muss ich auch erst ab 2022 ausweisen und für Jahr 2021 muss ich nicht nachzahlen? Es macht mir Sorgen, wenn ich 50.000 dieses Jahr überschreiten werde, muss ich dann irgendwas nachzahlen. :)

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@karina38

Wenn Du Anfang 2021 nicht davon ausgegangen bist, dass der Umsatz dieses Jahr mehr als 50.000 Euro betragen wird, dann bist Du dieses Jahr noch Kleinunternehmer.

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@Steinemann

Nein, könnte ich gar nicht vorstellen, besonders in Corona Zeiten. Bin jetzt froh, dass ich weiter meine Geschäft machen kann und muss mich nicht beim 50.000 stoppen lassen :D

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Nur wie gesagt, im Jahr 2020 war ich unter die Grenze 22.000€ und könnte nicht wissen, ob ich im Jahr 2021 die Grenze 50.000 überschritten werde oder nicht

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@karina38

Sorry, aber aus deinem Fragetext ergab sich mal so gar nicht, dass es dir um das Jahr 2021 geht.

Für 2021 steht die Kleinunternehmerregelung nicht in Frage - 2021 ist doch fast um, das wäre die Beurteilung zu ANFANG des JAHRES gewesen.

Aber ab 2022 bist Du raus aus der KU.

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@Eifelia

Wichtigste Frage für mich ist, ob ich dieses Jahr unter die 50.000 Grenze bleiben muss, oder kann ich weiter machen und sie überschreiten (ich frage nur weil im Jahr 2020 unter 22.000 war ) Solche Fragen kommen nur wegen diesen Regeln:

  • im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro (bis 2019: 17.500 Euro)
  • und
  • im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro.
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@karina38

Ja, inzwischen hatte ich es durchaus kapiert und es wurde ja jetzt auch doppelt beantwortet. Beim nächsten Mal: Die wichtigste Frage halt einfach hinschreiben ;-)

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Hallo, zu Deinen Fragen im Einzelnen:

Es hat mich nur diese 50.000 ein bißchen erritiert. Also es macht mir jetzt kein Unterschied, ob ich unter oder über 50.000 Grenze dieses Jahr komme?

Nein, das ist egal.

Umsatzsteuer muss ich auch erst ab 2022 ausweisen und für Jahr 2021 muss ich nicht nachzahlen?

Ja, das ist so, für das Jahr 2021 gilt noch die Kleinunternehmerregelung für Dich und Du musst keine Umsatzsteuer auf Deinen Rechnungen ausweisen und damit auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen

Es macht mir Sorgen, wenn ich 50.000 dieses Jahr überschreiten werde, muss ich dann irgendwas nachzahlen. :)

Du wirst schon höhere Einkommenssteuer zahlen müssen, da ja Dein Gewinn höher ist. Im Normalfall werden dann auch die Einkommensteuervorauszahlungen für die Folgejahre angepasst. Hier würde ich an Deiner Stelle schon Geld auf die Seite dafür legen.

Aber Umsatzsteuer musst Du nicht nachträglich für 2021 zahlen.

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