Diversifizieren in andere Währungen/ -sräume - teils raus aus dem Euro

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3 Antworten

Ja, das ist sicher sinnvoll, um eine Diversifikation auch in unterschiedlichen Währungsräumen zu erreichen. Steigt der EUR gegen andere Hartwährungen, wird man eher den EUR höher gewichten - fällt der EUR tendenziell, so wird man eher Fremdwährungen höher gewichten.

Da Dein Biotop im EUR-Raum liegt, wäre ein Anteil von 25-75% EUR-Anlagen sinnvoll, um wesentliche Wechselkursrisiken für den Portfolio auszuschließen. Die 25% für jemanden, der gerne auch mal umschichtet oder ein Hedging dazunimmt, die 75% für jemanden, der eher selten umschichtet und keine Hebelprodukte anfassen will.

Man kann dies prinzipiell auf vier Arten und Weisen tun:

  • Investition in globale Aktienwerte (bzw. Fonds davon), die in ihren globalen Märkten eine solide Position haben. Diese Aktien werden eine EUR-Abwertung etwas abfangen, da sie auch in anderen Märkten vertreten sind. Die Werte müssen nicht primär in Fremdwährungen notieren, sondern können auch EUR-Aktien sein.

  • Investition in Anleihen in Fremdwährungen (bzw. Fonds davon), die für sich eine moderate bis gute Rendite abwerfen, jedoch auch durch die Fremdwährungen weiter diversifizieren. Es gibt einige Rentenfonds mit internationalen Währungen, die eine gute Performance auch in verschiedenen Zinslagen zeigen.

  • Investition in Gold und andere Edelmetalle, die als quasi Ersatzwährung dienen und somit wahrscheinlich eine gewisse Konstante im Währungsuniversum darstellen. Leider stecken da auch Spekulationseinflüsse drin, so daß das nur mehr oder weniger gut funktioniert. Die Volatilität von Edelmetallen macht diese recht ungeeignet für ein Investment, so daß eher ein mittelfristiges Trading von Positionen in Frage kommt.

  • Die vierte Option besteht darin, daß man den gewöhnlichen Portfolio um Hebelprodukte ergänzt, die eine Absicherung gegen andere Währungen (z.B. USD, CHF, AUD, GBP, JPY, ZAR) darstellen. Damit lassen sich sehr einfach eigene Hedges erstellen und auch wieder schnell auflösen, wenn sie sich nicht rechnen. Man muss dabei aber auch beachten, daß man nicht positive Effekte von bereits währungsdiversifizierten Fonds konterkariert, so daß sich diese gegen die Trades mit den Währungen aufheben :-)

Ich habe meinen Basisportfolio mit ca. 1/3 in EUR, 1/3 in USD und 1/3 in diversen anderen Währungen angelegt. Per Hedging wird je nach Marktlage ca. 1/3 des Portfolios gegen andere Währungen abgesichert, um weitere Gewinne zu generieren. Das brachte in den letzten 5 Jahren im Mittel 1-2% zusätzliche Performance pro Jahr.

ich werde mal recherchieren und mein Depot ein wenig anpassen.

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Das ist in jedem Fall sinnvoll und zwar nicht nur in Zeiten der Krise sondern generell. Denn, wenn du dir überlegst, dass du in Euro bezahlt wirst, in Euro wohl deine Rente bekommst (oder viell. dafür angelegt hast?), dann ist der Euro schon überproportional in deinem Leben vertreten. Sollte es damit nun aber ein Problem geben, so hast du Pech. Also ist es sicherlich sinnvoll, wenn du auch in andere Währungen gehst. Das muss jetzt nicht bedeuten, dass du dir Dollar oder Yen kaufen sollst, sondern es reicht, wie hier ja auch schon erwähnt, wenn du Aktien von Unternehmen hälst, deren Sitz in diesem Währungsraum liegt.

das ist sicherlich sinnvoll, aber nicht nur jetzt. Wenn du in Aktien investierst von Firmen, die nicht im Euroraum sitzen, dann bist du schon diversifiziert. US-Akien, UK-Aktien und schon bist du nicht mehr im Euroraum, auch wenn die Aktie in D gekauft wird in einer Euronotierung.

Das solltest du bedenken. Prüfe also dein Depot und stell dir die Frage, wo die Firmen ihren Sitz haben. Vielleicht bist du schon gut diversifiziert.

stimmt. So habe ich das noch nicht gesehen.

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