Dividenden, Rendite, Erklärung

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3 Antworten

Wenn eine Aktie bei 100 EUR steht und dann eine Dividende von 5 EUR zahlt, dann bekommst Du davon (abzüglich Abgeltungssteuer, SolZ und ggf. Kirchensteuer) vielleicht 3,68 EUR ausgezahlt. Die Aktie notiert dann bei 95 EUR ex Dividende. Ein Verlustgeschäft also?

Nicht ganz... denn die Aktie wird in Erwartung der nächsten Dividende natürlich wieder die 100 EUR anstreben und zum nächsten "Zahltag" wieder höher stehen. Dann gibt es vielleicht wieder 3,68 EUR und der Kurs steht erst mal bei 95 EUR. So geht es weiter.

Mit anderen Worten: Dividendenzahlungen alleine sind nicht der glücklich machende Faktor. Es geht auch um den Aktienkurs, der in Erwartung zukünftiger Zahlungen wieder steigt. Damit hast Du effektiv ein Instrument, das zwar nominell zu stagnieren scheint, aber tatsächlich einen Betrag, der als positive Rendite nach Steuern und Inflationsrate durchgeht. Also hat Dein Investment insgesamt eine positive Nettorendite.

Unternehmen, die es sich leisten können, aus dem laufenden Cashflow hohe Dividenden zu zahlen, ohne das Geschäft und dessen Entwicklung zu vernachlässigen, sind natürlich besonders nette Kandidaten für genau diese Effekte. Das ist der Schlüssel zu Fonds, die Aktien mit hohen Dividenden kaufen, um letztendlich eine besonderere Rendite für die Anleger zu erreichen.

dein Ansatz ist also: du hast einen Kurs, der sich nicht ändert, ausser durch die Dividendenausschüttung. Hat eine Aktie den Kurs von 50 Euro, es werden 5 Euro ausgeschüttet, dann wäre der Kurs Ex-Dividende bei 45 Euro.

Das ist deine Logik?

Dann hiesse das doch: nach 10 Jahren á 5 Euro ist der Kurs bei 0 Euro angekommen, die Dividendenrendite endlos hoch (5 Euro auf einen Börsenkurs 0 Euro).

Kennst du eine Aktie, die sich so verhalten hat, die einen Kurs von 0 bekommt durch die vielen Ausschüttungen? Ich kenne keine.

Dennoch deine Logik: nach 10 Ausschüttungen hast du bezahlt: 50 Euro für Kauf und die Steuer auf die Dividendenzahlungen, also auf die 10*5 Euro werden fällig Quellensteuer+Soli+Kirchensteuer.

Und wenn du die Aktie dann verkaufst bei 0 Euro, hast du einen Verlust iHv. 50 Euro. Das ist dann ein Verlustvortrag, der gegen Gewinne läuft. Und damit sind die Dividendenzahlungen doch wieder steuerfrei?

Ganz ist mir nicht klar, wie du auf diese Idee kommst.

Realistisch ist eher: der Kurs wird wieder steigen, auch die Dividendenhöhe ändert sich. Gute Dividendenwerte haben eine gute Rendite. Telekomaktionäre kennen das Spiel gut und sie haben durch die Dividenden gute Renditen.

Du musst nur die Unternehmen (Aktien) kaufen, die seit 10 Jahren und mehr immer eine Dividende gezahlt haben und jedes Jahr sogar etwas mehr, wie Nestle, Roche, Unilever oder Novartis. Es gibt noch viele andere wie Allianz oder Basf.

Mit der Voraussetzung, dass der Aktienkurs neutral bleibt (ausser bei der Abwertung am ex-Dividenden Tag) , lässt sich doch dadurch auch keine Redite erwirtschaften ?

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@YvFlo

Qualitätsaktien holen den Rückschlag durch die Dividende in der Regel recht schnell wieder auf. Schau Dir doch mal die Charts an, dann siehst Du daß die Aktienkurse in der Tendenz langfristig steigen.

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@YvFlo

Kursbewegungen an der Börse sind entweder ökonomisch oder emotional bedingt. Das Ausschütten einer Dividende bedeutet natürlich das Geld aus dem Unternehmen abfließt auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass das Unternehmen die wirtschaftliche Kraft hat die Aktionäre zu belohnen.

Kurskorrekturen durch Dividendezahlungen sind daher immer ökonomisch bedingt und in der Regel machen die betreffenden Unternehmen, wenn die Dividende angemessen war, die Kursverluste binnen weniger Tage/Wochen wieder wett.

Evtl. ist dies auch ein sinnvoller Zeitpunkt um nachzulegen, also die Dividene zu reinvestieren und die Aktien günstiger zu erwerben. Kommt immer drauf an, das kann man nicht allgemein verbindlich sagen es soll dir nur eine Betrachtungsweise aufzeigen.

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