Dreimalige Honorartätigkeit - Steuern, Sozialversicherung, Anmeldung?

3 Antworten

Hallo Mascha,

gerne beantworte ich deine Fragen.

1. Selbstverständlich darfst du eine Rechnung ausstellen. Es handelt sich dabei um Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit. Da dein Umsatz unter 17.500€ jährlich liegt, profitierst du von der Kleinunternehmerregelung, d.h. du musst von deinem Verdienst keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Du darfst auf deiner Rechnung deshalb auch keine Umsatzsteuer anführen. Zu beachten ist, dass eine Rechnung bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllen muss. Eine kostenlose Musterrechnung zum Download findest du auf unserer Homepage: 

https://debitoor.de/funktionen/musterrechnung

2. Ja, du musst deine Tätigkeit dem Finanzamt melden. In deinem Fall wird es sich um eine freiberufliche Tätigkeit handeln, da du unterrichtend tätig bist. Eine Definition zur freiberuflichen Tätigkeit findest du hier:

http://www.existenzgruender.de/DE/Weg-in-die-Selbstaendigkeit/Vorbereitung/Gruendungswissen/Freie-Berufe/inhalt.html

3. Überschreitest du die 450€-Grenze nur gelegentlich - maximal 3 Monate im Jahr - entsteht daraus im Regelfall kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Ich würde in solchen Fällen aber immer empfehlen, beim zuständigen Versicherungsträger - das hast du ja bereits getan - nachzufragen.

Viele Grüße,

Andrea

Vielen lieben Dank für die ausführliche und hilfreiche Antwort! Liebe Grüße 

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@MaschaKascha

Noch ein kurzer Nachtrag: Solltest du deine unterrichtende Tätigkeit wirklich nur "gelegentlich" wahrnehmen, also wenn du beispielsweise künftig nicht vorhast, regelmäßig an der Musikschule zu unterrichten, entfällt 2.) und du musst deine Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit nur bei deiner Steuererklärung angeben. Eine zusätzliche Anmeldung beim Finanzamt ist dann nicht nötig.

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1. ja

2. eigentlich ja (Fragebogen zur steuerlichen Einstufung), danach gibts dann eine Steuer-Nr. Wenns aber bei den bisherigen Einsätzen bleibt und Du die Einnahmen ordentlich in der Steuererklärung angibst, wird nichts Schlimmes passieren.

3. Sozialabgaben nein, Minijob wird nicht tangiert. Bei Regelmäßigkeit wird die Einkommensgrenze für die Familienversicherung in der GKV dauerhaft geknackt, dann muss diee studentische KV her.

Vielen Dank!!

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Hallo,

welche Krankenversicherung besteht:

gesetzlich oder privat?

Eigenständig oder über die Eltern?

Gruß

RHW

Familienversichert. Habe im Voraus bei der Versicherung angerufen und gesagt bekommen, dass so ein kleiner einmaliger Betrag wohl keine weiteren Folgen für mich hätte und ich diesen einfach in der nächsten Steuererklärung mit angeben solle (bin in ein paar Monaten aber sowieso raus aus der Familienversicherung).

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@MaschaKascha

Auf den Minijob ergeben sich keine Auswirkungen.

Auf die bisherige Familienversicherung können sich Auswirkungen ergeben, wenn:

1) die Einkommensgrenze von 450 Euro brutto für mehr als 3 Monate innerhalb eines Jahres überschritten wird. Dann gilt meist der Studentenbeitrag von ca. 80 Euro monatlich

2) wenn die Honorartätigkeit hauptberuflich ausgeübt wird, endet die Familienversicherung und es gilt ein Mindestbeitrag von ca. 250 Euro monatlich. Es gibt hier aber keine Hinweise, dass das hier zutrifft.

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@RHWWW

Bei den 3 x Vertretungsunterricht bleibt es für mich, damit treffen die Punkte nicht zu und ich bin beruhigt! Vielen Dank!

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@MaschaKascha

Gern geschehen:

Wenn man einen Monat im Minijob die 450 Euro überschreitet bzw. überschritten hat und die 3 Monate Honoratätigkeit werden addiert, wenn es sich um verschiedene Monate handelt.

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