Differenzbesteuerung Antiquitäten, Gebrauchtwaren, ...

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3 Antworten

Wenn man den polemischen udn somit überflüssigen Teil der Frage wegläßt bleibt für mich als Sachverhalt übrig:

  1. Einkauf von gebrauchten Möbeln in Ägypten.

  2. Über Belgien werden diese Möbel ins Gemeinschaftsgebiet eingeführt.

  3. Verkauft wird das ganze dann in "D."

  4. Du bist Wiederverkäufer, weil Du mit diese Waren handelst (§ 25a Abs. 1 nr. 1. UStG)

  5. die WAren wurden jedoch m. E. nicht an Dich im Gemeinschaftsgebiet geliefert, weil Du selbst einführst, womit die zweite Voraussetzung (§ 25 a Abs. 1 Nr. 2 UStG entfällt.

  6. Damit ist es mit der Differenzbesteuerung aus meiner Ansicht nicht mehr machbar.

Mal sehen, was EnnoBecker, oder Blackleather dazu sagen.

Danke für die Zusammenfassung, ich hatte echt Schwierigkeiten, dem Originaltext zu folgen. Insbesondere nach

ob es hier heute wirkliche Fachleute oder Hobbygenies gibt

wollten die Augen immer mehr abgleiten.

Ich nehm den so dargebotenen Sachverhalt mal so für meine eigene Antwort.

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Hallo, und erst mal danke für die Antworten. Auch wenn ich hier wieder eine Schar von polarisierten menschen hinter mich herziehe. Ja, ich bin für viele bzgl. meiner Meinungen ein Extremist. Wobei ich es eher so sehe, dass die, die das sagen zu sehr angepasst sind. Aber egal. Aus dem was wfwbinder sagt, entnehme ich also, dass er der Meinung is, dass in der obigen 6-Punkte-Konstellation also die Geschichte erst weitergesponnen werden kann, wenn jemand anderes einführen würde. So weit war ich mit meinem StB auch schon. Nur stellt sich dann die Frage, wenn jemand anderes einführen würde, dann würde aber doch die Steuerlast einfach nur auf diesen abgewälzt. Dies wäre dann doch keine Lösung. Frage ist dann aber wieder, wie machen das all meine Koollegen, die jetzt bereits so versteuern. Dummerweise konnte ich nicht in Erfahrung bringen, welchen StB die haben. Das werden die auch nicht so einfach verraten. Wie geht es also weiter, wo ist der Weg aus dieser Geschichte. So wie ich es sehe, müsste der Gesetztgeber hier ja eine Möglichkeit vorgesehen habenkönnen, denn von der Logik her hat die Ware ja in Ägypten auch einer Versteuerung unterlegen. Zumindest muss man dies ja erst mal annehmen. Wir treiben ja Handel mit diesen Ländern und wir behandeln solche Länder rechtlich, steuerrechtlich, usw. nicht wie Länder dritter Klasse, sondern gleichwertig.

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@LouisXV
Ja, ich bin für viele bzgl. meiner Meinungen ein Extremist.

Das ist nicht der Punkt. Meiner Ansicht nach kannst du nur mit einer (aus dem 18. Jahrhundert stammenden) Pfauenfeder bekleidet in der U-Bahn sitzen - ich würde mich höchstens fragen, wo du wohl dein Ticket stecken habest.

Aber wenn du so schwätzt wie du schreibst, bin ich eingeschlafen, bevor ich den antiken Stuhl gesehen habe, den du mir verkaufen willst.

Aus meiner Sicht ist das Fachliche mittlerweile ohnehin geklärt.

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@LouisXV

Ob Du als Extremist angesehen wirst, kann ich nicht beurteilen. Interessiert mich ehrlich auch nicht.

Dein Problem ist mit ca. 500 Euro (+ 19 % Umsatzsteuer) für Beratung und Abwicklung rein technisch zu lösen.

Dazu kommen vermutlich 500,- Zeitgebühr + 19%, weil man sich als Berater erstmal den Polemikteil anhören muss.

