Dienstwagen bei der Steuererklärung nicht anerkannt, trotz Pauschalversteuerung!?

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3 Antworten

Schau mal auf eine Deiner Gehaltsabrechnungen. Wenn da was von "pauschal versteuerten Fahrten" steht, hast Du leider verloren ;-).

Ebenso muss dann in Deiner Lohnsteuerbescheinigung bei "Pauschal versteuerte Arbeitgeberleistungen für Fahrten Wohnung/Arbeit" (Zeile 18?) eine Summe stehen. Ist das nicht der Fall, irrt der Finanzerer.

Erklärung: diese evtl. Pauschalversteuerung heisst, dass nicht Du diese Summe versteuert hast, sondern Dein Arbeitgeber und zwar auf seine Kosten. Dementsprechend kannst Du keine Werbungskosten mehr geltend machen.

Hast Du aber nur 1% + 0,03% auf Deiner Gehaltsabrechnung, dann wirds Zeit für einen Einspruch. Die Begründung " Du hättest einen Dienstwagen für die Fahrten zur Arbeit " ist sowieso schon mal Mist. Ein Firmenfahrzeug alleine bedingt kein Versagen des WK-Abzugs.

Wenn, dann müsste da stehen: Ein Abzug von FWA als WK ist nicht möglich, da bereits pauschal versteuerter Arbeitgeberersatz geleistet wurde.

Danke Fredl2! Auf meinen Gehaltsabrechnungen steht die PKW-Nutzung Anschaffung mit 1% vom Kaufpreis und die PKW-Nutzung mit 7 km x 0,03% vom Anschaffungswert... -> Also Einspruch, oder ?

Die LST-Bescheinigung habe ich beim Finanzamt eingereicht und kann nicht mehr sehen ob etwas in Zeile 18 (richtig: "Pauschal besteuerte AG-Leistungen Fahrten Wohung/Arbeisstätte") eingetragen ist.

DANKE Euch allen :)

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@Jungermann38

@Jungermann38: Ja, dann. Deine Überschrift war aber missverständlich, ich habe sie zu Deinem Vorteil nur nicht bewusst gelesen, sonst wäre meine Antwort anders ausgefallen.

Ruf Dein Finanzamt an (Nr. steht auf dem Bescheid), einen Einspruch bräuchte es in diesem Fall gar nicht, da eine schlichte Änderung genügen würde. Das ist meistens telefonisch zu machen. Sag dem/der Bearbeiter(in), dass keine Pauschalversteuerung stattfand und Du deswegen sehr wohl Anspruch auf Geltendmachung der Werbungskosten hast.

Ich gebe aber zu bedenken, dass Du sowieso 1.000,00 Arbeitnehmerpauschbetrag hast und Deine Fahrten nur 462,00 (7km x 0,30 x 220 Tage) ausmachen. Wenn also keine weiteren WK vorhanden sind, nützt die Einrede nicht wirklich etwas.

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Ob das dir gefällt oder nicht - du hast nur eine Möglichkeit: innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe des Steuerbescheides Einspruch einlegen. Die Begründung kannst du sogar nachreichen.

Nur das Argument, das du dich geärgert hast, wird nicht ausreichend. ich vermute, dass im bescheid auch die Gründe genannt wurden mit Hinweis auf die entsprechenden §en der Steuergesetzgebung - und genau da musst du ansetzen.

Immer ruhig mit den wilden Pferden !

Da gibt es nichts nachzuschulen, sondern eher demjenigen, der das bisher nicht beanstandet hat, dem müßte man in den Hintern treten.

Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils wird die 1% Regelung angewendet. Die zweite Position dieser Berechnung besteht aus: Berechnung Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte. Bei der Berechnung wird die 0,003% vom Bruttolistenpreis berechnet mal die Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsstätte. Diese Summe wird vermindert um deine Pendlerpauschale von 0,30€ pro Kilometer ( einfache Fahrt).

Dieses Ergebnis, also der verminderte Betrag = sprich der Überschuss - wird dann als geldwerten Vorteil mit in deine Lohnsteuerabrechnung genommen.

Mit anderen Worten: jeden Monat - in deiner Lohnabrechnung - ist deine Pendlerpauschale schon berücksichtigt worden. Der Finanzbeamte darf dir diese Pauschale nicht noch einmal in deiner Steuererklärung anerkennen.

Hier ist eine Seite im Netz, in der im unteren Drittel ein Paar Berechnungen zu finden sind. Hier wird auch die Summe errechnet für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte.

Es ist eindeutig nachvollziehbar, dass die Pendlerpauschale abgezogen wird, sodass nur noch die Differenz zu versteuern ist.

So ist auch die Berechnung in den Lohnbüros, wenn es denn korrekt berechnet wird.

http://www.hk24.de/recht_und_fair_play/steuerrecht/ertrag_lohnsteuer/einkommen_koerper_steuer/366526/Geschaeftswagen.html

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@Sumpfhexe: davon schreibt er doch gar nichts "Diese Summe wird vermindert um deine Pendlerpauschale von 0,30€ pro Kilometer ( einfache Fahrt)".

Vielleicht wurde auch gar nichts pauschaliert, dann kann er WK absetzen.

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@FREDL2

nochmal f. Sumpfhexe: Ich bitte um Verzeihung, ich habe nur den Text gelesen, nicht die Überschrift. Du hast recht.

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