Gibt es eine Doppelbesteuerung bei Schenkung aus einem Erbe?

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1 Antwort

Die Frage habe ich doch kürzlich schon bei gute Frage beantwortet.

Für die Besteuerung sind zwei Länder relevant.

DEutschland und Schweiz.

In Deutschland unterliegt das Erbe der Erbschaftsteuer, weil die Dame in "D" einen Wohnsitz hat.

In der Schweiz, weil sich dort wohl das Vermögen befindet. Dort ist es aber eine Sache der Kantone. Der Kanton Schwyz erhebt keine Erbschaftsteuer.

Für die endgültige Beurteilung müsste man also den Kanton kennen.

Im Normalfall würde es so ablaufen, dass man prüft, wie hoch die deutsche Steuer ist. Dann, wieviel in der Schweiz schon gezahlt wurde. wäre es mehr als die deutsche Steuer, würde nichts mehr zu zahlen sein. Wäre es weniger, die Differenz zur Deutschen Steuer.

Die Zuwendung an die gemeinnützige Organisation wäre dann von Steuern unbelastet, wenn eben Gemeinnützigkeit besteht.

Die Frage habe ich doch kürzlich schon bei gute Frage beantwortet.

Das nenne ich Selbstkasteiung!

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Ja, genau und ein wenig mehr Takt und Fingerspitzengefühl hätte ich mir jetzt durchaus von einem "Community-Experte für Steuern" erwartet - leider.
Aber schön, dass wir alle ihre "all-anwesende Präsenz" erkennen durften und damit mein nun vollends gescheiterten Versuch diese Frage (einer Dritten) "etwas anonymer und neutraler" nach außen zu tragen, gerade mal in Schall und Rauch verblasen haben.
Gratulation, Chapeau, Hut ab.
Eben genau das, was man von einem …
Ach, wissen Sie was? Vergessen wir 's.
Ich habe mich da für NICHTS zu entschuldigen und es ist wohl jetzt eh rum.

Aber, selbst wenn Sie hier ihre Antwort auf meine andere Anfrage einfach per "copy and paste" wiederholt beantworten (und das sogar durchaus kompetent erscheinend - was ich anderen Ortes auch bereits mit der "besten Antwort" honorierte), so scheint es mir doch durchaus eine kluge Entscheidung gewesen zu sein, dem Rat der zweiten dortigen Antwort zu folgen. Nicht nur, dass diese völlig konträr zu ihrer war, die Dame räumte wenigst ein "kein Profi zu sein" und empfahl mir eben hier genau solchen zu schauen - eine breitere "Antwortenbasis" zu haben. Was ist daran falsch?
Es geht einfach um *zuviel* Geld, um das Geld *anderer* und um eine *wichtige* Aufgabe, die man damit fördern könnte.
Also: Nein, da ist es mir kein bisschen "peinlich", dass ich dieser Empfehlung folgte und anderen Ortes, also hier, noch mal nachfragte.
Zudem war ihre dortige Antwort zwar zunächst eine Antwort udn wohl auch als 1 von 2 die kompetent klingendere, aber eben nur eine Teilantwort, denn ich fragte ziemlich deutlich wo und wie viel Steuern anfallen werden - sogar mit der Erklärung "warum".

Ihrer Antwort folgend, müssten dass dann also ca. 10.000 € Erbschaftssteuer ausmachen, da meiner Suche nach 20 Tsd als Freibetrag geltend gemacht werden könnten und die verbleibenden 71 Tsd mit 15% zu veranschlagen sind?! 

Und zwar ganz egal, ob es direkt vom Notaranderkonto (aus der Schweiz) als Spende abgeht, oder ob die Dame es sich erst selbst auszahlen (und nach DE holt) und dann hier versteuert, um es dann der Hilfsorganisation zu spenden?! 

Gut, dann mag das so sein
- aber ist dem so?
Dann stellt sich mir doch gleich zwingend die nächste Frage: Wenn die Dame deswegen im Erb- und Spendenjahr also 10.000€ Steuerschuld produziert, kann man bei diesen dann irgendwie die ausgelöste Spende vom Rest in Abzug bringen? 

Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Gesetzgeber hier keinerlei Möglichkeiten einem solchen, dem Gemeinwohl dienlichen, Verhalten entgegenstellt?!
Obwohl ... ;-)
Wie auch immer:
Ich hoffe noch immer auf Antworten und eine etwas genauere Vorstellung, ob ich dann mit meinem Zahlenspiel die zu erwartende Realität wenigstens auch einigermaßen getroffen habe.
Einen gesegneten und gnadenreichen Adventssonntag und weiterhin alles Gute und herzlichen Dank für ihre investierte Zeit und Aufmerksamkeit.

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@Ehrenmann

Die Auskunft, dass nur ein Freibetrag von 20.000,- verfügbar ist, ist falsch.

Gem. § 15 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG stehen Stiefkinder den leiblichen Kindern gleich, fallen somit in Steuerklasse I und haben einen Freibetrag von 400.000,- Euro.

Diese Auskunft haben Sie bei gutefrage.net auch schon von mir bekommen.

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@Mikkey

@ehrenmann:

wer bei solchen Fragen lieber im Forum fragt als einen Profi aufzusuchen ....

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@wurzlsepp6682

Ich darf Ihnen versichern: dieser Weg stand als erstes an. Doch hier musste ich die bittere Erfahrung machen, dass es wohl in Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkreisen durchaus üblich zu sein scheint, dass ab dem "Guten Tag" Beratungsforderungen entstehen und die Praxis zeigt, dass sich solche Anfragen im Verein leider viel zu oft "im Sande verlaufen". Würde ich da für jede Nachfrage 50,00€ ausgeben (und das wäre ein Betrag, den ich für angemessen halte), ginge es den Finanzen im Verein noch schlechter. 

Hier wird sowieso schon mit sehr wenig möglichst viel "gezaubert" und wer das nicht unterstützen möchte, der sollte es wenigstens versuchen zu verstehen, dass man sich mit Beratungskosten nun mal bedeckt halten muss. Denn die Kosten sind (solange nichts greifbares ansteht) einfach mit nichts zu rechtfertigen. Das man den "potentiellen Spender" bittet solche Fragen im Vorfeld und für sich selbst bei einem Fachmann beantworten zu lassen, liegt sicher nah. Allerdings wird es zu einer Ehrenfrage, dass man über 90'ig-jährige möglichst wenig belasten möchte - und das ist durchaus eine "Ehrenfrage".

Und dennoch gebe ich @wurzlsepp6682 völlig Recht. Ich habe etwas gelernt und werde es zukünftig auch wieder so machen, wie in der Vergangenheit - die nette Dame beim Finanzamt anrufen und einfach fragen, wie es sich verhalten wird, wenn es denn eintreten sollte. Schließlich geht es hier zu keiner Zeit um großartige Geheimnisse oder gar die Absicht einer Solidargemeinschaft den ihr zustehenden Teil vorzuenthalten (und nichts anderes sind Steuertricks und Umgehungsversuche)

Aber es hat mich ganz sicher eine (für mich ganz persönlich) sehr wertvolle Erfahrung machen lassen, die mir "so" sicherlich nicht mehr passieren wird. Da habe sich meine Ideale und Hoffnungen einer "Community, die gerne mal hilft" um einiges relativiert - um einiges.

Nichts für ungut und ich bleibe sehr gerne bei meinem herzlichen Dank für die investierte Zeit ins lesen und antworten.

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@Mikkey

@Mikkey Dankeschön! 

Das ist doch mal eine Quelle, mit der sich was anfangen lässt. 

Herzlichen Dank für ihre investierte Zeit ins lesen und antworten.

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@Ehrenmann

Du hast schlicht und einfach das "Pech" gehabt sofort eine umfassende und richtige Antwort zu bekommen. In dieser Community folgen danach nur selten weitere Antworten, die das Geschriebene nochmals wiederholen.

Wenn der zuständige Kanton also Schwyz ist, fallen keine Erbschaftsteuern an.

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