Aber lassen wir den Sarkasmusteil mal weg. Sei Deinem StB nicht gram, das Problem löst Dir komplett (Umsatzsteuer/Ertragsteuer) nur Jemand, der schon in mehreren Ländern gearbeitet hat.

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@wfwbinder
nur Jemand, der schon in mehreren Ländern gearbeitet hat.

Nö. Für die deutschen Folgen genügt jemand, der sich mit deutschem Recht auskennt. Ich beispielsweise.

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@EnnoBecker

Lieber Enno, das weiß ich.

Ich dachte eine Gesamtlösung für den Frager, weniger Steuerberatung (zur Feststellung der korrekten deutschen Steuerschuld, so gering wie zulässig), als mehr Steuervermeidungsberatung des Gesamtvorgangs vom Ausgangspunkt in Ägypten bis zum Endkunden in Deutschland.

jedoch macht mir die Formulierung:

Mein Fall ist, dass ich Sammlerstücke/Antiquitäten/Kunst aus Ägypten kaufe (was auch immer da an Steuern bezahlt wurde hat ja wohl das deutsche FA nicht zu interessieren, ist Sache des Landes dort), verschiffe diese nach Belgien.

Sorgen, denn da scheinen eventuell unrichtige Angaben gemacht zu werden, wenn so etwas "durchgewunken" wird.

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Also ich beziehe mich auf den Sachverhalt so, wie er von wfwbinder zusammgefasst wurde.

Die Einfuhr passiert demzufolge in Belgien, so dass dort die EUSt anfällt. Das Verbringen von BE nach DE ist aus belgischer Sicht eine Lieferung gegen Entgelt, wenn die Belgier nämlich das deutsche UStG hätten. Ob sie eine Norm haben, die dem deutschen § 3 (1a) UStG haben, weiß ich nicht, ich kenne mich im deutschen, nicht aber im belgischen Steuerrecht aus.

Gleichwohl haben wir in DE einen innergemeinschaftlichen Erwerb, § 1a (2) UStG.

Wo da jetzt die Differenzbesteuerung reinpassen soll, ist mir schleierhaft.

noch mein eigener StB hier eine befriedigende Antwort geben

Steueberater sind nicht zum Befriedigen da. Ich kenne nun dessen Antwort nicht, weil du sie nicht hingeschrieben hast. Oder hast du und meine Augen glitten weg?

Wenn dir seine Antwort nicht gefällt, liegt das entweder an der Qualität der Antwort oder an der Ausgestaltung des geltenden Rechts.

ob es hier heute wirkliche Fachleute oder Hobbygenies gibt

Junge, ich kann dir nur raten, dein hohes Ross schnell zu verlassen. Sonst fällt mir gleich ein dritter Grund ein, warum dein Steuerberater dir keine befriedigende Antwort erteilt.

Schau Dir mal seine Internetseite an.

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@vulkanismus

Ah jetzt, ja.

Itzo nur noch spähen, wo dieses Bergkamen ist und warum das so heißt (weil sie vom Berg kamen?).... weia, ist das weit weg. Dass die da "Ausbeutungssteuer" sagen, tststs.

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Also wenn jemand hier seine Meinung über den Staat kundtut, was hier bei uns in Deutschland Recht ist, dann werden also persönliche Beleidigungen und Drohungen ausgesprochen: "Junge, ich kann dir nur raten, dein hohes Ross schnell zu verlassen. Sonst fällt mir gleich ein dritter Grund ein, warum dein Steuerberater dir keine befriedigende Antwort erteilt." Und auch hier: "Steuerberater sind nicht zum Befriedigen da. Ich kenne nun dessen Antwort nicht, weil du sie nicht hingeschrieben hast. Oder hast du und meine Augen glitten weg?" Was für ein Satzkonglomerat ist das denn und was soll es aussagen? Eine "Befriedigende Antwort" ist doch ein normaler Sprachterminus, was ist daran auszusetzen. "Oder hast Du und meine Augen glitten weg?" Auch hier verstehe ich auch beim mehrfachen Um-die-Ecke-Denken keinen Sinn.

