Doppelte Haushaltsführung – beide Ehepartner Deutsch – Mann arbeitet in Frankreich – Frau in Deutsch

1 Antwort

       Ich arbeite für ein Französisches Unternehmen in Deutschland und werde ab April für ca. 2 bis 3 Jahre in Frankreich arbeiten.

Habe ich verstanden, kein Problem.

       Im September diesen Jahres werde ich meine Verlobte heiraten. Sie lebt und arbeitet in Deutschland

Auch verstanden, ebenso kein Problem.

Können wir ab nächsten Jahr die doppelte Haushaltsführung beim deutschen Finanzamt ab dem Zeitpunkt der Eheschließung (September 2015) für die Steuererklärung 2015 und die folgenden gelten machen?

Dann braucht ihr zwei Haushalte und um einen zweiten Haushalt zu haben, müsst Ihr erstmal einen Haushalt haben.

Wenn Du von Deinem jetzigen Wohnsitz:

       aber wir leben auch in Deutschland in unterschiedlichen Städten (ca. 230km von einander entfernt)

Direkt nach Frankreich ziehst und Deinen Wohnsitz in Deutschland aufgibst, gibt es keinen Grund für eine doppelte Haushaltsführung und für eine Zusammenveranlagung.

Es ist nach den gültigen Vorschriften egal, ob verheiratet, oder nur einfach so zusammenlebend, aber doppelte Haushaltsführung kannst Du nur haben, wenn Du in Deutschland einen Haushalt hast.

Gehen wir mal davon aus, dass Du nach Ende der Tätigkeit in Frankreich Dich nicht unmittlbar scheiden lässt, sondern zu Deiner dann Ehefrau ziehst.

Da wäre es praktisch vor dem Umzug nach Frankreich Deinen Wohnsitz in der Wohnung Deiner noch Verlobten zu beziehen. Dann beim Umzug nach Frankreich, wirst Du eine doppelte Haushaltsführung haben.

Ob das allerdings in Frankreich zu einer geringeren Steuer führt, weiss ich nicht, weil ich nicht weiss, ob die eine vergleichbare Vorschrift haben.

Allerdings hilft es hier in Deutschland, denn für die Ermittlung des Progressionsvorbehalts, werden die Einkünfte nach deutschem Recht ermittelt.

Herzlichen Dank für deine schnelleAntwort.

Wir müssen also vorher zusammengelebt /gleichen Wohnsitz gehabt haben, um eine doppelte Haushaltsführung beantragen zukönnen. Ich hatte dies leider falsch verstanden, ich dachte durch unsere Ehe ist die doppelte Haushaltsführung dem Staat offensichtlich.

Spielt es dabei eine Rolle, dass meineVerlobte bereits ihren Zweitwohnsitz seit über drei Jahren bei mir gemeldet hat oder reicht dies nicht zur Anerkennung einer gemeinsamen Haushaltsführung?

Mit dem Umzug könnte ich diesen formell auch an ihrem Wohnsitz beantragen.

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@Verlobter

Die Meldung/Meldeadresse ist nur ein Indiz. Es ist nach dem tatsächlichen Wohnsitz gefragt, also ob man dort sozusagen reinkommen kann und sofort leben könnte, von Unterhosen im Schrank bis zur Zahnbürste im Bad sind dort.

Das Deine Verlobte schon bei Dir gewohnt hat, stand im Sachverhalt nicht drin.

Tatsache ist, für die Besteuerung als Ehepaar, muss ein Ehewohnsitz begründet werden.

Wir hatten hier kürzlich die Frage von einem Ehepaar, die geheiratet hatten und als verheiratete in unterschiedlichen Ländern wohnen. Keine Zusammenveranlagung, keine doppelte Haushaltsführung.

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