Diplom Informatiker Anmeldung als Freiberufler

2 Antworten

Das Finanzamt ist ja auch Finanzamt (steht so über dem Eingang) und keiner Steuerberatung.

  1. Die Tätigkeit als Diplom - Informatiker ist eindeutig freier Beruf.

  2. Hosting wäre eine gewerbliche Tätigkeit.

Wenn Hosting als Service von untergeordneter Bedeutung angeboten wird, würde es die freiberufliche Tätigkeit nicht stören und könnte mit darüber abgerechnet werden.

Eigentlich bei 1.000,- Euro im Jahr fast egal, weil sowieso keine Gewerbesteuer anfallen würde.

Aber man kann ja nicht im Voraus ahnen, welchen Umfang die nebenberufliche Tätigkeit annimmt.

Ich würde es (die Beratertätigkeit) erstmal mit dem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" beim Finanzamt anmelden (kann man im Internet auf dem Formularserver des Bundesfinanzministeriums laden).

Danke für die Antwort.

Ich hätte noch dazu schreiben sollen, dass die Frage daher auch rührt, weil ich genau das Formular vor mir hatte. Dort muss ich meine Tätigkeit eintragen.

Reicht es, wenn ich einfach "Beratung" eintrage? Oder muss es etwas genauer sein? Sollte ich das Hosting dann weglassen? Es würde tatsächlich eine untergeordnete Rolle spielen, denn ich möchte in erster Linie für zwei oder drei befreundete Unternehmen eine Miniwebseite betreuen.

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@Anympalee

Da Webseitendesign auch zu dem Bereich der freiberuflichen Tätigkeit gehört, könnte die Tätigkeit so beschrieben werden (nicht zutreffendes weglassen):

Beratungen im Bereich EDV, IT und im Webseitendesign.

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Die Tätigkeit als Diplom - Informatiker

Hier muss ich mal einige Erbsen zählen -

"Diplom-Informatiker" ist weder Tätigkeit noch Beruf, sondern ein akademischer Abschluss. Je nachdem, was in dem Zusammenhang da an den Kunden verkauft wird, kann das freiberuflich sein oder auch nicht. Die in der Freage genannten Tätigkeiten fallen aber samt und sonders nicht in die Freiberuflichkeit

Freiberuflich können solche Aufträge sein, bei denen die Ingenieursleistung, Beratung oder die schöpferische Leistung im Vordergrund steht.

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Im §18 EStG wird festgelegt, daß als freiberuflich "_die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit_" gilt, sowie verschiedene Berufe als freiberuflich qualifiziert sind. Unter den Katalogberufen sind für Informatiker wesentlich Ingenieure und beratende Volks- und Betriebswirte.

Wichtig sind für eine freiberufliche Bewertung (und die Finanzämter sind sich darin nicht einig):

  • Die fachliche Ausweisung ist per Hochschulabschluß oder Nachweis entsprechendere Kompetenzen über Zusatzausbildungen oder Zeugnisse eines Arbeitgebers darzustellen.

  • Die Eigenverantwortlichkeit, ingenieurmäßige Vorgehensweise oder kreative Komponente muß in einer Art und Weise gegeben sein, daß es sich nicht nur um die Abarbeitung vorgegebener Arbeitsschritte handelt, sondern eine ingenieurartige oder betriebswirtschaftliche Hochschulausbildung Voraussetzung ist.

Wenn Dich das Finanzamt fragt, bleibe kurz und knapp und technisch. Trivialisiere nicht die Aufgaben und vermeide Tiefstapeln der Verantwortung, Kompetenzen, Kreativität und Ingenieurmethoden bei Deiner Tätigkeit. Leistungen nach Aufwand riechen eher nach gewerblichen Tätigkeiten, während Werksaufträge eher freiberuflichen Character haben.

Leider gibt es kein Geheimrezept, wie das sicher als Freiberuf gelten wird.

Freelancer ohne Wohnsitz in Deutschland

Hallo zusammen,

ich werde in 2 Monaten mein Studium abschließen und plane einen Monat später ab Oktober mit meinen Freund ins Ausland (vermutlich Asien, keine EU-Ausland) zu gehen. Er ist Tauchlehrer und gerade auf der Suche nach einer Stelle, deshalb wissen wir noch nicht wo es hin geht (Aufenthaltsdauer: 6 Monate - 2 Jahre, Dauer noch nicht sicher..)

Ich arbeite momentan in einer Werbeagentur, welche mir bereits einen Job als Freelancer angeboten hat. Diesem Job würde ich gerne aus dem Ausland nachkommen, da ich aber nicht weiter die Krankenversicherung in Deutschland zahlen möchte, sonder mich nur privat absichern möchte (wird sonst zu teuer) plane ich meinen Wohnsitz in Deutschland abzumelden, da man sonst nicht aus der gesetzlichen Krankenversicherung austreten kann.

Wie nun rechne ich jedoch meine Arbeit als Freelancer ab? Da ich 2014 länger als 6 Monate in Deutschland war bin ich 2014 natürlich noch voll steuerpflichtig hier. Umsatzsteuer habe ich nicht vor auszuweisen, da ich die Kleinunternehmerreglung in Anspruch nehmen möchte (Ich rechne lediglich mit Kleinaufträgen von ca. 800 € monatlich). Nun das Problem: Ich muss auf meinen Rechnungen ja untere anderem Steuernummer und meine Anschrift schreiben, ohne Wonsitz besitze ich jedoch keine Anschrift? Und darf ich die Steuernummer überhaupt noch verwenden in 2015, da diese ja einem Finanzamt meines Wohnsitzes zugeordnet ist (wäre dann die Verwendung der Steueridentifikationsummer besser?)

Eine weitere Frage ist ob es überhaupt möglich ist als Freelancer für nur einen Auftraggeber zu arbeiten, zumindest zu Beginn... Stichwort: Scheinselbstständigkeit!

Und jetzt wirds noch komplizierter:

Zu diesem Job als Freelancer kommt noch das ich letzten Monat und nächsten Monate auf einer Messer gearbeitet habe / bzw. arbeiten werde und etwas Geld für das Ausland zu sparen (zusammen nur 900€). Ich habe/hatte aber nur diese zwei Jobs dieser Art, und plane dies auch nicht zu wiederholen. Kann ich diese auch unter meiner Freelancer-Tätigkeit laufen lassen, obwohl diese vom Tätigkeitsfeld nicht dazu gehören (Freelancer: Grafikdesigner, Messe: Kundenberatung).

Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen kann. Denn ich möchte weder den Deutschen Staat bescheißen noch meinen Auftraggeber rechtlich Probleme bereiten.

Beste Grüße

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