Die letzten Jahre vor Rente nicht mehr arbeiten - warum wirkt sich das so negativ auf die Rente aus?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Abschläge sind mathematisch gesehen sogar zu gering.

Man muss es doch so sehen, wer bei einer Lebenserwartung von 80, normal mit ca. 66 in Rente geht, hat 14 Jahre Rentenzahlung.

wer um 2 Jahre verkürzt, zahlt 2 Jahre lang weniger Beiträge und bekommt 2 Jahr länger Rente.

allein die 2 Jahre mehr Rente sind 1/7 der Rentenbezugsdauer extra. da müssten eigentlich ca. 14 % gekürzt werden. nicht gerechnet die Verkürzte Zahlungsdauer der Beiträge.

Die jetzige Regelung ist eigentlich ein Geschenk an die Rentner die vorzeitig in Ruhestand gehen.

wer um 2 Jahre verkürzt, zahlt 2 Jahre lang weniger Beiträge und bekommt 2 Jahr länger Rente.

lach.... man wfwbinder, so habe ich das noch gar nicht gesehen ;-))

Man kann sich's also auch mit dieser Berechnung " s c h ö n " reden ...... aber, da ist was drann ! Super, jetzt fällt mir meine Entscheidung weniger schwer ;-))

Gruß ! K.

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Richtig, die nicht erworbenenen Entgeltpunkte werden in den Rechnungen meistens garnicht berücksichtigt (Stichwort "Mit 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente"). Dazu kommt auch noch:

  • Eventuell lebt jemand auch noch länger, weil er früher nicht mehr arbeiten muss
  • Der Ertragsanteil der Rente wird immer höher, so dass der Abschlag u.U. in die Steuerprogression wandert. Die (Netto-)Einbußen sind also geringer.
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@Mikkey

@Mikkey, schöner Nachtrag !

Soll ich dir was verraten ? Ich habe mir jetzt vorgenommen mindestens 90 Jahre alt zu werden und dabei kerngesund zu bleiben !

Dürfte machbar sein, ab sofort wird sich geschont ....lach !!! Gruß ! K.

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@Gaenseliesel

@Gaenseliesel

Ich habe mir jetzt vorgenommen mindestens 90 Jahre alt zu werden und dabei kerngesund zu bleiben !

Vermutlich wird die nächste Katastrophenkoalition gesetzl. bestimmen, dass Du ab 75 nur noch bei rot über die Ampel darfst!

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Hmm. Ich bin zwar kein Experte, aber bei mir sieht das eigentlich so aus, wie es Deiner Meinung sein müsste.

2 Jahre früher in Rente und ca. 14% Abzüge.

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@Angelsiep

und diese 7,2 % sind weniger als die Hälfte vom dem, was es kostet.

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@wfwbinder

Das verstehe ich jetzt nicht. Mir fehlen natürlich die 0,3% pro Monat = 7,2%, aber die anderen 7% fehlen mir aufgrund der nicht mehr gezahlten Rentenversicherungsbeiträge.

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@gammoncrack

@gammoncrack meine Antwort "sind weniger als die Hälfte was es kostet" war für @Angelsiep.

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Und das ganze ist geplant(Koalitionsvertrag) noch mal zu verschlimmbessern.

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Pension

In Pension gehen Beamte und die bekommen Pension und keine Rente von der Rentenversicherung. Das sind zwei unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Regelungen, völlig unterschiedlichen. Bei der Beamtenpension ist das Dienstalter entscheidend und die zuletzt erreichte Besoldungsgruppe. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Entgeltpunkte des Arbeitslebens zusammen gerechnet. Es ist ein Märchen, dass die letzten Arbeitsjahre vor der Rente besonders wichtig für die Höhe der Rente sein sollen. Entstanden ist dieses Märchen vermutlich dadurch, dass viele Versicherte zum Schluß des Arbeitslebens das höchste Einkommen haben. Dann gibt es natürlich auch mehr Rentenanwartschaften. Nur besser bewertet werden die dadurch erreichten Entgeltpunkte eben nicht. Und freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen heißt nach meiner Meinung, Geld aus dem Fenster zu werfen.

Wenn man eher in Pension geht und die letzten Jahre nicht mehr arbeiten will warum wirkt sich das so negativ auf die Rentenzahlung aus?

Erm, was genau meinst du? Pensionen kriegen Beamte, dies sind Ruhegehälter und die folgen anderen Regelungen als die Rente der Deutschen Rentenversicherung.

Benutze niemals das Wort Pension wenn du eigentlich Rente meinst, das sind zwei komplett verschiedene paar Schuhe!

Bei der gesetzlichen Rente gibt es zwei Hauptgründe warum es schädlich ist früher in Rente zu gehen.

  1. Wenn man nichts einzahlt gibt es i.d.R. auch keine Entgeltpunkte. Diese werden bei Rentenbeginn mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Gehe ich also 2 Jahre früher fehlen für 2 Jahre diese Entgeltpunkte komplett. Und i.d.R. geht man davon aus, dass man je älter man wird auch mehr verdient. Wodurch es also die "fetten Jahre" sind, die einem fehlen.
  2. Gibt es in der Rentenformel den sog. Abgangsfaktor. Dieser sagt, wenn ein Mensch früher geht als er soll (Jahrgänge 1964 und jünger mit 67 Jahren), dann bekommt er pro Monat, den man früher geht 0,3% Abschläge quasi als Bestrafung zusätzlich zu der in Punkt 1 genannten Thematik. Wer also 2 Jahre früher geht, als er soll, hätte bis ans Lebensende 7,2% weniger Rentenanspruch zzgl. dem allgemein geringeren Rentenniveau aufgrund fehlender Beiträge (siehe Punkt 1).

Der Sinn dahinter ist, dass man Frühverrentung entgegentreten will.

dann bekommt er pro Monat, den man früher geht 0,3% Abschläge quasi als Bestrafung

Das ist keine Bestrafung, denn er bekommt ja rein rechnerisch jeden Monat, den er früher geht, länger Rente.

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