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"bevor ich mir für tausende Euro eine Auskunft von der Finanzbehörde selbst holen muss"

Die bekommst Du auch für zehntausende nicht.

Oder glauben der Herr, für ihn gäbe es beim Finanzamt ein Auskunftsbüro ?

Ja natürlich gibt es die Möglichkeit beim FA eine rechtlich sogar verbindliche Auskunft einzuholen. Dafür ist ein Obulus fällig, der sich nach dem richtet, was der Anfragende mit seiner Anfrage an Steuern sparen würde. Das kann man sehr einfach googeln. Das heißt so "Erteilung einer verbindlichen Auskunft" und wird z.B. bzgl. des Obulus in § 89 Abs. 2 Abgabenordnung geregelt. Entschuldigung, aber Ihre Antwort war hier für das Forum höchst unpassen, weil schlicht weg falsch. Die Plattitüden wie "der Herr" sind mir egal, das ist persönliche Meinung. Aber diese ist ja nun wohl auch zu revidieren.

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@LouisXV

Majestät verwechseln hier die "Verbindliche Auskunft" mit einer Hilfeleistung in Steuerdingen. Es hat schon seine Richtigkeit, dass Ihro Majestät in Bergkamen mit ollen Stühlen handelt und nicht in Steuerdingen berät.

Was Majestät hier wissen wollen, ist eine einfachgesetzliche Rechtsfolge eines verwirklichten Tatbestandes. Das hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit einer verbindlichen Auskunft zu tun.

Ratschlag: Bitte den Text des § 89 (2) Satz 1 AO laaaaaangsam lesen und besondern die Worte

  • können
  • genau bestimmte, noch nicht verwirklichte Sachverhalte
  • erhebliche steuerliche Auswirkungen
  • besonderes Interesse

auf ihren Bedeutungsinhalt hin überprüfen.

Deshalb sollte man Rechtsfragen auch nicht googeln, sondern im Gesetz nachschlagen.

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@LouisXV

Ich kann jedenfalls eine Entsprechnung sehen und auch meine StB hat mir dazu geraten, eine solche Anfrage an das FA zu stellen. Außerdem geht es hier ja auch um eine gewisse Veränderung meines Artikelstammes bgl. Erweiterung/Verschiebung zu Antiquitäten Sammerstücken/Kunstobjekten und damit also durchaus eine neue Situation.. Und diese würde zu erheblichen auswirkungen der Steuerlast führen.

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@LouisXV

Im übirgen hangel ich mich ja auch bereits an den Gesetzestexten mit entlang. Nur möchte ich natürlich erst mal so viele Informationen wie möglich sammeln. Eine reine Konzentration auf die Gesetzestexte alleine hilft nicht weiter, da diese so sehr komplex geworden sind, dass man schon Jura studiert haben muss oder StB sein muss, um hier halbwegs klar zu kommen. meine Dame beim FA hat selbst zu mir gesagt, dass sie am FA selbst manchmal Fehler machen und vor allem Angst haben, Fehler zu machen, bei der mittlerweile großen Flut von Gesetzesänderungen, Präzidenzurteilen und Änderungen der Ausführungsverordnungen ....

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@LouisXV

Nachfolgend hat Dir EnnoBecker ja die Rechtslage erklärt. Dass Du es nicht kapiert hast, kann anderen wurscht sein.

Auch wenn Du noch so klug den Google erwähnst, so gibt es doch Leute, die mehr Anträge auf verbindliche Auskunft abgelehnt haben, als Du jemals stellen könntest.

Solltest Du einen evtl. Antrag in der Weise stellen, wie Du hier Fragen stellst, würde Dein Geschreibsel als das eines Querulanten erkannt werden und unbeachtet abgeheftet werden.

Und nun weiter viel Spass bei dubiosen Geschäften.

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