Direktversicherung-Krankenkassenbeitrag rückwirkend

2 Antworten

Da fehlen einige Informationen. Wo warst Du 2006 und folgend versichert? Gesetzlich Pflichtversichert, Freiwillig gesetzlich oder Privat. Wie bist Du jetzt versichert. Versicherungspflicht besteht erst seit 2007 bis zu diesem Zeitpunkt kann zurückgefordert werden. Also ein wenig mehr an Informationen darf es schon sein.

Es ist zu befürchten, dass die Beitragserhebung korrekt ist. Wo waren Sie über die letzten 15-20 vor der Auszahlung der DV versichert? Ein Nicht-Versichersein (?) kann eventuell dazu verhelfen, dass Sie nicht Miglied in der KVdR sein müssten? Wurde dies überhaupt überprüft? Dies scheint mir das einzige "Schlupfloch" zu sein. Vielleicht überprüfen Sie das oder stellen es zusammen. Dann können Sie sich ja noch einmal melden.

Krankenkassenbeitrag bei Auszahlung der Pensionkasse und Direktversicherung vor Renteneintritt

Hallo, ich habe eine zusätzliche Altersvorsorge in Form einer Pensionskasse über meinen Arbeitgeber im Jahr 2003 abgeschlossen. Durch die Gehaltsumwandlung und der als Rentner zu erwartenden geringeren Steuerlast versprach dieser Vertrag einen interessanten Vorteil. Die Beiträge werden aus Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze gezahlt. Nach der Reform (Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenkasse zu Beginn des Jahres 2004) muss ich bei Auszahlung nun Sozialversicherungbeiträge zahlen. (Kein Bestandsschutz, für mich ein Verlustgeschäft)

Laut Vertrag wäre die Zahlung mit 65 ab 2026 fällig. Nach der Rentenreform würde ich aber erst im Jahr 2027 in Rente gehen können.

Wie würde es sich auswirken wenn ich zum Auszahlungsdatum die Kapitalabfindung wählen und erst im Jahr danach in Rente gehen würde? Hätte das nicht zur Folge, dass ich keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen müßte?

Nach meinem Verständnis, wäre in diesem Fall allerdings der dann für mich gültige Steuersatz anzusetzen (weil ja noch berufstätig) und der der ganze Vorteil wäre zum Teufel.

Ich habe zusätzlich noch eine Direktversicherung aus dem Jahr 1985. Wegen Arbeitgeberwechsel zahle ich die Beiträge seit 1998 mit Pauschschalversteuerung aus Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze selbst ein. Leider habe ich erst jetzt mitbekommen, dass ich als Versicherungnehmer eingetragen sein müßte um bei Auszahlung wenigstens die von mir bezahlten Anteile Sozialversicherungsfrei zu erhalten (Urteil des BSG aus 2010). Unglücklicherweise war es immer gängige Praxis, dass der AG Versicherungnehmer ist. Rückwirkend wird da wohl nichts mehr zu machen sein. Auch hier wäre die Auszahlung 2026 bei Renteneintritt 2027.

Ist das genauso zu behandeln wie die Pensionskasse?

Tja, wenn ich 1998 gewusst hätte was der Gesetzgeber 2004 beschließt hätte ich mich als Versicherungsnehmer eintragen lassen. Aber ob das zu dem Zeitpunkt überhaupt möglich gewesen wäre um die Pauschalbesteuerung zu erhalten?

Aus meiner Sicht sind solche Verträge bei entsprechender Konstellation nicht mehr zu empfehlen. Das ist immer ein Verlustgeschäft. Da kann einem schon die Galle hochkommen. Das Gefühl durch den Gesetzgeber verarscht und betrogen zu werden wird immer stärker.

Gruß.

Bacchus

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