Direktversicherung Steuern

2 Antworten

Keinen Steuer-, sondern nur einen Bankberater gehabt, der die Besicherung des Betriebsdarlehens sicherstellen wollte? Möglicherweise hast Du ihm noch großzügig als Bonitätsbeweis Deine Altervorsorge zur Besicherung angeboten? Sonst könnte es ein Fall für die Falschberatung durch Banken werden (jedoch langer Prozessweg!). Es tut mir sehr leid für Dich.

Lies mal hier unter "Altverträge":

"Wird eine Lebensversicherung für Finanzierungszwecke eingesetzt, kann dies steuerschädlich sein: Die Beiträge sind nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar und - was schlimmer ist - die spätere Auszahlung der Versicherungsleistung ist nicht mehr steuerfrei. Steuerschädlich ist die Abtretung, Verpfändung, Hinterlegung oder Beleihung zur Sicherung und/oder späteren Tilgung eines Darlehens. Seit 1992 ist eine solche Abtretung steuerschädlich, wenn »die Ansprüche aus Versicherungsverträgen während deren Dauer im Erlebensfall der Tilgung oder Sicherung eines Darlehens dienen, dessen Finanzierungskosten Werbungskosten oder Betriebsausgaben sind« (§ 10 Abs. 2 Satz 2 EStG 2004). Das kann auch eintreten, wenn Sie später im selbst genutzten Haus ein Arbeitszimmer einrichten oder Räume vermieten, oder ein kreditfinanziertes Auto später für berufliche Fahrten einsetzen!

Sobald Darlehen über € 25.565,00 mit einer Lebensversicherung besichert werden, muss die kreditgebende Bank (der Sicherungsnehmer) dies dem für Sie zuständigen Finanzamt mitteilen. Falls Sie den Kredit von der Versicherungsgesellschaft direkt bekommen, hat diese die Abtretung zu melden.

Quelle: http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-24085.xhtml?currentModule=home

Lieber "LittleArrow"

vielen Dank für Deine Antwort. Da kann ich wohl nichts mehr machen, leider. Unsere Gesetze sind manchmal schwer zu verstehen. Für mich geht dabei ein kleines Vermögen verlohren.

Gruß W. Nodes

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Da die Versicherung gewerblich genutzt wurde ist sie steurpflichtig. Alle Kapitalversicherungen die gewerblich genutzt werden sind steuerpflichtig. Es war sicher auch vorher dein Geld das dein AG per Entgeltumwandlung in die DV eingezaht hat.

Direktversicherung - weiterführen, ruhen lassen oder kündigen?

Hallo allerseits,

ich zahle seit dem 1.12.2002 halbjährlich 876,-E (also 1752,-E jährlich) von meinem Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld in eine Gothaer Direktversicherung ein. Im Versicherungsschein steht Gothaer Kapitalversicherung (E1), Versicherungsnehmer ist mein Arbeitgeber, Versicherter bin ich, Versicherungsablauf 1.12.2037.

Aufgrund der voraussichtlich nachträglichen Beitragszahlung an die Krankenkasse bin ich unsicher, ob ich die Direktversicherung weiterführen, ruhen lassen oder kündigen (soweit möglich) soll.

Vielen Dank im Voraus!

Ergänzung:

Hallo, danke für die schnellen Antworten. Wenn ich den Vertrag übernehme, muß ich den Beitrag vorher versteuern und Sozialversicherungsabgaben zahlen.

Einen Zuschuß zahlt mein Arbeitgeber leider nicht, er spart die Sozialversicherungsabgaben. Ich spare ebenfalls die Sozialversicherungsabgaben sowie Lohnsteuer und Soli.

Laut dem Brutto-Netto-Rechner hätte ich ohne Direktversicherung 842,97E in 2015 mehr im Portemonnaie gehabt (und einige Punkte auf meinem Rentenkonte, ob nicht alles auf Einheitsrente hinausläuft-wer weiß). Dem stehen 1752,-E Beitragszahlung in meine Direktversicherung gegenüber.Der Garantiewert für das Jahr 2036 wird mit 76219,-E angegeben (hoffentlich hat die Versicherung nicht noch ein Hintertürchen).

Für meine Familie ist die Todesfallsumme mit 77903,-E natürlich auch sehr wichtig. Ich zahle während der Vertragslaufzeit 44676,-E ein. Die Auzahlung soll steuerfrei sein. Der einzige Wermutstropfen ist der Krankenkassenbeitrag, z.B. bei 55000,-E Auszahlung 10000,-E auf 10 Jahre aufgeteilt (83,33E mtl.) Somit werde ich höchstwahrscheinlich die Direktversicherung weiterführen. Oder habe ich irgendwo etwas übersehen oder einen Denkfehler?

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