Die Verwaltungskosten bei Lebensversicherungen sinken stetig- merkt man den Vorteil als Vesicherter?

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4 Antworten

Die Versicherung wird die sinkenden Verwaltungskosten dazu nutzen, die eigene Rendite zu steigern. Als Kunde wirst du davon wohl in aller Regel nichts bis kaum etwas haben.

Im Prinzip ja. LV-Versicherungsgesellschaften müssen den überwiegenden Teil der Gewinne an den Kunden weitergeben.

Allerdings liegen die Verwaltungskosten der Versicherer im unteren einstelligen Prozentbereich und eine Veränderung da macht wenig aus. Wichtiger wären da die Kapitalanlagen (wie schon gesagt siehts da mau aus) und die Abschlusskosten, denn die sind nicht in den Verwaltungskosten enthalten.

Ich habe das zwar nicht gelesen, hätte an Deiner Stelle aber auch nicht die Erwartung, dass sich das renditesteigernd auswirkt: Viel wichtiger ist, wie sich die Kapitalmarktzinsen entwickeln. Lebensversicherer legen nun einmal überwiegend in sichere Anlagen wie Staatsanleihen an und da kennt der Zins nur eine Richtung, die nach unten. Demzufolge sinken die Renditen von Versicherungsverträgen und werden es vermutlich noch längere Zeit tun.

Was denken Sie? Warum sollte eine Versicherung freiwillig mehr Geld auszahlen als sie muss?

Grundsätzlich ist es so, dass die Versicherungen das Geld, das nach den Kosten übrig bleibt, als "Überschüsse" an die Kunden auszahlen müssten. Allerdings haben etliche findige Gesellschaften Mittel und Wege gefunden, diese Überschüsse künstlich zu schmälern, sodass weniger Geld an die Kunden ausgezahlt werden muss. Das geschieht zum Beispiel durch "stille Reserven" oder mittels "Rückversicherungsverträge"…

Es hängt alles vom verantwortungsbewussten Vorstand ab, der sich selbst die Frage stellen muss: Sollen wir bei den Verwaltungskosten vorsichtig wirtschaften und unseren Kunden 90% als Überschussbeteiligung zukommen lassen oder ist es nicht viel besser für uns, noch eine Party zu veranstalten – und der dort fließende Champagner, den deklarieren wir einfach als Cola…

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